Zur Person

Wer ist Alice Schwarzer?

Vermutlich kursiert über keinen anderen Menschen in Deutschland so viel Unsinn. Eben alle Feministinnen-Klischees auf einmal. Nein, sie hasst keine Männer (ihre „Mutter“ war sogar ein Mann: der geliebte Großvater). Nein, sie ist das Gegenteil von humorlos. Nein, sie hat nichts gegen den Islam – nur gegen den Missbrauch durch rechte Islamisten. Aber:
Wie ist Alice denn nun wirklich?

Ja, Alice Schwarzer hat geheiratet!

Alice Schwarzer bestätigt: "Meine langjährige Lebensgefährtin, die Fotografin Bettina Flitner, und ich haben am 2. Juni 2018 geheiratet.“ Die beiden haben u.a. drei Bücher zusammen gemacht: „Frauen mit Visionen“ (2004), „Reisen in Burma“ (2012) und zuletzt „Meine algerische Familie“ (2018).

Der Chef

In dem Filmporträt "Der Chef -
Die Vorkämpferin der deutschen
Frauenbewegung" (WDR/2002)
befragt Filmemacherin Schulz Alice Schwarzer nach ihrem Leben, ihren Aktionen und ihren legendärsten Fernsehauftritten - von Esther Vilar über Klaus Löwitsch und Rudolf Augstein bis zu Verona Feldbusch. Die Überlebensstrategien einer so verletzlichen wie stolzen Frau. Das Porträt ist in der DVD-Reihe "Deutschland: Lenker und Gestalter" der Zeit-Edition erschienen und kann auf Youtube angesehen werden.

Das Foto rechts zeigt Alice Schwarzer im Wachsfiguren-Kabinett von Madame Tussaud in Berlin. Alice ist in einer eigenartigen Situation: Sie ist einerseits ein lebendiger Mensch und die sehr aktive Chefredakteurin von EMMA - andererseits scheinbar schon ein halbes Denkmal. Laut Allensbach-Umfrage 2013 kennen 83 % aller Deutschen Alice Schwarzer. Das Ranking der Zeitschrift Cicero zu den "500 wichtigsten Intellektuellen" in Deutschland platzierte Alice 2013 auf Platz 4 (nach Grass, Handke und Walser). Und als erste Frau (vor Jelinek). Und bei der Spiegel-Umfrage "Wer ist eine moralische Instanz für Deutschland?" landete die EMMA-Herausgeberin auf Platz 12 (38 %). Kommentar Ursula von der Leyen: "Sie ist eine Frau von Format und Charisma. Sie stand für ihre Sache schon in den Siebzigern, als das schwierig war. Das imponiert mir."

EMMA enthüllt: Die Wahrheit über Alice Schwarzer

Angefangen hatte das Ganze mit einer Anfrage für einen " karitativen Zweck". Prominente sollten für die Aktion "V.I.P. Mach dir ein Bild" sechs Polaroids von Motiven machen, die ihnen "wichtig genug sind, um in diesem Zeitdokument festgehalten zu werden". Alice Schwarzer machte mit. Ihr "Zeitdokument": die wechselnden Klischees ihrer eigenen Person. Aus der "guten Tat" wurde nie etwas, EMMA veröffentlichte den Scherz in eigener Sache. EMMA Oktober 1991