Alice Schwarzer in anderen Medien

Was soll die Häme gegen EMMA?!

Foto: Dominik Asbach
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Alice Schwarzer arbeitet im Bayenturm am Kölner Rheinufer. Hier hat die feministische Zweimonatsschrift EMMA ihren Sitz. Das von Schwarzer gegründete, bis heute unabhängige Magazin erscheint seit 42 Jahren. Schwarzer, die mit einer unverwüstlichen Gemütslage ausgestattet ist, wirkt aufgeräumt. Erst im Laufe des Gesprächs wird deutlich, wie weh ihr die aktuellen Diffamierungen junger „Netz-Feministinnen“ tun.

Welt am Sonntag Liebe Frau Schwarzer, Sie waren ja immer eine kontroverse Publizistin. Das geht schon so, seit Sie 1975 Ihren Bestseller „Der kleine Unterschied“ veröffentlichten.
Alice Schwarzer Ja, das stimmt. Der große Unterschied zu heute ist aber, dass es damals neben Empörung auch viel Zustimmung gab, fast liebevolle Leserbriefe – sogar von Männern, die mein Menschenbild der Geschwisterlichkeit schätzten. Die froh waren, nicht mehr die traditionelle Männerrolle spielen zu müssen. Dann lässt sich auch harte Kritik aushalten.

Und heute?
Heute ist der Zuspruch meist leise und privat, die Kritik aber laut und öffentlich.

Autorinnen werfen Ihnen auf Spiegel online oder oder auf der Zeit Online-Publikation ze.tt vor, Sie seien rassistisch, propagierten einen „weißen Feminismus“, stellten alle „Geflüchteten unter Generalverdacht“ – und EMMA sei irgendwie abgewirtschaftet. Was haben diese Frauen?
Besonders die Häme gegen EMMA hat mich fassungslos gemacht. Wir schaffen es, seit 42 Jahren ökonomisch und politisch unabhängig zu sein. Und wenn wir eines tun, dann ist es, Themen über Jahre, ja Jahrzehnte ganz allein, gegen alle zu verfolgen. Das ist bei der Prostitution so, das ist beim Kindesmissbrauch so, das tun wir gerade bei der kommerziellen Leihmutterschaft – und wir tun es seit 1979, also seit 40 Jahren, beim politischen Islamismus. Der, Achtung, wirklich nicht mit dem Islam, dem Glauben, zu verwechseln ist. Der politische Islamismus nimmt den Islam in Geiselhaft. Er ist eine rechte Ideologie, wird mit Milliarden Petrodollar gefördert und ist international vernetzt.

Sie warnen vor dieser Ideologie, seit Sie 1979 im Iran beobachteten, wie Khomeinis Schergen die Frauen von den Straßen, aus den Büros und von den Universitäten vertrieben und die Scharia einführten.
Ja, und meine Hauptgegner waren von Anbeginn an die Vertreter des fundamentalistischen Islams, der Mitte der 90er-Jahre in Deutschland in die Offensive gegangen ist. Die international organisierten Islamisten waren in ihrem Wirken leider extrem erfolgreich: Inzwischen gilt jede Kritik am Kopftuch, an der Burka, am Burkini für kleine Mädchen im Schwimmunterricht oder an gesundheitsschädigenden Ramadan-Fastenvorschriften als Rassismus. Auch in den Augen vieler deutscher Linker Gutmeinender. Ernsthaft! Ich kann es manchmal gar nicht fassen. Wir haben mit der Frauenbewegung in 50 Jahren so viel erreicht, ein echtes Miteinander von Frauen und Männern – und jetzt sollen wir im Namen einer falschen Toleranz zusehen, wie Frauen auch hier bei uns aus dem öffentlichen Raum gedrängt werden?

Sie interpretieren auch die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht 2015 als einen solchen Versuch, Frauen einzuschüchtern?
Ja, genau darum ging es! Die rund 2000 jungen Männer haben auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz den aus Ägypten bekannten „Höllenkreis“ praktiziert und mindestens 690 Frauen sexuelle Gewalt angetan. Die Frauen werden bei dieser Methode von Gruppen junger Männer isoliert, umringt, dann von allen Seiten begrapscht und im Extremfall sogar vergewaltigt – ohne dass man sehen kann, wer eigentlich die Täter sind. Eine Vorgehensweise, die allen Frauen Angst machen soll. Wir von „Emma“ haben gleich in den Tagen danach berichtet und analysiert – und wurden umgehend des Rassismus geziehen. Dabei hatten wir nur die Realität benannt.

Dann müssen wir auch über Kanzlerin Angela Merkel reden, die Sie ja sehr schätzen. Hat sie doch Fehler gemacht bei der Flüchtlingspolitik? Hätte sie eine klarere Ansage in Richtung islamischer Flüchtlinge machen müssen, welche Regeln hier gelten und was gar nicht geht?
Das Problem hat nicht mit den Flüchtlingen begonnen, sondern 25 Jahre vorher. Jüngst hat Angela Merkel gesagt, der Islamismus fange dort an, wo Gewalt ins Spiel komme. Aber das ist ganz falsch: Die Gewalt ist der dramatische Schlusspunkt der islamistischen Propaganda. Islamismus beginnt dort, wo die naturwissenschaftliche Lehre von der Entstehung der Welt unterdrückt wird, wo sogenannte „Ungläubige“ verachtet werden, wo Kinder schon in der Kita nach Geschlechtern getrennt werden, wo Brüder ihre Schwestern und Söhne ihre Mütter bevormunden, wo das islamische Kopftuch, das Haar und Körper der Frauen als „sündig“ bedeckt, unhinterfragt akzeptiert wird. Er beginnt mit alltäglichem Sexismus und Antisemitismus. Wir haben der islamistischen Agitation in Deutschland 25 Jahre lang nichts entgegengesetzt. Nichts. Das treibt Menschen, deren Unbehagen über die islamistischen Auswüchse nicht ernst genommen wird, in die Arme der Rechten.

Aber woher kommt das Denken, das eine unverkennbar Linke wie Sie als „Rassistin“ brandmarkt?
Es war von Anfang an die Strategie des politisierten Islam, jede Kritik an ihm als „Rassismus“ und neuerdings als „islamophob“ abzuwehren. Das hat fatal gut geklappt. Empfänglich dafür waren weite Teile der Linken, die den gleichen Feind haben wie die Islamisten: nämlich den Imperialismus, den Kolonialismus und Amerika. Diesen Linken war in den 80er-Jahren das revolutionäre Subjekt, das Proletariat, verloren gegangen. Also stürzten sie sich auf die Muslime. Nur: Die Mehrheit der 1,7 Milliarden Musliminnen und Muslime auf der Welt sind die ersten Opfer der islamistischen Fanatiker. Allerdings: Da wir versäumt haben, der islamistischen Propaganda unsere Werte entgegenzusetzen – Demokratie, Rechtsstaat, Gleichberechtigung – wächst diese fanatische Minderheit der Rattenfänger. Wir haben die aufgeklärte und demokratische Mehrheit der Muslime im Stich gelassen!

Was passiert mit unserem Diskursklima?
Die Propaganda des islamischen Fundamentalismus scheint unter der Flagge der „Toleranz“ und des „Antirassismus“ besonders in linken und linksliberalen Medien und an den Universitäten gegriffen zu haben. Da herrscht die Tyrannei der politischen Korrektheit. Es gibt keinerlei Freude an kontroversen Diskussionen mehr, abweichende Meinungen werden verboten. Wir müssen dieser verdummenden Entwicklung dringend Einhalt gebieten.

Sie selbst waren oft Autorin von Zeit und Spiegel. Trifft es Sie, wenn in deren Onlineablegern so brutal gegen Sie geholzt wird?
Natürlich. Das tut schon weh. Damit tragen die sogenannten Leitmedien zur Verrohung des Meinungsklimas bei. Das bestürzt mich. Was mir außerdem auffällt: Meine Kritikerinnen verteidigen sowohl das islamistische und hochpolitische Symbol „Kopftuch“ als auch die angeblich freiwillige und selbstbestimmte „Sexarbeit“, vulgo: Prostitution. Eine eigenartige Kombination. In jedem Fall ist der Körper der Frau das Objekt. Er muss entweder verhüllt werden oder entblößt.

Glauben Sie, dass bei den jungen Frauen, die Sie angreifen, auch persönliche Motive im Spiel sind?
Zum einen scheint es das psychologische Muster des „Muttermordes“ tatsächlich zu geben – was mir lange gar nicht klar war, da ich in einer atypischen Familienkonstellation bei meinen Großeltern aufgewachsen bin. Dann glauben manche wohl auch, es gebe in der deutschen Publizistik die Spitzenposition „Alice Schwarzer“ – die sie selber gern besetzen würden. Wenn ich alte Schrapnelle endlich weg wäre, denken sie, könnten sie nachrücken. Aber dieser Platz ist an meine Person gebunden und das Produkt einer spezifischen historischen Konstellation. Und er ist für mich übrigens lästig und intellektuell einengend. Ohne mich müssten diese ambitiösen jungen Medienfrauen einfach selber existieren – und es würde nicht mehr genügen, sich von Schwarzer zu distanzieren.

Spielt Neid eine Rolle?
Das kann schon sein. Vor allem aber der ewige Irrtum mancher jungen Frauen, denen von mächtigen Männern angeboten wird: Vergiss diese nervende Altfeministin, komm, setz dich auf Daddys Schoß. Diese Jüngeren begreifen nicht, dass es ihnen bald ganz genauso ergehen wird wie den von ihnen diffamierten Älteren. Es gibt immer noch Jüngere.

Die Diskurshoheit scheint in manchen Medien und an den Hochschulen an die politisch korrekten Antirassisten verloren zu sein. Wird das noch mal wieder besser?
Manche, wie mein Freund Boualem Sansal, der algerische Schriftsteller, sind inzwischen total resigniert. Aber ich bin einfach vom Naturell her zu lebensfroh und zu optimistisch, um schwarz zu sehen. Vor allem: Ich spüre, dass es sich gerade dreht. Die vielen, die bisher geschwiegen haben, aus Ignoranz oder Bequemlichkeit, beginnen, die Gefahr zu erkennen. Es kann doch auch nicht sein, dass wir unsere hart errungene Aufklärung und die Gleichberechtigung der Geschlechter von religiösen Fundamentalisten ernsthaft gefährden lassen!

Das Gespräch führte Susanne Gaschke. Es erschien am 7. Juli in der Welt am Sonntag.

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Alice Schwarzer schreibt

Aus dem Alltag einer Rassistin

Boualem Sansal und Alice Schwarzer trafen sich in Paris. - Foto: Bettina Flitner
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Am 15. Mai war ich einen Tag lang in einer Konferenz mit algerischen JournalistInnen und SchriftstellerInnen im Goethe-Institut in Paris. Ich war die einzige Nicht-Algerierin, weil ich jüngst ein Buch über das Land geschrieben habe („Meine algerische Familie“). Das ist jetzt in Frankreich erschienen und gilt als „das erste Buch über Algerien heute“.

Die von dem großen, mutigen Schriftsteller Boualem Sansal (zusammen mit dem deutschen Professor Jürgen Wertheimer) geleitete Konferenz über Algerien war sehr bewegend. Denn es ging um viel. Einige der AutorInnen auf dem Podium waren wegen nicht staatstreuer Meinungen schon im Gefängnis, andere mussten in den 1990er-Jahren vor den mordenden Islamisten ins französische Exil fliehen. Wie wird es weitergehen mit Algerien, diesem größten afrikanischen Land? Die Antwort kann auch für Europa sehr ernste Folgen haben.

Am nächsten Tag war ich mit der iranischen Schriftstellerin Chahla Chafiq verabredet. Sie ist seit fast 40 Jahren im Exil in Frankreich, geflohen vor dem islamistischen Terror in ihrer Heimat. Wir haben zusammen überlegt, was wir noch tun können, um Nasrin Sotoudeh zu helfen. Die auch in Europa bekannte Menschenrechtlerin ist vor einigen Monaten in Teheran zu 38 Jahren Gefängnis und 143 Peitschenhieben verurteilt worden. Grund: Sie hat es gewagt, Frauen, die öffentlich gegen den Kopftuchzwang und für Frauenrechte demonstriert haben, als Anwältin zu verteidigen. In Frankreich gibt es eine große öffentliche Solidarität. In Deutschland herrscht überwiegend Schweigen, matt unterbrochen durch diplomatisches Gemurmel – bis auf die Berichterstattung in EMMA (3/19).

Als einzige Referentin habe ich mit den DemonstrantInnen gesprochen

Eine Woche zuvor hatte ich an der Universität Frankfurt an einer Konferenz über „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ teilgenommen. Veranstalterin war Prof. Susanne Schröter, renommierte Ethnologin, Islamwissenschaftlerin und Direktorin des „Forschungszentrums globaler Islam“.

Schon die Ankündigung der Konferenz hatte einen „Proteststurm“ ausgelöst. Anonym. Sturm von wie vielen Menschen? Einem? Zwei? Drei? #schroeter_raus! hieß der Hashtag, „Rassistin“ lautete der Vorwurf.

Die Konferenz fand statt und wurde zu einem Meilenstein. Erstmals wurde an einer deutschen Universität öffentlich unterschieden zwischen „Islam“ und „Islamismus“, zwischen Glauben und Ideologie.

Eingangs hielt Prof. Susanne Schröter einen augenöffnenden, bebilderten Vortrag über die Entwicklung Indonesiens zwischen 2011 und 2018: „Vom ‚Recht‘ auf das Kopftuch zur ‚Pflicht‘ zum Kopftuch“. Und sodann belegten zwei IslamwissenschaftlerInnen, Dr. Abdel-Hakim Ourghi von der Pädagogischen Hochschule Freiburg und Dr. Dina El-Omari von der Universität Münster, unabhängig voneinander, dass das Kopftuch keineswegs „eine religiöse Pflicht“ sei und niemand sich damit auf den Koran berufen könne. Eine Auffassung, die übrigens schon längst offiziell auch von der Al-Azhar-Universität in Kairo bestätigt wurde, der höchsten theologischen Autorität des Islam.

Über die Konferenz wurde in den Medien durchaus breit und auch differenziert berichtet. Im Netz allerdings ging es dann quasi nur noch um mich. Und das kam so:

Ich hatte in der Konferenz über den Siegeszug des politisierten Islam gesprochen: ausgehend von Khomeinis Gottesstaat Iran ab 1979 bis in die islamischen Communities im Herzen Europas. Als einzige Referentin der Konferenz war ich dann irgendwann im Laufe des Tages durch den Nieselregen auf die andere Straßenseite gegangen, um mit den DemonstrantInnen zu sprechen. Etwa ein Dutzend Frauen, plus ein, zwei Männer. Es empfing mich Gebrüll. Ich ließ mich nicht entmutigen, versuchte zu verstehen und zu diskutieren. Dabei tippte ich einer kopftuchtragenden Demonstrantin ganz leicht an den linken Arm. Noch mehr Gebrüll. Rassistin! Frauenfeindin! „Wie können Sie es wagen, mich ohne Erlaubnis anzufassen? Ich zeige Sie an!“, schrie die Betroffene. Darauf antwortete ich ironisch: „Ich dachte, nur Männer dürfen Sie nicht anfassen.“

Jetzt war der „Skandal“ komplett. Der Initiator der Demonstration, Zuher Jazmati, hatte mitgedreht und stellte einen manipulativ verkürzten Auszug ins Netz. Zum Glück hatte auch jemand von EMMA und Kollegen von der Welt mitgedreht. Wir stellten eine längere Sequenz ins Netz, bis hin zu meinem Schlusssatz: „Ladet mich ein. Ich komme, und wir diskutieren.“

https://www.youtube.com/watch?v=daV4aGWOjb4

Im Netz ergossen sich dennoch die rituellen Beschimpfungen der selbsternannten „Anti-Rassistinnen“ und „intersektionellen Feministinnen“ über mich. Shitstorm. Allerdings auch wahnsinnig viel Zustimmung. Über 90 Prozent aller Stimmen waren auf meiner Seite (siehe Seite 110).

Die Menschen fangen allmählich an zu begreifen. Zu begreifen, dass sie mit ihrem Unbehagen und ihrer Kritik an einem schariahörigen Islam recht haben. Doch sie wurden bisher eingeschüchtert und mundtot gemacht mit dem Rassismus-Vorwurf.

Dabei sind Millionen aufgeklärte MuslimInnen in den heute 35 islamischen Ländern auf der Welt plus die im Westen lebenden die ersten Opfer dieser Fundamentalisten. Selbsternannte „Anti-Rassisten“ und postkoloniale „KritikerInnen“ sind die Helferlein dieser Fanatiker. Nützliche IdiotInnen oder geschulte Provokateure? Aus Naivität oder aus ideologischem Interesse?

Diese IdeologInnen halten nicht etwa zu den Opfern, sondern zu den Tätern. Und die deutsche Politik macht mit, indem sie seit Jahrzehnten „Dialoge“ führt mit Scharia-gläubigen Islam-Verbänden. Und viele Medien, allen voran linksliberale, schreiben diesen „Anti-RassistInnen“ nach dem Mund. Dabei braucht es nur ein paar Klicks, um zum Beispiel zu erfahren, wer der Mann ist, der die Demo angemeldet hat.

Nein. Lieber veröffentlichen manche linksliberale Medien, von Ze.tt bis Tagesspiegel, ungeprüfte Diffamationen über mich. Die kommen im besten Fall von Unbedarften, im schlechteren von Leuten, die genau wissen, was sie tun.

Ich kenne mich da aus. Zum ersten Mal wurde ich 1979 als „Rassistin“ beschimpft, als ich wenige Wochen nach der Macht­ergreifung von Khomeini und der Etablierung des „Gottesstaates“ im Iran war. Zurück in Deutschland habe ich geschrieben, was ich gesehen und gehört hatte. Meine düsteren Erwartungen haben sich nicht nur erfüllt, sondern wurden weit übertroffen. Aber was schallte mir schon damals aus gewissen – linken – Kreisen entgegen? Rassistin! Schon 1979 wurde ich also als „Rassistin“ diffamiert.

Schon 1979 wurde ich als "Rassistin" beschimpft

Oder 1993, das Jahr des Beginns der islamistischen Offensive in Deutschland. Damals bezeichnete mich eine gewisse Amina Erbakan in einem Interview als „unsere Feindin Nr. 1 in Deutschland“. Die Konvertitin war die Frauenbeauftragte der vom Verfassungsschutz scharf beobachteten islamistischen Organisation Milli Görüs und Schwägerin von Necmettin Erbakan, dem Chef der rechtsnationalen Wohlfahrtspartei. Erbakan galt als Inspirator von Milli Görüş sowie der rechtsnationalen „Grauen Wölfe“, war kurzzeitig Ministerpräsident der Türkei und wurde wegen „Volksverhetzung“ verurteilt. Er war außerdem der politische Ziehvater des heutigen Präsidenten Erdoğan. Noch Fragen?

Ich bin es also gewohnt, von gewissen Kreisen als „Rassistin“ beschimpft zu werden. Das kann mich nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Ich bin stolz darauf! Stolz, in Deutschland eine der – leider noch immer viel zu raren – Stimmen zu sein, die über den politischen Islam aufklären; über die internationale Offensive des politisierten Islam und die Agitation mitten unter uns, von Teheran bis Frankfurt. Und die seit Anbeginn den Schulterschluss mit aufgeklärten MuslimInnen praktiziert hat. Denn der Islamismus ist eine der größten Gefahren unserer Zeit. Er ist mindestens so ernst zu nehmen wie das Erstarken der traditionellen Rechten. Genauer: Der Islamismus ist Teil der internationalen Rechten.

Dass immer mehr Menschen auch in Deutschland das begreifen, zeigen ihre Reaktionen.

Im Netz
Video-Aufzeichnung der Kopftuch-Konferenz: https://bit.ly/2ZmNWMo

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