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Liebe Befürworterinnen der freiwilligen ­Prostitution!

Sollte die Reform des fatalen Prostitutionsgesetzes von 2002 jetzt scheitern, dann liegt das an euch: den linken Frauen. Ihr, die engagierten Frauen in der SPD und bei den Grünen oder Linken; ihr, die aufrechten Protestantinnen; ihr, die coolen Szene-Bloggerinnen seid führend bei der Befürwortung der Prostitution (Die Männer halten sich auffallend zurück). Und ihr meint das vielleicht sogar auch noch gut. Denn ihr haltet eine Ächtung der Prostitution letztendlich für die Ächtung einer freien Sexualität.

Ihr scheint fasziniert von dem, was ihr in Brigitte oder Zeit oder taz über „glückliche Sexarbeiterinnen“ schreibt bzw. lest. Vor den hunderttausenden, meist osteuropäischen, Elendsprostituierten verschließt ihr die Augen. Stattdessen idealisiert ihr die paar tausend, meist deutschen, so genannten „freiwilligen“ Prostituierten, die es hierzulande noch gibt. Das sind Gelegenheitsprostituierte, das sind selbstständige Dominas oder Ex-Prostituierte, die längst ein eigenes „Studio“ betreiben, wo sie andere Frauen für sich ­anschaffen lassen.

Eure Haltung pro Prostitution ist ein echtes deutsches Phänomen.

Ist euch eigentlich klar, dass eure Pro-Prostitutions-Haltung einmalig ist auf der Welt, ein echtes deutsches Phänomen? In Ländern wie Frankreich, Schweden oder Amerika würdet gerade ihr vermutlich ganz anders denken. Denn da bezeichnet man die Prostitution als „White Slavery“, und sind fortschrittliche Frauen zwar selbstverständlich solidarisch mit Prostituierten, kritisieren bzw. bekämpfen jedoch das System Prostitution.

Dieses System, das aus Frauen das käufliche Geschlecht macht – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der der „kommunikative Sex“, also eine wirklich gleichberechtigte und gegenseitige Sexualität zwischen den Geschlechtern, zunimmt (wie auch die SexualforscherInnen konstatieren). Eure Verharmlosung und Bejahung des kommerzialisierten Sex aber dreht diese positive Entwicklung ­zurück.

Wie konnte es zu so einem Missverständnis kommen? Was könnte der Grund dafür sein, dass ihr vor den Motiven der Freier die Augen verschließt und gleichzeitig so hartnäckig die Lebensrealität der Frauen in der Prostitution leugnet? Dabei müsstet ihr doch nur hinsehen.

Wir Älteren erinnern uns. Es hat angefangen, ja, im Namen des Feminismus. Das war Ende der 70er Jahre. Da erschienen die ersten Texte darüber, wie schick es sei, sich zu prostituieren: in der feministischen Courage, im anarcho-linken Pflasterstrand, in der taz. Meist waren es Studentinnen, die als Gelegenheitsprostituierte jobbten. Sie wussten zu berichten, wie „geil“ es sei, mal eine schnelle Nummer für gutes Geld zu machen. Oder wie leicht es sei, in der Peepshow ein paar Mark für die WG-Kasse dazu zu verdienen.

Das waren die Töchter der „sexuellen ­Revolution“. Doch da hatten Feministinnen – wie Kate Millett in „Sexus und Herrschaft“ (1971) und „Das verkaufte Geschlecht“ (1975) oder Shulamith Firestone mit „Frauenbefreiung und sexuelle Revolution“ (1974) sowie ich im „Kleinen Unterschied“ (1975) – schon längst analysiert: Diese Art von „sexueller Revolution“ war nur die andere Seite der Medaille des bürgerlichen Miefs. Wir Frauen, die wir bisher nur einem Mann zu gehören hatten, sollten nun allen Männern gehören.

Prostitution
ist eine Perver-
tierung der
sexuellen Befreiung

Eine der Folgen der neuen Libertinage war, dass sich so manche „sexuell Befreite“ sagte: Warum dann nicht auch gleich dafür kassieren? Das waren Frauen, die im Zuge der Gleichberechtigung die traditionell männliche Trennung von Gefühl und Sex übernommen hatten – oder aber aus den hinlänglich bekannten Gründen noch nie Gefühle beim Sex gehabt hatten. In der Tat, warum dann also nicht gleich kassieren?

Wenige Stimmen, darunter EMMA, stellten sich von Anbeginn an gegen diese Pervertierung der sexuellen Befreiung. Dabei gingen und gehen wir Feministinnen selbstverständlich nicht von einer ­natürlichen „weiblichen“ bzw. „männlichen“ Sexualität aus. Sexualität ist Kultur, ist ­erlernt. Und der Anspruch, dass Sexualität & Liebe Hand in Hand gehen, ist übrigens relativ neu. Im Patriarchat war Sexualität für Männer nichts als eine Art „Branding“ der Frauen, eine Machtausübung über Frauen; dabei unterschieden die Männer zwischen „Heiligen“, die ihnen allein gehörten, und „Huren“, die allen gehörten.

Was sind eure wahren Motive?

Das hat sich nicht zuletzt dank der Frauenbewegung geändert. Die meisten Frauen haben heute eine weitgehend selbstbestimmte Sexualität und ein eigenes Begehren. Sollen also ausgerechnet wir fortschrittlichen Frauen jetzt zur Wiederherstellung der alten Ordnung beitragen, indem wir das System Prostitution akzeptieren? Im Namen der Emanzipation? Und des Profits! Denn die Profitraten in Prostitution und Menschenhandel, beide untrennbar miteinander verknüpft, liegen heute bei locker ­tausend Prozent. Der global organisierte Handel mit Frauen bringt mindestens ­soviel wie der mit Drogen und Waffen.

Werden die Menschen sich in zwanzig, dreißig Jahren zurückwenden und sagen: Wie konnte das passieren? Wie konnten wir das zulassen! Vielleicht. Aber das tröstet mich nicht. Wir müssen jetzt handeln! Jeder Tag kostet zerschundene Körper und tote Seelen. Darum müssen wir im Gespräch bleiben. Und darum interessieren mich eure Motive.

  • Glaubt ihr, dass es Männern gefällt, wenn ihr pro Prostitution seid? – Oder verachten nicht gerade Männer das, weil sie viel besser wissen, was Prostitution wirklich ist?
     
  • Glaubt ihr, Prostitution sei sexy, weil ihr selber manchmal „schmutzige“ Fantasien habt, in denen ihr euch „verkauft“? – Dann solltet ihr den Unterschied zwischen Fantasie und Realität bedenken.
     
  • Glaubt ihr, Prostitution sei identisch mit Sexualität? – Dann solltet ihr mal Prostituierte und Freier nach ihren wahren Motiven und wahren Gefühlen fragen (nicht die, die sie ihren Kunden vorspielen). Frauen, die sich prostituieren, geht es ums Geld, meist haben sie keine andere Wahl. Freiern geht es um Machtausübung: Einmal nicht diskutieren bzw. nach ihrem Begehren fragen, sondern einfach fordern.
     
  • Glaubt ihr, es gäbe Prostituierte, denen das Spaß macht? – Dann solltet ihr mal die wunden Vaginas und zerrissenen Münder der Prostituierten sehen, die zehn, zwanzig Freier am Tag für 20, 30 Euro pro Nummer akzeptieren müssen. Fürs schiere Überleben.
     
  • Glaubt ihr, dass wir uns nicht einzumischen haben in die Verhältnisse, unter denen die Mehrheit der Prostituierten in Deutschland arbeitet? – Aber warum protestiert ihr dann gegen die Arbeitsbedingungen von ArbeiterInnen bei Amazon? Die bekommen immerhin einen Lohn über dem Mindestlohn und leben in Containern. Die meisten Elendsprostituierten träumen (nach Abzug der Zimmermiete) von einem solchen Stundenlohn. Und sie müssen in der Regel in den Betten schlafen, in denen sie die Freier bedienen.
     
  • ​Glaubt ihr, es sei altmodisch zu sagen: Der Körper ist keine Ware? Und denkt ihr, dass man im Kapitalismus alles verkaufen sollte, was kommerzialisierbar ist? – Dann müsstet ihr zum Beispiel auch für die Legalisierung des Organhandels sein oder der Leihmutterschaft.
     
  • Glaubt ihr, man könnte, ja sollte Sexualität und Gefühl trennen? – Oder kennt ihr in Wahrheit selber die Leere, die diese Trennung zurück lässt?
     
  • Glaubt ihr, „diese Frauen“ seien eben anders als ihr? – Oder seid ihr einfach zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort geboren?
     
  • ​Glaubt ihr …

Doch was immer ihr glaubt, liebe ­Frauen: Denkt es zu Ende. Was wäre, wenn ihr selber in dieser Lage wärt? In der Lage dieser so fernen Prostituierten, gegenüber auf dem Straßenstrich oder nebenan im „Modelstudio“ bzw. im Bordell.

Und was immer ihr glaubt, bedenkt, wie allein schon die Möglichkeit, zu einer Prostituierten zu gehen, das Begehren und den Blick eines Mannes und eurer Söhne prägen kann. Ein Blick, der sich auch auf euch und eure Töchter richtet.

Und vor allem: Habt Mitgefühl! Habt Mitgefühl mit den Hunderttausenden von Frauen, die das materielle oder seelische Elend in die Prostitution treibt. Wendet euch nicht ab von diesen Frauen. Tragt bei zu ihrem Schutz – und zu ihrer realen Chance auf ein menschenwürdiges Leben. Ein Leben, wie wir, ihr und ich, es so selbstverständlich führen.

Alice Schwarzer

Kommentare

"Glaubt ihr, man könnte, ja sollte Sexualität und Gefühl trennen? – Oder kennt ihr in Wahrheit selber die Leere, die diese Trennung zurück lässt?"
Wenn wir mit dieser Schiene argumentieren, sind wir ganz schnell wieder bei sittlicher, bürgerlicher Moral und der Verurteilung von Frauen, die sich gern körperliche Befriedigung verschaffen, ohne verliebt zu sein. Und das nervt mich allmählich wirklich heftigst. Man kann Sex ohne Liebe praktizieren und gleichzeitig Anti-Prostitution sein. Eine Frau nutzt sich dabei auch nicht ab wie irgendein Gebrauchsgegenstand, vorausgesetzt, sie formuliert ihre eigenen Bedürfnisse und fordert die Befriedigung dieser ein. Als Prostituierte kann sie das nicht, als freie Frau ohne finanzielle Interessen schon. Natürlich kann sie auch entscheiden, nur Sex mit Liebe zu praktizieren, sehe das eine nicht besser als das andere. Mit o.g. Rhetorik holt man sich genau die Moralapostel ins Boot, die einem noch vorschreiben, wie und mit wem man Sex zu haben hat.

"Wenn wir mit dieser Schiene argumentieren, sind wir ganz schnell wieder bei sittlicher, bürgerlicher Moral und der Verurteilung von Frauen"
Sorry, aber das ist Unsinn. Die Trennung von Sex und Gefühl ist auch heute eine, die bei Männern nicht unkritisch gesehen wird und bei der gar nicht klar ist, ob Menschen dazu überhaupt in der Lage sind. Männer sterben in vielen Industriegesellschaften früher als Frauen. Es gibt eine sehr interessante Theorie, die besagt, dass das so ist, weil Männer im Patriarchat dazu erzogen werden, ihre Gefühle von sich selbst abzuspalten. Dass das für Frauen auch erstrebenswert wäre, finde ich sehr zweifelhaft. Wie du direkt von "Gefühl" auf "Verliebtheit" kommst, musst du mir auch mal erklären (?)
Sex ohne jedes Gefühl: Es gibt keine menschliche Interaktion, bei der man nicht irgendeine Art von Gefühl gegenüber dem anderen hat - es sei denn, man ist vollkommen von sich selbst abgespalten - und gesund oder erstrebenswert ist das nicht.

Gefühl in dem Zusammenhang mit Sex spricht, ist Verliebtheit oder Liebe gemeint. Was ich darunter NICHT verstehe, ist Respekt und Empathie, das setze ich bei konsensuellen Begegnungen voraus, davon leben diese, während Prostituierte und Freier einander verachten. Wenn ich sage, ich fühle nichts für einen Mann, mit dem ich schlafe, dann achte ich ihn dennoch als Individuum, tue nichts gegen seinen Willen und dasselbe erwarte ich von ihm.

...ist im übrigen eher auf die Anzahl der Partner bezogen als darauf, ob sie dabei Gefühle haben soll oder nicht. Im bürgerlichen Patriarchat sollte sie sich auch eher nicht verlieben, damit der Vernunftehe nichts im Weg steht und sie nicht zu früh Kinder bekam mit einem Mann, der diese nicht versorgte und ihr Schande brachte. Verliebtheit war und ist keine bürgerliche Tugend ebenso wie Affekt es auch nicht ist.

Zum Artikel: Tja, schade. Ich glaube, viele dieser "anderen Feministinnen" haben auch nur ein Halbwissen zu dem Thema, dass die aus den Talkshows haben, in die die entsprechenden Vertreter der Prostitutionslobby sich einkauft haben. Da scheidet sich dann, ob man Feminismus als Lifestyle betreibt, um sich zu profilieren und zu schmücken oder wirklich etwas verändern will und sich wirklich für Themen interessiert.

"Gefühl in dem Zusammenhang mit Sex spricht, ist Verliebtheit oder Liebe gemeint" Das würde ich aus dem Text nicht so herauslesen. Ich glaube nicht, dass hier gemeint ist, die Frau erträgt es nicht, weil sie nicht in ihn verliebt ist, sondern, wie Prostituierte es auch berichten, sie erträgt es nicht, weil sie ihr inneres Erleben nicht von sich abspalten kann & eben nicht am Mann interessiert ist, kein bisschen Vertrauen zu ihm hat & er sie auch als Person übersieht & auf ihrem intimsten Raum wie 1 aufgezogene Puppe (die sich nach seinen Vorgaben bewegt) benutzen möchte.
Allgemein ist bei "Gefühle" in Bezug auf Sex m. Erfahrung nach nicht immer Verliebtheit gemeint. Gerade bei diesem Thema, wie oben beschrieben.
In meinem Umfeld wurden Frauen übrigens immer nur für die *Zahl* der Sexualpartner verurteilt und zwar egal, ob sie verliebt waren oder nicht. Wenn 1 Frau für sich selbst sagt, sie will nur Sex wenn sie verliebt ist, würde ich ihr das auch nicht als unempanzipiert ankreiden.

"Eine Frau nutzt sich dabei auch nicht ab wie irgendein Gebrauchsgegenstand"
Dieser Satz ist mir bei dir öfter aufgefallen. Diese Wahrnehmung, die du häufig zitierst, ist eine auch heute unter vielen Männern noch verbreitete. Da musst du dich von distanzieren. Allgemein, sich davon lösen, wie Männer solche Begegnungen schonmal einordnen. Das sind teilweise tief eingeprägte patriarch. Besitz-Sichtweisen.
Dazu gehört: Solange du k1 neuen Freund hast, denkt er, du bist nicht von ihm los / da ist noch was (erlebt). Oder"Wenn eine Frau mit mehreren Partnern Sex hatte, finde ich sie eklig" (gehört). Oder auch: "Wenn ich schnellen Sex mit ihr hatte, hab ich sie abgezogen und sie irgendwie beschmutzt, jetzt bin ich 1 Gangster" (gehört) -> Wichtig ist, sich nicht davon abhängig zu machen, wie man gerade aus *seinen Augen* aussieht. Seine Meinung wird sich nicht ändern, aber du kannst sich über dich selbst definieren: "Ich habs getan, weil ich Spaß dran hatte. Was er denkt, ist mir egal."

ja, wir brauchen eine Moral! zitat: prostitution ist eine schädliche, kulturelle praktik und keine legitime form von frauenarbeit. es ist fast ausschl. eine praktik, die durch und i.d. körpern von frauen und zum nutzen von männern ausgeführt wird.in bezug auf die prostitutoren (sexkäufer) beinhaltet sie die stereotype rolle der männer; sie üben ihr patriarchales recht aus, indem sie die körper von frauen zu ihrer befriedigung benutzen. wenn i.d. zukunft d. frauen gleichberechtigt sein werden, so wird es weder platz für untertänige ehen noch f.d. industrie d. prostitution geben, die genau diesen trad. missbrauch der körperl. autonomie u.d. ausübung d. männl. rechts auf sex auf den markt platziert." (Sheila Jeffreys - Die industriealisierte Vagina)

Ich denke, dass Frau Schwarzer bewusst von Gefühl und nicht von Liebe gesprochen hat. Denn bei der Prostitution geht es darum, dass die Frauen ohne eigenes Begehren und eigene Erregung Sex mit den Freiern haben und alle Gefühle dabei verdrängen. Bei einem ONS verspürt wohl niemand Liebe oder Verliebtheit, wohl aber Gefühle wie Erregung, Begehren etc. Eben alles, was dazu gehört, um guten Sex zu haben. Menschen (Frauen und Männer), sollten Sex nie von Gefühlen trennen, da das bedeuten würde, dass sie es eigentlich nur unfreiwillig über sich ergehen lassen. Ich als Frau kann gut Sex ohne Liebe haben, aber nicht ohne Gefühl.

@ Leandra: aber eben genau diese patriarchale Auffassung von Frauenkörpern teile ich ja NICHT. Ich sage ja, eine Frau ist kein Gebrauchsgegenstand, sondern handelndes Subjekt ihrer Sexualität. Prostitution wirkt genau dieser Selbstbestimmtheit entgegen und ist eine Zuspitzung patriarchaler Verhältnisse.

Profilfoto von Violine

Vollste Zustimmung liebe Alice!! Wie konnte das passieren? Das wüsste ich auch gerne.
Scheinbar werden Prostituierte kaum noch als Menschen wahrgenommen, die in Not sind. Wie sonst wäre es zu erklären, dass für alles Mögliche demonstriert wird, aber nie – bis auf die Femen versteht sich – für Prostituierte? Ist die Entmenschlichung bereits so weit fortgeschritten? Sind die BefürworterInnen nicht mehr in der Lage die Realität wahrzunehmen? Die Realität des menschenunwürdigen Lebens von Prostituierten? Ehemalige Prostituierte erklären öffentlich dass Prostitution sexuelle Gewalt ist. http://spaceinternational.ie/ Freier schreiben in Freierforen voller Frauenverachtung. http://freiersblick.wordpress.com/ Ist Sklavinnenkauf jetzt wieder in? Haben Deutsche ProstitutionsbefürworterInnen ein anderes Verständnis von Menschenrechten? Scheint so. LG Violine

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