Alice Schwarzer über Feminismus - alle Texte

Frauentag: Der 8. März - ein Witz!

Warum der „Frauentag“ – der in Berlin seit 2019 sogar ein Feiertag ist – der reinste Hohn ist. Der 8. März gehört einfach abgeschafft! Das hat Alice Schwarzer schon im Jahr 2010 gefordert. Sie plädiert für 365 Tage für Menschen – und die Tiere und die Natur gleich dazu.

Die junge Frau - eine Begegnung

Alice Schwarzer hat "die junge Frau" getroffen. Nicht irgendeine, sondern eine bestimmte Art junger Frauen im Showgeschäft. Und da ist ihr etwas aufgefallen. Nämlich, dass diese jungen Frauen in allen Farben den "alten weißen Mann" nun nicht mehr nur privat, sondern auch beruflich schmücken. War das so gedacht?

Alice Schwarzer erinnert sich

Wie hat das angefangen vor 50 Jahren? Und welche Rolle hat Schwarzer da eigentlich gespielt? Eine ziemlich andere, als man gemeinhin denkt. Vom Aufbruch der Frauen nach dem provokanten Bekenntnis im STERN: "Ich habe abgetrieben!" bis zu den ersten Frauenzentren und Frauenfesten.

Wie halten Sie das aus, Frau Schwarzer?

Alice Schwarzer hat den zweiten Teil ihrer Lebenserinnerungen geschrieben: von Mitte der 1970er Jahre bis heute. Hier vorab ein Auszug aus ihrem Buch "Lebenswerk", in dem sie Antworten auf die Frage gibt, die ihr bei jeder Veranstaltung gestellt wird. Hier ein Auszug daraus.

Simone de Beauvoir: Begabt zum Glück

Auch 34 Jahre nach ihrem Tod regt die Vordenkerin weiterhin auf. Alice Schwarzer über eine neue Beauvoir-Biografie, ihre heiklen Affären und ihre Begabung zum Glück. Und was ist das Geheimnis des lebenslangen „Paktes“ zwischen Beauvoir und Sartre? Warum konnte diese „freie Liebe“ über ein halbes Jahrhundert lang halten?

MLF wird 50: Allons les filles!

Vor 50 Jahren legten Frauen unter dem Arc de Triomphe einen Kranz nieder: für die unbekannte Frau des unbekannten Soldaten. Alice Schwarzer über die Anfänge des MLF. Das war der Startschuss für eine tiefgreifende Veränderung: im Fühlen, Denken und Leben. Und zur Veränderung von Gesetzen, bis hin zur Fristenlösung.

Strobl: Wir haben alle gelogen!

Nach 32 Jahren schreibt jetzt auch Alice Schwarzer die Wahrheit über die Ex-EMMA-Redakteurin Strobl, ihren Wecker – und warum alle EMMAs gelogen haben. Obwohl alle sauer waren auf Strobl, die sie und EMMA als Aktivistin der „Revolutionären Zellen“ (RZ) in große Gefahr gebracht hatte.

Johanna Dohnal rockt Wien!

Ein Dokumentarfilm über Kreiskys "Jeanne d'Arc", die 2010 verstorbene kämpferische Frauenministerin Johanna Dohnal, versetzt die Frauen in der Ära von Kanzler Kurz ins Träumen. Sabine Derflinger hat einen aufrüttelnden und anrührenden Film über die Feministin Nr.1 der 80er Jahre in Österreich gemacht. Ab heute im Kino!

Alice Schwarzer über die neue EMMA

… die sich auch im neuen Look treu geblieben ist. Warum EMMA immer Avantgarde war und so frei und unabhängig ist wie kein anderes Medium. EMMA hat Geschichte gemacht - und wird sie weiterhin machen. EMMA bleibt mutig. Und unsere LeserInnen mit uns!

Prostitution: Das geht uns an!

Mit 25 war Alice Schwarzer erstmals im Bordell. Seither hat sie immer wieder mit Prostituierten gesprochen – und fragt sich, warum das so verlogen läuft in Deutschland.

"Simone de Beauvoir fehlt mir sehr."

Am 9. Januar wäre Simone de Beauvoir 111 Jahre alt geworden. Hier erzählen ihre Adoptivtochter Sylvie und Alice Schwarzer, wie übermütig Simone nicht nur im Denken, sondern auch im Handeln war. In EMMA beleuchten auch Forscherinnen den Stand von Beauvoirs Werk aus dem heute. Und siehe da: Sie wäre auch heute wieder an der Spitze eines wirklich radikalen Denkens.

Sprache und Menschen

Alice Schwarzer plädiert für das große Binnen-I. Denn Sternchen und Unterstrich stehen für die Aufsplitterung der des Menschen in x Geschlechtervarianten. Feministinnen wollten aber nicht statt zwei Geschlechter-Schubladen ganz viele. Sondern, dass Frauen und Männer ganz einfach Menschen sein dürfen.

Transsexuelle: Ohne Vergangenheit?

Susan Faludi, mit "Backlash" eine der wichtigsten Stimmen des "Dritte-Welle-Feminismus" hat einen transsexuellen Vater - und stellt sich seither Fragen. Zum Beispiel die, wie es sein kann, dass viele Mann-zu-Frau-Transen die Frau sind, die wir Feministinnen nie sein wollten. Und warum sie überhaupt wieder in eine Schublade wollen.

Es geht immer um Scham

Alice Schwarzer: Mal schämen sich die Opfer sexueller Übergriffe, mal die, die keine Opfer sein wollen, wie Catherine Deneuve. Und die Männer? Dabei war einst die Aufkündigung der Scham der Frauen der erste Schritt zur Befreiung. Kehren wir also zurück zu den Wurzeln!

Alice Schwarzer: Die Rebellin

Was hat Margarete Mitscherlich zur Rebellin gemacht? Was war ihre besondere Rolle in der Psychoanalyse? Und warum ist sie nie erwachsen geworden? Alice Schwarzer würdigte in ihrem Vortrag auf dem Symposium "100 Jahre Margarete Mitscherlich" das Leben und Werk ihrer Weggefährtin und Freundin.

Weiberzank - oder Polit-Kontroverse?

Judith Butler bezichtigte EMMA in der ZEIT der Hatespeech und des Rassismus. Das konnte Alice Schwarzer so nicht stehen lassen. Sie antwortet. Und sie analysiert, worum es wirklich geht bei den Gendertheorien - und warum sich etwas ändern muss in der Queer-Szene, denn "die Verhältnisse, die sind nicht so".

Der Kardinal und die Feministin

Alice Schwarzer verabschiedet sich von Kardinal Meisner, dem sie freundschaftlich verbunden war – trotz tiefer Kontroversen. Ihre Wege haben sich über fast drei Jahrzehnte immer wieder gekreuzt. Und einmal konnte sie ihn sogar zum Umdenken bewegen.

Emma Watson: Pornografie oder Erotik?

Was Alice Schwarzer wirklich über das Foto sagt.

Trump & Erdogan bekämpfen!

Alice Schwarzer über zwei Autokraten, die Allah bzw. Gott als Argument für ihre Herrschaft missbrauchen: Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan. Der eine in Amerika, der andere in der Türkei. Die Frauenrechte werden als erste gekappt - danach folgt die Entmündigung aller Freiheitsliebender.

40 Jahre EMMA!

Auch Alice Schwarzer, die 1977 EMMA gegründet hat, kann es kaum fassen! Sie erzählt, wie es anfing - und warum es im Jahr 2017 weitergehen muss. In der Jubiläumsausgabe geht es um feministische Wahrheiten und aktuelle Entwicklungen. Und warum scheinbar Erreichtes neu verteidigt werden muss.

Überwindung äußerer und innerer Grenzen

Am 29. September war Alice Schwarzer eingeladen, den Festvortrag zum Jahrestreffen der „Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie“ (DGPT) zu halten. Die anschließende Diskussion wurde lebhaft.

Trump: Er ist wieder da …

... der weiße Mann. Sein Podest hatte gewackelt unter dem Ansturm der Emanzipation. Jetzt wird die gläserne Decke wieder zur Stahldecke. Und durch welchen Spalt ist Merkel geschlüpft? Alice Schwarzer analysiert die US-Wahl und die Lage in Deutschland. Und erinnert daran, dass Merkels Kanzlerschaft ein Versehen war.

Margarete Stokowski: Eine eigene Stimme

Alice Schwarzer über den Essay der 30-Jährigen.

Haben Tiere Gefühle?

Aber ja! Das weiß Alice Schwarzer aus eigener Erfahrung mit ihren Katzen. Und aus der Lektüre der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Liebe Laurie, es ist noch ärger

40 Jahre nach dem "Kleinen Unterschied" wissen die Töchter der Frauenbewegung weniger über ihre Lust als ihre Mütter. Warum? Der Aufbruch der Frauen war auch ein Ausbruch ihrer neuen Lust. Sie entdeckten ihren Körper und ihr Begehren. Doch jetzt ...

Laurie Penny: Die meint es ernst!

Ihr Buch „Unsagbare Dinge. Sex, Lügen und Revolution“ ist gerade erschienen. Bis zum 18. Juni liest die britische Feministin Laurie Penny in Deutschland und der Schweiz. Nicht nur dank ihres brillanten Stils ist die 28-Jährige eine der meistdiskutierten feministischen Stimmen des Westens.

Ask Alice! Warum ist mein Freund nicht feministisch?

"Girls", 22 fragt: "Ich bin sehr gerne Feministin und auch mein Freund ist sehr emanzipiert. Nur ist er mir zu wenig aktiv. Er bleibt total gelassen bei allen Ungerechtigkeiten und er ist schnell gelangweilt und genervt von feministischen Themen. Liegt es an mir, dass ich es nicht schaffe, ihn zu überzeugen?"

Alice Schwarzer contra Esther Vilar

Diese 45 Minuten haben vor 40 Jahren Fernsehgeschichte geschrieben. Und Frauengeschichte. Alice Schwarzer erinnert sich ganz persönlich daran. „High Noon“ im deutschen Fernsehen“, schwärmte damals Hellmuth Karasek im Spiegel. Und Bild titelte mit der „Hexe mit dem stechenden Blick“.

Liebe Befürworterinnen der freiwilligen ­Prostitution!

Es sind vor allem linke Frauen, die in Deutschland der Verharmlosung und Akzeptanz der Prostitution das Wort reden. Was sind ihre Motive? Prostitution ist das Gegenteil emanzipierter Sexualität auf Augenhöhe. Sie ist Machtausübung und zerstört das Begehren. Bei Frauen wie Männern.

Glückwunsch, Frau Bundeskanzlerin!

Kinder, wie die Zeit vergeht. Kennengelernt habe ich sie 1992 (Foto 2000), da war sie noch "Kohls Mädchen", heute ist sie "die mächtigste Frau der Welt" (Forbes). Dazwischen liegt fast ein viertel Jahrhundert, in dem diese Frau aus der präfeministischen DDR einen kometenhaften Aufstieg hingelegt hat.

Ask Alice: Ablenkungsmanöver?

Merle fragt: Wenn ich in feministische Gespräche mit gewissen Männern gerate, erlebe ich es immer wieder, dass sie ablenken, subtil das Thema wechseln, spotten, mir über den Mund fahren. Das letzte Mal geschah es, dass mein Diskussions"partner" mich mit den Worten "Du bist ja verrückt!" abservierte. Kennst du das?

Ask Alice: Woher kommt der Name EMMA?

Beatrice fragt: Woher kommt der Name EMMA? Alice Schwarzer antwortet: Die ursprüngliche Idee war von einem Mann, er schlug EMA vor (wie Emanzipation). Ich machte EMMA daraus. Dieser Vorname war damals fast vergessen. Mir gefiel das klassisch Weibliche, das Runde, das Gestandene. Das Gegenteil von den erwarteten Klischees.

Liebe Elisabeth Niejahr, liebe ZEIT!

Sie haben in der ZEIT einen, wie ich finde, ganz erstaunlichen Offenen Brief an mich geschrieben: "Liebe Alice Schwarzer!". Hier nun meine Antwort. Ihren Brief habe ich zwei Mal, ja drei Mal gelesen. Denn ich konnte es zunächst einfach nicht fassen. Und nun weiß ich nicht so recht, ob ich darüber lachen oder weinen soll.

Freiwillig? Es reicht!

In der Debatte um Prostitution macht zurzeit ein Begriff Karriere, der jegliche Kritik an dem System Prostitution von vornherein zunichte zu machen scheint: die Freiwilligkeit. Es geht dabei nicht um die Freiwilligkeit der Profiteure. Nein, es ist von der "Freiwilligkeit" der Frauen in der Prostitution die Rede.

Paris: Begegnung mit den Femen

Alice Schwarzer traf sie im Pariser Hauptquartier der Femen: Die Initiatorinnen, die gerade aus der Ukraine geflohen waren, auf der Flucht vor dem Geheimdienst. Wie geht es weiter mit den blankbusigen Rebellinnen? Und welche Rolle spielte der geheimnisvolle Victor wirklich in der Urzelle in Kiew?

"Das hätte ich sein können!"

„Das hätte ich sein können.“ Dieser Satz geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Gesagt hat ihn Barack Obama, anlässlich einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Bei der Gelegenheit kam er noch einmal auf den Freispruch von George Zimmerman zu sprechen, der den unbewaffneten 17-jährigen Trayvon Martin erschossen hat.

Femen, #Aufschrei und die Neofeministinnen

Die Frau ist 30 Jahre alt, ist für höhere Boni für Hedgefondmanager, für einen Spitzensteuersatz von 20 Prozent und für die Senkung der Sozialhilfe. So weit, so banal. Das gibt es: Frauen, die so denken. Und das sollte in einer Demokratie auch erlaubt sein. Die Überraschung ist: Die Frau bezeichnet sich als

Sandberg meets Steinem

Von der Renaissance des Feminismus.

Sexismus: Im Land des Herrenwitzes

Alice Schwarzer über sexuelle Belästigung als Machtdemonstration - und warum sie gerade in Zeiten des Umbruchs und der Verunsicherung der Männer allgegenwärtig ist. Zwei von drei Frauen sind betroffen, vor allem in so genannten Lächelberufen - und in Männerdomänen.

Wieder mal zurück auf Null?

Über die unermüdlichen Strategien, den Feminismus für nebensächlich zu erklären und engagierte Frauen einzuschüchtern.

Ich habe nichts gegen Männer

Wenn ich nicht Alice Schwarzer wäre, und ich hätte nichts Eigenes zu sagen, würde aber dennoch ein Buch veröffentlichen wollen – ich wüsste genau, wie ich es anstellen muss. Ich würde „die Wahrheit über Schwarzer“ schreiben oder irgendwas mit „Alice“ im Titel. Und gleich klarmachen, dass ich was gegen diese Alice habe.

Shulamith Firestone ist tot

Eine der radikalsten und visionärsten frühen Feministinnen ist tot. Am Donnerstag wurde Shulamith Firestone in ihrem Appartment in New York gefunden. Sie sei eines natürlichen Todes gestorben, erklärte ihre Schwester Laya laut New York Times.

Abschied von Margarete Mitscherlich

Am Morgen des 12. Juni ist Margarete Mitscherlich gestorben. Im Kreis ihrer geliebten Familie, bis hin zu den UrenkelInnen. In wenigen Wochen wäre sie 95 geworden, dennoch starb sie überraschend.

Männer, wir kommen!

Den folgenden Text hat Alice Schwarzer 1972 in der Zeitschrift "Pardon" veröffentlicht. Sie reiste dazu aus Paris an, wo sie derzeit Korrespondentin war.

Wir haben die Lust entdeckt!

Vor der Frauenbewegung kannten viele Frauen weder ihren eigenen Körper noch eigene Lust. Jede zweite galt als "frigide". 40 Jahre, nachdem die Frauenbewegung die Sexualität revolutioniert hat – wird nun nun schlicht das Gegenteil behauptet: Wir Feministinnen seien die Spaßverderberinnen. Wie konnte das nur passieren?

Die alten Mütter und der Rapunzelkomplex

Jüngst durfte eine Autorin in der Zeit über den so genannten „Rapunzelkomplex“ klagen. Als kompetent für das Thema wurde sie von der Redaktion mit ihrem Geburtsjahr ausgewiesen: 1970. Ein Blick auf Wikipedia wies sie als Ex-Model aus. Die mir bis dahin Unbekannte warnte im Namen von „uns jungen Frauen“ vor

Schwarzer vs. Schröder: Keine Altersfrage

Am 8. November erscheint im Spiegel ein Gespräch mit Frauenministerin Kristina Schröder (33). Sie sagt: Der „frühe“ Feminismus habe „heterosexuellen Geschlechtsverkehr“ per se als „Unterwerfung der Frau“ definiert, die „Homosexualität als Lösung“ der „Benachteiligung der Frau“ entdeckt und

Vom 6. bis 12. Dezember 2010

Ich habe eine wirklich aufregende Woche vor mir. Am Mittwochmorgen fahre ich mal wieder nach Mannheim, wo es – dank des neuen Krawallanwaltes von Kachelmann – diesmal besonders spektakulär zu werden droht (das wird dann am Donnerstag hier zu lesen sein). Von da aus geht es weiter nach Zürich, wo es besonders spannend

Schröder/Schwarzer: Die Kontroverse - 1 + 2 + 3

29. November. Gibt es eigentlich noch eine andere Bevölkerungsgruppe, ein anderes Thema als das der Frauen & des Feminismus, bei dem der Grad der Fortschrittlichkeit angeblich eine Frage des Alters ist? Je jünger, je fortschrittlicher? Wäre es zum Beispiel vorstellbar in der Außenpolitik, dass man bei einer Kritik

Sind Klischees stärker als Realitäten?

Am 12. Mai habe ich im Rahmen der Mediendozentur an der Tübinger Universität einen Vortrag gehalten, Titel: „Eine Frage der Haltung – Plädoyer für einen Journalismus mit Leidenschaft“. Schon die Hinfahrt hat, trotz Nieselregen, Spaß gemacht: vorbei an den leuchtenden Rapsfeldern des Rheingaus und des

Sexualfantasien & Sadomasochismus

Was sind die Ursachen sexueller Fantasien – und was ihre Folgen? Auf die Debatte, die Feministinnen vor Jahren anstießen, gibt die Wissenschaft jetzt Antworten.

Mein Leben in Kürze

Ich bin am 3. Dezember 1942 in Wuppertal-Elberfeld geboren. Wenige Monate später wurde die Stadt bombardiert und meine Familie in ein Dorf nach Franken evakuiert, wo ich im Herbst 1948 zunächst auch eingeschult wurde. 1950 zogen wir zurück nach Wuppertal. Meine 22-jährige unverheiratete Mutter verließ kurz nach

Yoko Ono: Tell us, Yoko! – Ein Interview

"Das Begehren des anderen riss mich mit"

Zwischen 1972 und 1982 führte Alice Schwarzer eine Serie von Gesprächen mit Simone de Beauvoir, die als Buch aufgelegt wurden. Nachfolgend ein Auszug.

Editorial von Alice Schwarzer: Angeklagt: der Feminismus

Warum sind deutsche Frauen besonders rückschrittlich? Ist der Feminismus schuld?

Editorial von Alice Schwarzer: Westerwelle, der Papst & ich

Worum es wirklich geht beim Coming Out des Politikers und beim Bischofs-Brief aus dem Vatikan. Und was uns Feministinnen das angeht. Guido Westerwelle liebt also einen Mann. Und er hat das auf dem Grunde des Sommerlochs auf maximal geschickte Weise der Nation mitgeteilt.

Charlotte Roche und Liz Busch: "Ohne dich wäre ich nicht ich"

Die beiden haben mehr gemeinsam, als mensch so ahnt. Zum Beispiel schwärmen sie beide für Elvis Presley. Erst hat Charlotte Roche ein Interview mit Alice Schwarzer für Viva 2 gemacht. Dann hat Alice Charlotte für EMMA interviewt – und gleich Charlottes Mutter Liz dazu gebeten. Denn die Tochter

Editorial: 30 Jahre Frauenbewegung

Alice Schwarzer über die Krux, dass Feminismus kein geschütztes Markenzeichen ist. Und warum der 6. Juni für Frauen ein so entscheidender Tag ist.

Die Jahre 1971 bis 1975: So fing es an!

Die deutschen Frauen rebellierten später als die Women’s lib in Amerika, das Mouvement de femmes in Frankreich oder die Dollen Minnas in Holland. Das Erbe ihrer Mütter, der von Hitler auf Kinder & Küche beschränkten „deutschen Frau“, wirkte lange nach. Und auch der Rechtfertigungsdruck gegenüber der dominanten Linken, für die Frauen nur ein „Nebenwiderspruch“ waren, wirkte lähmend. Doch dann ging es los!

Einer Frau im Minirock glaubt man nicht

Die Schriftstellerin und Feministin Dacia Maraini gilt als eine der bedeutendsten und unerschrockensten Stimmen Italiens. Ihr zentrales Thema ist die sexuelle Gewalt. Die in Florenz geborene und in Japan und Sizilien Aufgewachsene war immer sanft und wild zugleich, sie sieht mit ihren meergrünen Augen sehr genau hin.

Jasmin Tabatabai: Wir haben es nötig, Mädels!

Auch Tabatabai, die im Iran geborene Tochter eines Persers und einer Bayerin, legt Wert auf ihre Freiheit und hasst Schubladen. Ist sie nun die kerlige Bandleaderin von den "Cowgirls" oder ist sie das Luder aus "Lateshow"? Ist sie eine Musikerin oder eine Schauspielerin? Ist sie eher soft oder eher wild? Tabatabai findet: Das sind falsche Alternativen. "Ich will alles dürfen können!" Und "selbstverständlich" ist sie heute auch – Feministin.

Editorial von Alice Schwarzer: Der Merkel-Effekt

Es ist ein Anblick, bei dem jeder Feministin warm ums Herz werden muss. Da steht sie, die neue Parteivorsitzende, und strahlt. Gewählt mit der (einst sozialistischen) Traumquote von 96 Prozent und umringt von den (plötzlich feministischen) Parteimännern. Jeder will der Erste sein, der der Siegerin gratuliert.

Gespräch mit Gerda Lerner: Ich bin ein Alien

Gerda Lerner, die in den USA lebende Pionierin der Frauengeschichtsforschung, hat jahrzehntelang kein Deutsch gesprochen, obwohl Deutsch ihre Muttersprache ist. Warum das so ist, wie aus der Hausfrau eine Forscherin wurde, was die Professorin von Frauenfußball hält und wie die Autorin der

Ich habe einen Traum

Inspiriert von Martin Luther King, der seinen Traum teuer bezahlt hat, wagt Alice Schwarzer dennoch, auch ihrerseits zu träumen. Frauenträume.

Frauen in der Ex-DDR: Unabhängig?

Jetzt, nach den Wahlen, sei die Frage erlaubt: Wie unabhängig ist eigentlich der "Unabhängige Frauenverband"? Zusammen mit den "Grünen" war er für die DDR-Wahlen im März auf der Walz. Ergebnis: In den insgesamt 15 Wahlkreisen errang das lila-grüne Bündnis nur in acht Kreisen je einen Sitz -

Wir sind die zweite Generation

Der Kampf gegen Antisemitismus ist für Nicht-Juden eine Frage von Bewusstsein, für Juden eine Frage von Leben und Tod. Ein Kommentar aus dem Jahr 1988. Alice Schwarzer hat das Thema Antisemitismus in EMMA von Anbeginn an verfolgt. Es ist für sie, so lange sie denken kann, eine zentrales Anliegen.

Sexualität und Identität: Ganz linker Sex

Sexualität ist ihr Beruf. Aber sie haben keine Ahnung davon. Zumindest nicht, was Frauen betrifft. Diese Kritik servierte Alice Schwarzer der erlauchten "Deutschen Gesellschaft für Sexualwissenschaften" ausgerechnet als ihr Gast auf der Jahrestagung in Hannover. Und was sagte der angegriffene Prof. Sigusch dazu? Stimmt, sagte er: "Die Kritik ist berechtigt" - Ob der Einsicht Taten folgen? Hier die Schwarzer-Rede.

Brief an meine Schwestern

Diesen Text über Transsexualität schrieb Alice Schwarzer 1984, nach einer scharfen Diskussion mit einer Freundin.

Für Prostituierte, gegen Prostitution!

Den folgenden Text hat Alice Schwarzer 1981 veröffentlicht. Er dokumentiert die frühe Solidarität von Feministinnen mit Prostituierten beim Kampf um ihre Rechte (Foto: Simone de Beauvoir mit Prostituierten). Der Text ist ein Vorwort zu Kate Millets Buch "Das verkaufte Geschlecht". Millet: "Bei der Prostitution geht es nicht um Sex. Es geht um Macht."

Iran: Schleierhaft...

Es war ein recht bunter Haufen, der da unter dem Namen 'Komitee zur Verteidigung der Rechte der Frauen' in den Iran reiste. 15 Französinnen, eine Italienerin, eine Ägypterin und eine Deutsche (ich). Einige Feministinnen, einige Frauen aus linken Gruppierungen, eine sozialistische Bürgermeisterin, einige Profis, die

Falsche Schwestern: Wie mies sind Frauen?

"Sisterhood feels good", Schwesterlichkeit tut gut, das war die Parole, unter der die Amerikanerinnen in den sechziger Jahren antraten. Wenig später euphorisierte der Slogan "Frauen gemeinsam sind stark" die deutschen Feministinnen. Frauen sind stark. Frauen sind klug. Frauen sind solidarisch. Das

Gründe zum Männerhass?

Als ich nach Köln zog, veröffentlichte die hiesige Boulevardzeitung Express einen Artikel mit der Schlagzeile: "Deutschlands Männerhasserin Nr. 1 kommt nach Köln!" Auf die Gefahr hin, die Herren der Schöpfung zu enttäuschen, muss ihnen hier einmal deutlich und klar gesagt werden: Frauenkampf ist in

Mein Feminismus

Ich stehe in der Tradition der „Radikalen“, die an die Wurzeln gehen und jegliche Rollenzuweisung im Namen des biologischen Geschlechts ablehnen. Meine Utopie ist der ganzheitliche Mensch, mit gleichen Rechten und Chancen für alle. Die Hälfte der Welt für die Frauen und die Hälfte des Hauses für die Männer!