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Parade der Liebe?

Es ist mehr als richtig, so entschieden nach den Verantwortlichen zu fragen. Nach denjenigen, die in der 490.000-Einwohnerstadt Duisburg eine Millionen-Parade genehmigt haben. Und es ist schockierend, dass der zumindest politisch verantwortliche Oberbürgermeister der Stadt, Adolf Sauerland (CDU), nicht schon längst zurückgetreten ist. Denn selbst wenn er nicht persönlich die Loveparade wenige Stunden vor Start genehmigt hätte, wie es jetzt heißt, wäre das eine Frage des Taktes. Aber mich beschäftigt seit Samstagabend noch eine ganz andere Frage. Wie funktioniert das eigentlich: Auf Menschen so lange drauf treten bzw. gegen sie quetschen, bis sie tot sind? So schnell stirbt man doch nicht. Schreien die Getretenen und Gestoßenen nicht? Spüre ich nicht, dass ich da auf Menschen trete?
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Eintrag erstellt am: 
27 Jul. 2010
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Editorial

Es ist wieder soweit: Tote Soldaten sind wieder Helden und es gilt als Ehre, an der Front zu krepieren. Dabei ist es nur traurig. Und so entsetzlich überflüssig.

"Deutschland verneigt sich mit Dank und Hochachtung“, sprach die Kanzlerin. Da ging es noch um die Soldaten Nummer 37, 38 und 39. Wenige Tage darauf folgten die Nummern 40, 41, 42 und 43. Sie alle starben „im Dienst der freiheitlichen und demokratischen Werte dieses Landes“, erklärte die Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung. Denn: „Gingen wir planlos aus Afghanistan raus, würde die Gefahr steigen, dass Nuklearmaterial in falsche Hände gerät.“ Aha, so lautet also die neueste Variante. Imported from USA. Erinnern wir uns, wie es anfing, 2001, nach dem Anschlag auf das World Trade Center. Das war auch so ein US-Import. Denn da fiel US-Präsident Bush plötzlich ein, die unterdrückten Frauen in Afghanistan müssten dringend befreit – und bei der Gelegenheit auch Bin Laden dingfest gemacht werden. Bin Laden trotzt bis heute erfolgreich der Weltmacht. Und von den Frauen redet inzwischen noch nicht einmal mehr die Kanzlerin. jetzt lesen

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Der nachfolgende Text erschien am 20.7.2010 in der FAZ. Er wird auch in dem von Alice Schwarzer herausgegebenen Buch "Die große Verschleierung - für Integration und gegen Islamismus" veröffentlicht, das im September 2010 bei KiWi erscheint.

Als das französische Parlament am Vorabend des 14. Juli das Verbot der Burka in der Öffentlichkeit beschloss, enthielten sich – bis auf 20 Abweichler – die Sozialisten, Kommunisten und Grünen der Stimme. In der Kopftuchdebatte scheint die politische Front in allen europäischen Ländern ähnlich zu verlaufen: Linke neigen zur Tolerierung, Konservative und Rechte zum Verbot. Und die Bevölkerung? 82 Prozent der Französinnen und Franzosen bejahten das Burka-Verbot. Und die Mehrheit der sechs Millionen MuslimInnen in Frankreich ist ebenfalls dafür. Auch das enspricht der Stimmung in der Bevölkerung der westlichen Länder. jetzt lesen

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