Stern-Klage

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Wie schwach ist Goliath?

Oder: Wie der Stem versucht, uns mürbe zu machen. Sicher, wir haben angefangen. Und wir bereuen das nicht. Doch: So haben wir das nicht gemeint. Wer denkt, dass es dem Stern genügen würde, dass er, obgleich moralisch leicht angeknackst, juristisch doch als Sieger aus der Titelbildklage hervorgegangen ist, der

Das Urteil und seine Folgen

26. Juli, 12 Uhr 45. Einer der wenigen heißen Tage, selbst in Hamburg. Gerade hat Vorsitzender Engelschall "im Namen des Volkes" das letzte Wort des 17 Schreibmaschinenseiten umfassenden Urteils verkündet. "Hochachtung vor dem Mut und dem Engagement der Klägerinnen" habe er, und darum tue es

Antwort an Nannen & Co

Die Heftigkeit der Reaktion ist entlarvend. Einen seitensprengenden Kommentar diktierte Bundesdeutschlands Medien-Halbgott Augstein aus seiner Chefetage, und auch der direkt visierte Stern nahm's nur scheinbar auf die leichte Schulter. Auf Grund eines immer noch wachen journalistischen Instinktes fand er das Thema allemal titelwürdig, wenn er auch gleichzeitig versuchte zu verniedlichen... Nicht Qualität, Quantität signalisierte die Getroffenheit der anderen Seite.

Die Antwort des Stern

"... so soll es den Beklagten und all den Frauen recht sein, die nicht beleidigt sind, wenn es Männer sind, die sie begehren" . Der nachfolgende Text ist, leicht gekürzt, die Antwort des Stern an das Gericht auf die Klageschrift der zehn Frauen. Haupt"argument" ist der Versuch der Diffamation der Klägerinnen.

"Wir klagen an!"

Ging es den Klägerinnen, neben Alice Schwarzer auch Inge Meysel, Erika Pluhar und Margarete von Trotta, um Nacktheit und „ästhetisch schöne Frauenkörper“? Nein, es ging um Machtverhältnisse. Das erklärt die immer noch (oder erst recht wieder) lesenswerte Anklageschrift.

Kampf um Menschenwürde

Was war los in jenem Sommer 1978? Wie aus der von EMMA initiierten Klage eine von Millionen unterstützte Debatte quer durch die ganze Gesellschaft wurde. Erst wurden die Empörten als freudlose „Grauröcke“ und „Klageweiber“ abgestempelt. Am Ende war selbst der Richter auf ihrer Seite.
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