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Post von Kachelmann
Am Sonntagabend war ich bei Anne Will, Thema: Der Fall Kachelmann. Dazu habe ich, nicht weiter erstaunlich, reichlich Post und Kommentare erhalten. Aber eine Email, die noch am selben Abend gegen Mitternacht eintraf, hat mich dann doch überrascht. Sehr überrascht. Es ist die Email von „jk“, Jörg Kachelmann. Doch erstmal die anderen. Auffallend ist, wie viele Juristinnen geschrieben haben. Darunter nicht nur Susanne Fried aus Zürich, die nochmal daran erinnerte, dass die entlarvten Lügen der Klägerin (Sie hatte schon länger von der „Anderen“ gewusst als zunächst zugegeben) keinesfalls tatrelevant sind und „nichts aussagen über ihre Glaubwürdigkeit als Vergewaltigungsopfer“. Besonders interessant fand ich die Email von Sibylle von Bethusy-Huc, Rechtsanwältin aus Münster. Sie schrieb: „Ich habe als Rechtsanwältin die Hälfte der Kinder im Montessori-Prozess vertreten. Der Spiegel hat über den Prozess aus meiner Sicht nicht nur berichtet, sondern ihn auch mit geführt.jetzt lesen
Parade der Liebe?
Es ist mehr als richtig, so entschieden nach den Verantwortlichen zu fragen. Nach denjenigen, die in der 490.000-Einwohnerstadt Duisburg eine Millionen-Parade genehmigt haben. Und es ist schockierend, dass der zumindest politisch verantwortliche Oberbürgermeister der Stadt, Adolf Sauerland (CDU), nicht schon längst zurückgetreten ist. Denn selbst wenn er nicht persönlich die Loveparade wenige Stunden vor Start genehmigt hätte, wie es jetzt heißt, wäre das eine Frage des Taktes. Aber mich beschäftigt seit Samstagabend noch eine ganz andere Frage. Wie funktioniert das eigentlich: Auf Menschen so lange drauf treten bzw. gegen sie quetschen, bis sie tot sind? So schnell stirbt man doch nicht. Schreien die Getretenen und Gestoßenen nicht? Spüre ich nicht, dass ich da auf Menschen trete?jetzt lesen
Hatun & Can: Die bittere Wahrheit
Am 31. März wurde Udo D., alias Andreas Becker, verhaftet. Am 10. Mai wies das Berliner Kammergericht dessen Haftbeschwerde zurück. Grund: Es besteht „dringender Tatverdacht auf gewerbsmäßigen Betrug in einem besonders schweren Fall“. Der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Hatun & Can wird also wohl im Moabiter Gefängnis bleiben, bis nach den Sommerferien der Prozess eröffnet wird. Es drohen ihm mehrere Jahre Gefängnis. Bereits vor Weihnachten 2009 war der Löwenanteil der halben Million Euro, die ich bei „Wer wird Millionär?“ erspielt und an den Verein gespendet hatte, beschlagnahmt worden: 382.000 Euro auf dem Konto und der 60.000-Euro-BMW. Doch allein im Jahr 2009 fehlen 164.067 Euro auf dem Vereinskonto – rund 60.000 aus meiner Mammut-Spende und der Rest aus den vielen großen und kleinen Spenden, die engagierte Frauen und Männer dem Verein gespendet hatten, der angeblich muslimischen Mädchen in Lebensgefahr half. Wo das Geld geblieben ist?jetzt lesen
Viva La Nationalmannschaft
Nein, ich verstehe gar nichts von Fußball. Und ich schalte die Spiele von „La Nationalmannschaft“ – wie die Franzosen, bei denen ich gerade weile, mit schaudernder Bewunderung zu sagen pflegen – meist erst in den letzten 10 Minuten an. Aber ich lese, was über die Weltmeisterschaft geschrieben wird. Und ich schließe aus der medialen Hatz, dass ich für kein Geld der Welt Nationaltrainer oder Spieler sein möchte. Da entscheidet ein einziges Tor über Wohl und Wehe. Nach der 0:1-Niederlage gegen Serbien war Löw noch der Loser – jetzt ist er wieder auf dem Weg zum Helden...jetzt lesen
Die Pille - was für eine Befreiung!
Die Pille wird 50. Auf dem Papier. Denn bis diese revolutionäre amerikanische Erfindung auch uns Frauen in Deutschland erreicht hatte, bis die Ärzte bereit waren, sie uns zu verschreiben, und bis wir uns trauten, sie auch zu nehmen – das dauerte nochmal ein paar Jahre. Ich habe die Pille ab Mitte der 60er Jahre genommen, also mit 22, 23. Über etliche Jahre. Und ich bin eine von vielen Millionen Frauen, die die Pille für ein Geschenk Gottes halten, wenn ich das in dem Zusammenhang so sagen darf. Und das trotz gewisser Einschränkungen, die sehr rasch klar wurden. Denn die Zeit vorher, das war einfach die Hölle. Entweder hatten Frauen mit Männern zu tun, die gar nicht verhüteten. Oder aber Verhütung war – bei einer Minderheit der Paare – zwar ein Thema, aber die Fehlerquellen waren immens. Zyklus ausrechnen. Temperaturen messen. Verschämt Präservative kaufen. Das alles war ein ewiger Krampf und über allem schwebte die unbeschreibliche Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft.jetzt lesen

