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Der tiefe Fall von Strauss-Kahn & Anne Sinclair
Bei dem tiefen Fall des Beinahe-Präsidenten Dominique Strauss-Kahn (DSK) stürzt, Hand in Hand, seine Noch-Ehefrau Anne Sinclair, mit. Und mit den beiden ihre einstigen Copins und Sympathisanten. So veröffentlichte ausgerechnet die linksliberale Wochenzeitschrift Nouvel Observateur, bis vor kurzem das Hausblatt von DSK, jetzt den Vorabdruck eines Sudelbuches über das „Schwein“. Als solches bezeichnet Marcela Iacub, Kolumnistin der linken Libération, den Ex-IWF-Chef, gegen den zurzeit Ermittlungen wegen Zuhälterei laufen. Iacub, im Hauptberuf Rechtsphilosophin (sic), schreibt gleichzeitig, wie „verrückt“ sie nach dem Schwein war und erzählt in ihrem schmalen Büchlein „belle et bête“ („schön und dumm“ oder „Die Schöne und das Biest“) die Geschichte ihres Verhältnisses mit Strauss-Kahn: von Januar bis Juli 2012 – also im Tiefpunkt des Skandals. Die Buch-Debutantin verheimlicht nicht, dass sie vom ersten Tag des Verhältnisses an mitgeschrieben hat und plaudert auch eine Begegnung mit Anne Sinclair aus. Die hält die Besucherin für eine Sympathisantin und legt sich keinerlei Zwang auf. „Was ist denn schon dabei, wenn man sich von einer Putzfrau saugen lässt“, sagt sie. Daraufhin befindet die Ex-Geliebte über die Noch-Ehefrau (deren Mann sich längst mit anderen öffentlich zeigt): Sinclair halte ihren Mann für einen der „Herren der Welt“. - Wohl nicht zuletzt, um von all dem abzulenken, hat die Journalistin Sinclair gerade ein Buch über ihren Großvater, den Kunsthändler, veröffentlicht. Damit kommt sie auch nach Deutschland.jetzt lesen
Wie normal ist die Homo-Ehe?
„Union gibt Widerstand gegen Homo-Ehe auf.“ So lautete am Samstag die Schlagzeile auf Seite 1 der Süddeutschen Zeitung, die mir am Bahnhofskiosk in die Augen sprang. Umgehend kaufte ich die Zeitung. Denn dieser eine Satz machte mir schlagartig klar, was für eine Kulturrevolution wir da gerade erleben. Erst 1969 ist der Paragraph 175 abgeschafft worden, der männliche Homosexualität mit Gefängnis bestrafte (und weibliche ignorierte). Und erst seit Beginn der 1970er Jahre forderte die Frauenbewegung, sowie die darauf folgende Schwulenbewegung, die Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität - unter dem Kopfschütteln der meisten Bürger und Bürgerinnen in unserem Lande. Und selbst als EMMA 1984 als erste in Deutschland die Homo/Lesben-Ehe forderte (Titelstory!), da tat sie das versehen mit einem Fragezeichen. Die Forderung schien uns zwar konsequent, doch utopisch. Denn auch die Mehrheit der „antibürgerlichen“ Linken sowie „anti-Ehe“ Feministinnen war dagegen und kritisierte damals EMMA scharf. Und selbst ich, die ich damals erstmals das Recht auf die Homo-Ehe forderte – mit dem Argument, es sei „glatt revolutionär“ und eine „Unerhörtheit, die homosexuelle Liebe so ernst zu nehmen wie die heterosexuelle“ – selbst ich konstatierte gleichzeitig: „Ich bin sicher, dass diese Gesellschaft homosexuellen Frauen und Männern nie das uneingeschränkte Eherecht zugestehen wird!“ Ich sollte mich irren. Jetzt also auch noch die CDU.jetzt lesen
Zum Unterschied zwischen Herrenwitz & schwarzem Humor
Am 4. Februar erhielten die "Sehr geehrten Mitglieder der EMMA Redaktion" Post von einem deutschen Professor aus Heidelberg. Er fragte scheinbar besorgt an, ob die in der FAS als "Männerwitze" zitierten Scherze denn wirklich von uns seien - oder ob wir wegen Verleumdung klagen würden? Drei Tage später meldete sich der nicht minder - und in Sachen Emanzipation in den letzten Jahren zunehmend - besorgte Hauskomiker des Zeit-Magazins, Harald Martenstein, zu Wort. Auch er hatte inzwischen die bösen, bösen EMMA-Witze gelesen und zittert seither offenbar vor einer Zukunft, die weiblich sein könnte. Was, fragen diese älteren Herren im Lande des Herrenwitzes, ist davon zu halten, dass manche Frauen es noch toller treiben als die Männer?jetzt lesen
Sehr geehrter Kardinal Meisner
Sie sind es gewohnt, kritisiert zu werden. Nicht nur von Feministinnen, auch von KatholikInnen, ja überhaupt von Menschen, deren Unmut über die repressive Politik der katholischen Kirche immer lauter und lauter wird. Da ist es nur fair, Sie auch zu loben, wenn Sie etwas richtig machen. Und das haben Sie gerade getan. Sie haben in der Debatte um die "Pille danach" die Menschlichkeit sprechen lassen. Das heißt, Sie wollen nicht länger in Gottes Namen Frauen nun schon bei drohender Schwangerschaft zwingen, ein noch gar nicht befruchtetes Ei auch befruchten zu lassen. Es scheint Ihnen plötzlich mit Ihrem Glauben vereinbar, dass die „Pille danach“ diese Befruchtung verhindert. Und: Aus Ihrer Presseerklärung lese ich noch mehr heraus.jetzt lesen
Ab sofort wird nicht mehr gelächelt!
Ja, der Sexismus ist allgegenwärtig, und je jünger die Frau, umso mehr muss sie sich darauf gefasst machen, geilen Blicken und sabbernder Anmache ausgesetzt zu sein. Auch heute noch, 33 Jahre nach der von Feministinnen initiierten ersten internationalen UN-Studie über Sexismus am Arbeitsplatz. Damals fühlte sich jede zweite Frau belästigt. Und es sind heute nicht weniger, glauben wir dem #aufschrei auf Twitter (und der gleichzeitigen Empörung in Politikerkreisen, sie werden wissen, warum). Aber: Etwas ist anders als damals.jetzt lesen




