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Schafft den 8. März ab!
Auch in diesem Jahr wird am 8. März vieles passieren, was mir Freude macht: die Iranerinnen in Deutschland gehen für die Menschenrechte in ihrer Heimat auf die Straße; die Frauen in Wittenberg klettern auf die Kirchturmspitze und flaggen: Mehr Frauen an die Spitze!; in der ganzen Welt marschieren Frauen, wie jedes Jahr, mit beim Marche Mondiale für mehr Frauenrechte – und last but not least präsentiert EMMA an diesem 8. März ihre frisch relaunchte neue Homepage. Ja, und dann sind da noch all die Politiker und Politikerinnen, die an diesem Tag den Frauen in ihren guten Stuben einen Sekt ausgeben; und das in Vorwahlzeiten besonders gerne in Anwesenheit der Medien. Nicht zu vergessen die Zeitungen, die entweder beflissen die Frauenevents zum 8. März melden oder aber mal wieder ihre Glossenschreiber antreten lassen.jetzt lesen
Antwort an den deutschen Rapper Nr.1
Hey Bushido, als ich dich vor drei Jahren in meine Talkshow einlud, um mit dir über deine kruden und menschenverachtenden Songs zu reden, da hast du gekniffen. Jetzt sehe ich im Internet, dass du davon träumst, mit mir zu sprechen. Und in deiner Phantasie stellst du dir vor, dass ich zu dir sage: "Hey, Bushido, wie waren denn die Titten damals von deiner Mutter? Als du als kleiner Junge daran gesaugt hast." Und du würdest mir antworten: "Ey, Fotze! Fick dich ins Knie!" Hallo? Seit wann habe ich pornografische Phantasien mit stillenden Müttern? Die hast du! Und genau das ist dein Problem.jetzt lesen
Liebe Bischöfin Käßmann,
Sie werden gerade von rechts bis links gescholten für eine Selbstverständlichkeit: für Ihre Kritik am Afghanistan-Einsatz Deutschlands. Sie sollten sich nicht beirren lassen. Denn: „Am 4. September um 1.21 Uhr entschloss ich mich, zwei am Abend des 3. September entführte Tanklastwagen sowie an den Fahrzeugen befindliche INS durch den Einsatz von Luftstreitkräften zu vernichten.“ – Mit diesen Worten beschrieb Oberst Klein, der für den Tod von vermutlich 142 Menschen verantwortlich ist, sein Motiv zum Einsatzbefehl. Wie wir inzwischen wissen, bestand der deutsche Befehlshaber auf der Bombardierung, obwohl die ausführenden amerikanischen Piloten zögerten und abrieten.jetzt lesen
Der Türkenkreis
Wer weiß, was ein „Türkenkreis“ ist? Ich vermute, die wenigsten wissen es. Ein „Türkenkreis“ ist ein Kreis von vier, fünf, sechs Menschen (es müssen keine Türken sein), die innerhalb dieses Kreises einen Menschen hin- und herschleudern. Das kann lustig sein, wie bei meinen Dorfkindern, die immer wenige Tage vor Heiligabend in meinem alten Fachwerkhaus sturmfreie Bude haben, von 10 bis 18 Uhr. Die meisten wollen länger bleiben. Diesmal waren es rund zwanzig, zwischen drei und 14 Jahren.jetzt lesen
Meine iranischen Taxifahrer
In Köln ist mindestens jeder zweite Taxifahrer ein Iraner. Manchmal sitzt noch ein echt kölscher Jung oder auch ein echt kölsches Mädchen am Steuer - wie die muntere Blondine neulich aus Nippes -, manchmal auch ein Türke. Aber doch meistens ein Iraner. Und diese persischen Taxifahrer sind dann von Beruf eigentlich Arzt oder Literaturprofessor oder Ingenieur. Der heute morgen war Ingenieur. Er ist 1992 nach Deutschland gekommen und hat hier seine Frau kennengelernt. Eine Iranerin, klar. Tochter Mona ist in Deutschland geboren. Jüngst war sie mit dem Vater im Iran und hat ihn verwundert gefragt: Warum sind die Menschen hier nicht frei? Und der Vater hat ihr geantwortet: Weil deine Großeltern und die meisten ihrer Generation einen Fehler gemacht haben. Sie haben den Schah weggeschickt und gehofft, es würde besser. Nun ist aber alles nur noch viel schlimmer geworden.jetzt lesen

