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Der Fall Kachelmann, Nr. 6
Am Montag war der erste von insgesamt 13 geplanten Verhandlungstagen gegen Jörg Kachelmann, der weiterhin der „schweren Vergewaltigung“ mit Todesdrohung angeklagt ist. Ich war dabei und werde auch in den kommenden Wochen an den entscheidenden Tagen im Sitzungssaal 1 des Mannheimer Landgerichts auf meinem Platz Nr. 26, Reihe 2 sitzen. Die erste Sitzung wurde bereits nach wenigen Minuten beendet. Aber sie war dennoch aufschlussreich. Denn überraschend nahm auch das mutmaßliche Opfer an der Verhandlung teil. Was übrigens, erstaunlicherweise, nicht alle anwesenden Journalisten mitbekamen.jetzt lesen
Der Fall Kachelmann, Nr. 5
Am Montag beginnt der Prozess gegen Jörg Kachelmann, angeklagt der „besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung“. Erst in der dritten Verhandlungswoche wird die Klägerin, seine Ex-Freundin, vernommen werden. Mit dem Urteil ist Anfang/Mitte November zu rechnen. Ich werde in Mannheim dabei sein und einige der Verhandlungen im Saal 1 des Landgerichtes mitverfolgen. Denn manchmal muss man etwas selber erleben und darf sich nicht nur mit Informationen aus zweiter Hand begnügen. Vom ersten Prozesstag an werde ich nicht nur weiter für EMMA über den „Fall Kachelmann“ berichten, sondern den Prozess auch in BILD wöchentlich kommentieren. Bevor es nun wieder losgeht mit BILD („Wie können Sie nur…“) ein paar Worte dazu.jetzt lesen
Der Fall Kachelmann, Nr. 4
Während Der Spiegel sich Sorgen macht um die Machtverhältnisse in der Wetterfirma, in der Jörg Kachelmann 49 Prozent der Anteile hält, und seinen geneigten LeserInnen suggeriert, Kachelmanns Geschäftspartner Frank-Bernhard Werner sei ein ganz böser Bube, der die Gunst der Stunde gegen den armen K. ausnutzen wolle – gleichzeitig läuft im Internet eine virtuelle Treibjagd gegen die Frau, die ihren Ex-Freund wegen Vergewaltigung mit Todesdrohung angezeigt hat. Während die Facebook-Seiten „Kachelmann ist schuldig“ genau 15 BesucherInnen „gefällt“, bekennen sich zu der Seite „Free Kachelmann“ 2.530 Frauen und Männer. Und die AktivistInnen unter ihnen scheinen ganz genau zu wissen, was von dem mutmaßlichen Opfer zu halten ist. So postet ein Mann unter der abgebildeten Autogrammkarte des vermeintlichen Opfers: Das ist „eine faule Luxusfrau“, die „viel Geld von Kachelmann abgezockt“ und „irgendwann diese Vergewaltigungsgeschichte erfunden“ hat.jetzt lesen
Der Fall Kachelmann, Nr. 3
Medial gesehen nimmt der Fall Kachelmann langsam absurde Züge an. Wider jedes bessere Wissen vertreten manche Medien offensiv die Auffassung, Kachelmann sei unschuldig und das Opfer einer verlogenen, rachsüchtigen Frau. Führend sind bei der Kampagne Der Spiegel und Die Zeit. Dabei steht bisher Aussage gegen Aussage, sind die vorliegenden Gutachten widersprüchlich und längst noch nicht alle prozessrelevanten Informationen öffentlich. Macht nichts. Der Spiegel veröffentlichte Jubelkommentare zur Freilassung aus der Untersuchungshaft („Endlich!“), Rührstorys über den armen Mann „auf der Flucht“ und Reinwasch-Interviews mit dem Angeklagten („Ich bin unschuldig“), obwohl der durchaus weiterhin der „besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung“ beschuldigt wird. Die in Justizirrtümern spezialisierte Zeit-Gerichtsreporterin Sabine Rückert ging sogar so weit, schon am 24. Juni gleich ein ganzes Dossier darüber zu schreiben, warum bereits die Anklage Kachelmanns haltlos sei. Ja, mehr noch: Die Journalistin bot offensichtlich dem Verteidiger Kachelmanns eine Zusammenarbeit an. Vor dem Prozess.jetzt lesen
Der Fall Kachelmann, Nr. 2
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