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Die Lüge des Kachelmann-Verteidigers Johann Schwenn
Es ist Dienstag, 15.45 Uhr. Gerade habe ich das Landgericht Mannheim verlassen, wo Kachelmanns Verteidiger erwartungsgemäß Freispruch für seinen Mandanten gefordert hat. Die Kosten soll die Staatskasse tragen (inklusive der Honorare für die Riege der von der Verteidigung zusätzlich bestellten Gutachter). Und das mutmaßliche Opfer soll Schadensersatz an den unschuldig Beschuldigten zahlen. Der blickte stoisch in die Luft und antwortete auf die Frage des Richters, ob er ein letztes Wort sprechen wolle, nur knapp: "Nein, danke."
Sein gewohnt niedriges Niveau hat der Kachelmann-Verteidiger Johann Schwenn am letzten Tag vor dem Urteil noch unterboten. Unbequeme Gutachter nannte er „Spökenkieker“ und Journalisten, die nicht stramm auf seiner Linie sind (wie die Zeit-Berichterstatterin Rückert), bezichtigte er jüngst schon mal als „Pack“ und diesmal im Kriegsjargon als „embedded“.
Der Stil der Manipulationen dieses Verteidigers mag auch an meinem eigenen, recht überschaubaren Exempel nachvollziehbar sein. In seinem Plädoyer behauptete Johann Schwenn heute doch tatsächlich, „die Zeugin Schwarzer“ (die er im Verlauf seiner Rede auch schon mal als die „alberne Emma“ bezeichnete) habe geschrieben: „Ein Freispruch des Angeklagten hätte eine verheerende Wirkung für alle Frauen“.
Dies ist selbstverständlich nicht zutreffend. Wie käme ich dazu, eine solche Ungeheuerlichkeit zu schreiben?! Denn das hätte ja sowohl die Schuld Kachelmanns von Anbeginn an vorausgesetzt (so wie Rückert in der Zeit Monate vor Beginn des Prozesse die Unschuld Kachelmanns und die rachsüchtige Lüge der Ex-Freundin behauptet hatte), als auch eine Art Kollektivhaftung des Angeklagten für das Glück aller Frauen. Doch die Möglichkeit, eine Lüge mitten in der Verhandlung zu korrigieren, besteht natürlich nicht. Es sei darum hier nachgeholt.
Was also hatte ich in Wahrheit geschrieben? Eigentlich das Gegenteil, nämlich in der EMMA-Ausgabe von Oktober 2010: "Sollte das Gericht die Wahrheit nicht herausfinden und käme es auf einen Freispruch ‚Im Zweifel für den Angeklagten’ raus, dann wäre das eine Katastrophe. Und zwar nicht nur für die Ex-Freundin und Jörg Kachelmann, sondern für Millionen Frauen. Sie, die endlich angefangen haben zu reden, würden wieder verstummen.“
Eine Katastrophe also für beide: für sie UND für ihn. Denn der Zweifel bliebe, für beide... Dieses kleine Beispiel gewährt einen großen Einblick in die chronisch diffamatorischen Praktiken dieses „Star-Anwaltes“. Meine ich. Und es lässt ahnen, wie Johann Schwenn wohl mit all den anderen umgehen mag, die ihm nicht passen: allen voran mit dem mutmaßlichen Opfer, den Staatsanwälten, den Richtern… und den JournalistInnen, die ihm nicht so ergeben sind wie die Zeit-Berichterstatterin.
Eigentlich schwer vorstellbar, dass seriöse Richter sich von solchen Methoden beeindrucken lassen. Am kommenden Dienstag wird das Urteil gesprochen. Wir dürfen gespannt sein.
Alice Schwarzer
- 104 Kommentar(e)





Vergewaltiger sind raffiniert
Sehr geehrter feministisch gesinnter Mann, "Wenn es sich um eine Anschuldigung aus Rache handelte, wofür schließlich einiges spricht, dann hat diese Frau dem feministischen- Ansinnen einer zivilisierten Gesellschaft weit mehr geschadet als ein Kachelmann, selbst wenn er schuldig wäre" "selbst wenn er schuldig wäre?" .... Machen sie sich nicht so viele Sorgen um die Frauen.... denn der Herr Kachelmann hat auf jeden fall gelogen, wie sie richtig bemerkt haben. MFG
Frauen schaden Frauen
Der Feind der Frau ist nicht der Mann per se, sondern der dumme und charakterlose Mann, ebenso wie die dumme und charakterlose Frau. Lügner waren sie erwiesenermaßen beide - Kachelmann vor dem Prozess, die Frau im Prozess. Wenn es sich um eine Anschuldigung aus Rache handelte, wofür schließlich einiges spricht, dann hat diese Frau dem -feministischen- Ansinnen einer zivilisierten Gesellschaft weit mehr geschadet als ein Kachelmann, selbst wenn er schuldig wäre. Ein medial dermaßen präsenter und nachweislich falscher Vergewaltigungsvorwurf würde die Gesamtheit aller Frauen diskreditieren, denen solches tatsächlich widerfahren ist. Jede Frau wird künftig noch stärker als bisher unter dem "ach wer weiß, ob das wirklich so war"-Verdacht stehen. Infolge dessen entsteht eine üble Verharmlosung des ekelhaftesten, was einer Frau passieren kann. Es ist ein Zeichen eines klüngelfreien unideologischen Feminismus auch gegen solche, wenn es erwiesen ist, Schad-Frauen massivst vorzugehen.
Katastrophe ???? Wenn ein Satz entlarvt ......
Ein Freispruch "im Zweifel für den Angeklagten" ist nach Ansicht von A. schwarzer eine Katastrophe für das vermeintliche Opfer, einen angeblichen Täter und alle und alle Frauen ? ........ Entschuldigen Sie, geht's noch ? 90 % aller Freisprüche in Vergewaltigungsverfahren enden so, es slegt in der Natur der Sache bzw. der Tat, bei der zumeist eben keine Zeugen zugegen sind. Wer die Anwendung des Satzes "in dubio pro reo" als Katastrophe empfindet, steht nicht mehr auf dem Boden der geltenden Verfassung und will einen anderen Rechtsstaat, als wir ihn haben bzw. eben gar keinen. Mit derartigem Gedankengut haben wir in Deutschland jedenfalls in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhundert nicht so gute Erfahrung gemacht, wie ich meine. Wer das alles als Katastrophe ansieht, sollte jedenfalls überlegen, was er/sie denn als Alternative anzubieten hat: Vielleicht ja das "gesunde Volksempfinden". Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber dumm-gefährliche Ansichten jedoch sind offensichtlich einfach nicht aus der Welt zu bekommen.
Es muss was passieren
Liebe Frau Schwarzer, auch ich möchte Ihnen danken, für Ihren unermüdlichen Einsatz-egal wie Sie von der Öffentlichkeit fertig gemacht wurden. Was die ständig wiederholte "Unschuldsvermutung" und die -in der Tat- auch zu problematische Täterstärkung? angeht meine ich, dass es doch möglich sein müsste, hier Korrekturen in unserem Rechtssystem anzubringen. D. h. beide dürften nicht lügen, Aussagen verweigern etc. Wie Sie auch immer wieder betonten:Unschuldsvermutung für beide und dem zu Folge auch fairere Bedingungen für Kläger und Angeklagte. Es darf doch so nicht weiter gehen, wenn wir uns doch angeblich alle einig sind, dass Vergewaltigungen schwere Straftaten sind und die Opfer möglicherweise ein Leben lang unter den Folgen zu leiden haben. Gestern bei Maischberger wurde auch ziemlich deutlich, dass z. B. ein Herr Kachelmann womöglch viel besser wieder auf die Füße kommt, als sein mm. Opfer, die selbstmordgefährdet ist nach der Tat und diesem unglaublichen Verfahren.
GLEICHBERECHTIGUNG
Sehr GEEHRTE Frau Schwarzer, Vielen Dank, daß Sie sich für Gerechtigkeit einsetzen und darum bemühen Opfern ein Stimme zu geben.
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Ein schlimmer Tag für die Frauen dieser Welt
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@ Brina
Für Sie ist es ein schlimmer Tag,wie die Frauen dieser Welt denken,können Sie nicht wissen.
Ich denke nicht so.
Kachel und Schwan
In der Tat, nur weil der gute Mann Kachel heisst, und sein Pit Bull, pardon "edler Schwan", können diese Selbstinszenierer sich scheinbar alles erlauben-verkehrte Welt!
Pro Alice Schwarzer
@Anna, ja ich bin männlich, und ich kann die Hetze gegen Frau Schwarzer auch nicht nur ansatzweise verstehen, geschweige denn nachvollziehen. Sie ist intelligent, scharfsinnig und unabhängig. Genau so sollen Frauen sein. Genau, die Unschuldsvermutung gilt für beide Seiten. Ein Mann ist ein toller Hecht wenn er mit vielen Frauen schläft, eine Frau bloss eine Hure. Leider verstehe ich diese Gleichung nicht, da sie mir weltfremd erscheint.
Ein schlimmer Tag für Opfer von sexueller Gewalt
Frage: Wie kann eine Frau zweifelsfrei beweisen, dass sie vergewaltigt wurde? Antwort: Sie ist tot und man findet Sperma!!! Is doch so, die armen Männer sind alle unschuldig, oder werden nicht gefasst. Hey Kachel, kannst Du mich aber bitte, wenn Du schon machst was Du willst, bitte so schlimm zurichten, dass man mir hinterher glaubt!? Ein schlimmer Tag für die Frauen dieser Welt. Auch wenn gilt, im Zweifel für den Angeklagten, weil die Vergewaltigung nicht bewiesen werden konnte, Frauen werden sich jetzt noch weniger trauen. Vergewaltigte Frauen sind eh keine selbstbewußten Menschen, die meisten wehren sich nie. Schon allein was es an Kraft bedeutet, für eine so traumatisierte Frau in die Öffentlichkeit zu gehen. Eine Frau, die einen Prozess anzettelt ist entweder vergewaltigt worden, oder krank im Kopf. Ich weiß natürlich auch nicht, wer Recht hat, aber ich weiß wie mit Menschen umgegangen wird, die behaupten sie wären vergewaltigt worden, man glaubt ihnen nicht. Grauenvoll dieses monatelange bemitleiden eines total verkommenen Mannes, dieses Kachelmannes, der Frauen wie den allerletzten Dreck behandelt. Dieser Kachel, der während seines Vergewaltigunsgprozesses auch noch heiratet, was für eine Pfeife, das ist dasselbe wie Sex in der Besenkammer während die eigene Frau schwanger ist, und was sind das für Frauen, die sich mit solchen Typen abgeben? Das macht mich alles fassungslos. Man wird sexuell mißbrauchten Menschen nie glauben, siehe Odenwaldschule etc., es sei denn sie sind tot, oder halbtot. Liebe Alice Schwarzer, danke dass Sie Ihr Leben lang für mich und alle anderen Frauen den Kopf hinhalten, und sich so anfeinden lassen müssen, ich schäme mich in einem Land, auf einem Planeten zu leben, auf dem die Menschen so unemamanzipiert sind, und sich so unendlich viele Frauen immer noch über Männer definieren, anstatt sich endlich mit ihrem eigenen Geschlecht solidarisch zeigen. Es ist einfach entsetzlich, dass es möglich ist, dass ein Mensch wie dieser Kachelmann, der Frauen verarscht, weiter in der Öffentlichkeit auftreten darf. Ein kompletter Werteverfall, käme ein Raumschiff vorbei, ich würde diesen Planeten mit seinem ganzen Schwachsinn sofort verlassen.
schuld nicht eindeutig erwiesen
Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, wieso viele hier der Meinung sind, das die Schuld Kachelmanns erwiesen sei? Das mutmaßliche Opfer hat gelogen und so ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Entsprechend war das Urteil. Wenn Kachelmann die Tat wirklich begangen hat, wünsche ich ihm das schlimmste an den Hals. Und was die Texte von Ihnen, Frau Schwarzer, angeht: Seit dieser ganze Fall in den Medien breitgetreten wird, stehen Sie an vorderster Front und "kämpfen" gegen Herrn Kachelmann, obwohl zu Beginn dieses Theaterstücks vor Gericht fast keine Informationen über den Fall vorhanden waren. Sowas ist einfach nur niedrigstes Niveau.
@Neil
Sollten Sie ein Mann sein, so danke ich Ihnen. Sie sind dann nämlich der erste Mann in diesem Blog, der sich nicht auf Frau Schwarzer stürzt, als sei sie eine Hexe, die verbrannt gehört. Alles, was ich von Fr. Schwarzer zu diesem Fall gelesen habe ist, dass sie anmahnt, man solle es doch vllt. auch, eventuell, unter Umständen für möglich halten, dass das mm. Opfer eben keine rachsüchtige Schlampe sein könnte und sie eventuell, vielleicht, unter Umständen auch die Wahrheit sagen könnte. So. Was ist an dieser Sicht falsch? Die Unschuldsvermutung gilt für beide Seiten!
mangel an beweisen
mazza sie schreiben: "dem mutmasslichen täter wird auch hier mehr glauben geschenkt, obwohl der freispruch ihn nicht wirklich entlastet." nein dem mutmaßlichen täter wird nicht glauben geschenkt - er hat sich im verfahren ja nur geäußert, dass er unschuldig ist. geglaubt wurde den gutachtern, die zumeist nicht mit den schilderungen des mm. Opfers übereinstimmten. "ich glaube ihr, dass ihr ex-freund sie gegen ihren willen penetriert (in diesem fall vergewaltigt) hat." wie ist dieses vertrauen begründet? doch rein auf emotionaler basis, oder? dann bitte erläuterungen, wie sie nach den gutachtern und sachverständigern auf ein anderes urteil kommen können.
Von der Kaulquappe zum Frosch
Dass sich Schwenn nicht einschüchtern liess und eine härtere Gangart einschlug war selbstverständlich eine psychologische Kriegsführungstaktik, die ihre Wirkung nicht verfehlt hat. Die Frage, die sich jedoch stellt ist, in wie fern das ganze nur inszeniert war, besonders da der Richter nun die Medien zu Sündenböcken verklärt, was gewaltig müffelt. Es ist ganz klar, jeder andere Mann wäre meines Erachtens verurteilt worden, doch Jörg nicht - seltsam. Geld regiert die Welt.
Liebe Frau Schwarzer,
in welcher Welt leben Sie eigentlich? Oder besser: In welcher wollen Sie leben? Das erschließt sich mir nämlich insbesondere im Hinblick auf Ihre jüngsten Äußerungen im Fall Kachelmann nun wirklich nicht. Sicherlich teilen Sie vielleicht meine Meinung, dass in Deutschland jeder einen fairen Prozess verdient hat; selbst dann, wenn die zu verhandelnde Tat in die tiefsten und abscheulichsten Tiefen menschlichen Verhaltens führt. Auch wenn wir als Gesellschaft Mord, Todschlag, Vergewaltigung und andere abscheuliche Taten verachten, so sollten wir uns bei aller Grausamkeit stets daran erinnern, einem geordneten und eben einem durch die Gesellschaft legitimierten (Gerichts-) Verfahren den Vorzug zu geben. Sie wissen, dass ein solches Gerichtsverfahren die Unschuldsvermutung des Beklagten beinhaltet. In Bezug auf Kachelmann ging es doch um eine einzige Frage: Hat Kachelmann seine Lebensgefährtin vergewaltigt – ja oder nein. Worum es nicht ging: Ist Kachelmann ein moralischer Mensch, darf in Deutschland ein Mann (– für Sie: oder auch eine Frau –) mehrere Geschlechtspartner haben. Und der gleichen Fragen mehr. Würde sich Gerechtigkeit mit der Beantwortung letzterer Fragen beschäftigen bzw. beschäftigen müssen, dann hätten wir als Souverän im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung ebensolche Gesetze entwickeln müssen. Gesetze, die unmoralische Verhaltensweisen vergleichbar Kachelmanns Verhalten bestrafen. Ich persönlich kenne derartige Gesetze nicht. Wenn Sie es trotzdem für wünschenswert halten, dass möglichst viele Menschen moralisch handeln, dann möchte ich Ihnen in diesem Punkt ausdrücklich beipflichten. Auch ich halte es in einer Gesellschaft wie der unseren für notwendig, dass ein gewisses Maß an Moral bzw. moralischer Menschen existiert. In unserer freiheitlichen Ordnung kann der Adressat unserer individuellen! Moralvorstellung aber nur das Individuum selbst sein. In genau diesem Sinn senden Sie aber nach meiner Ansicht ein gesellschaftlich zumindest fragwürdiges Signal aus, wenn Sie bezüglich Kachelmanns Urteil etwa feststellen, er habe nicht nur diese Frau gezielt manipuliert. Dies erweckt für mich den Anschein als wünschten Sie, Manipulation (wie auch immer Sie das meinen) müsse strafbar sein. Dem kann ich mich nicht anschließen. Im Übrigen: Haben Sie nicht auch die Medien dahingehend manipuliert, als für Kachelmann die Unschuldsvermutung gelten musste, Sie aber nicht müde wurden, Ihre individuellen Moralvorstellungen zum Maßstab der Beurteilung des Verfahrens Kachelmann zu machen? Mit freundlichen Grüßen Ihr Jörg Rösner
die Wirkung.
Sexuelle Gewalt findet meist hinter verschlossenen Türen statt. Meist sind Täter und Opfer allein, Zeugen weit und breit nicht zu sehen. Allein aufgrund dieser Tatsache wird es immer schwierig bleiben, eindeutig Schuld oder Unschuld des Mannes festzustellen. In Beziehungen wird es noch einmal schwieriger, bei Sexualpraktiken, die dominante und devote Rollen mit einschliesst, wird es dann schier unmöglich die Einvernehmlichkeit auszuschliessen. Ich begrüsse das Urteil im Fall Kachelmann. Es zeigt, dass Gerüchte, Vermutungen nicht ausreichen, einen Menschen juristisch zu bestrafen. Die Bestrafung Kachelmanns ist gesellschaftlicher Natur, sein Image als in der Öffentlichkeit stehender Mensch ist beschädigt - das wird hängen bleiben. Auch Strauss-Kahn hat dieses Schicksal mit ihm gemein: Auch ohne Prozess, ohne Verhandlung, ohne Urteil, musste er seinen Posten räumen. Nur Dank seines finanziellen und familiären Backgrounds trifft ihn dies nur bedingt. Was ist aber wenn Herr Mustermann als Bäcker aufgrund von nicht beweisbaren Anschuldigungen seinen Laden schliessen muss, weil die Kundschaft ihn ab sofort meidet? Dann wird schnell deutlich, wie schnell eine nicht, kaum oder schwer beweisbare Äusserung, eine Anschuldigung, eine ungeheuerliche Macht bekommt. Ein Rechtssystem muss sich daran messen lassen, wie es auch mit dieser Gefahr umgeht, ohne die Gefahr zu vergessen, dass Frauen resignieren, ihre wirklichen Peiniger anzuzeigen.
FASSUNGSLOSIGKEIT!
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fatale signalwirkung
" in einer ersten reaktion kritisierte auch die frauenrechtsorganisation terres des femmes den freispruch. durch die berichterstattung um diesen prozess und die vorverurteilung der klägerin in teilen der öffentlichkeit geht ein fatales signal aus an alle betroffene von sexualisierter gewalt - sie werden sich in zukunft noch weniger trauen, anzeige bei einer vergewaltigung zu erheben.ausserdem werde gewalttätigen männern nicht das gefühl vermittelt, dass übergriffiges verhalten gegenüber frauen verwerflich sei. selbst eine moralische ächtung durch die öffentlichkeit ist kaum vorhanden, wenn sich prominente für beschuldigte männer öffentlich einsetzen." (stolle) das gerichtsurteil wurde im gerichtssaal auch noch mit jubel aufgenommen, obwohl kachelmanns unschuld nicht wirklich erwiesen ist. ich glaube der ex-freundin. vergewaltigte frauen haben es immer schwer gehabt, die vergewaltigung zu beweisen, wenn nicht äusserst markante spuren von brutaler gewalt sichtbar waren. ich glaube ihr, dass ihr ex-freund sie gegen ihren willen penetriert (in diesem fall vergewaltigt) hat. kachelmann hat sein können bewiesen, wie er frauen gezielt manipuliert hat. das vergewaltigungs-opfer wird durch das urteil gegenüber seinem peiniger doppelt gestraft. dem mutmasslichen täter wird auch hier mehr glauben geschenkt, obwohl der freispruch ihn nicht wirklich entlastet. ich wünsche alice schwarzer heute abend einen starken auftritt - wichtig für alle frauen, die von sexualisierter gewalt betroffen waren und sind.
Urteil verstanden?
Wo wird dem mutmaßlichen Täter denn mehr Glauben geschenkt? Die Aussage des mutmaßlichen Opfers war schlicht durch die Lügen am Anfang äußerst fragwürdig. Wenn die Aussage des Opfers aber zum Teil wegbricht, bleibt einfach nichts mehr, was eine Verurteilung rechtfertigen könnte. Das Gericht hat also richtig gehandelt. Ich werfe daher nochmal die Frage nach den Alternativen auf: Hätte Kachelmann ohne hieb- und stichfeste Beweise verurteilt werden sollen? Übrigens ist es ein Unterschied, ob der FREISPRUCH oder ob der PROZESS (inklusive Berichterstattung) kritisiert werden. Laut Stellungnahme auf der Homepage tut Terre des femmes zweiteres; alles andere wäre auch recht merkwürdig, denn mit einer Kritik am Freispruch würde faktisch die Verabschiedung vom Rechtsstaat und Willkürrechtsprechung gefordert.
zum kommentar im Stern online
Jaaa! Warum gab es bei uns keine Demonstrationen gegen die unfaire, gegen das Opfer agierende Berichterstattung? Ich muß zu meiner Schande gestehen: ich bin nicht auf die Idee gekommen!! ich wäre aber, wenn das jemand angeregt hätte, durch halb Deutschlandf gefahren, um mitzudemonstrieren!
Die Lüge des Kachelmann-Verteidigers Johann Schwenn
Nicht nur der Verteidiger ist in Zweifel zu stellen, auch das Urteil des Richters samt Erklärung: „Wir entlassen den Angeklagten und die Nebenklägerin mit einem möglicherweise nie mehr aus der Welt zu schaffenden Verdacht, ihn als potenziellen Vergewaltiger, sie als potenziell rachsüchtige Lügnerin“ Widersprüchlicher kann es gar nicht ausfallen. Wir leben in einem Patriachat. Und merken dies tagtäglich!
Wo liegt da der Widerspruch?
Ich sehe keinen. Das Statement des Gerichts war korrekt; genau darin liegt das Problem: Das Gericht war nicht in der Lage, den Abend durch die vorhandenen Beweismittel zufriedenstellend zu rekonstruieren.
Wirre Argumentation von Frau Schwarzer
Frau Schwarzer schmeißt ständig zwei Dinge in einen Topf, die nichts miteinander zu tun haben. Das eine ist die Vergewaltigung bzw. der entsprechende Verdacht. Das Andere ist das Sexleben von Herrn Kachelmann. In dem Prozess ging es (zurecht!) ausschließlich um den ersten Punkt (Vergewaltigungsvorwurf). Frau Schwarzer hingegen führt ständig den zweiten Punkt (Sexleben) an. Warum? Weil es für Punkt 1 nicht genug Argumente gibt? So hat es das Gericht jedenfalls gesehen. Im Übrigen: Solange eine sexuelle Praktik von beiden Seiten so gewollt ist, geht das niemanden etwas an, am wenigsten Frau Schwarzer, und es ist erst recht keine Straftat. Man kann von SM halten, was man will. Aber eines muss klar sein: es gehören immer zwei dazu. Und scheinbar hat es der Frau ja vorher gefallen, denn wie man liest, lief das Ganze schon seit Jahren. Ich habe keine Ahnung, ob Kachelmann wirklich unschuldig ist der nicht. Aber Frau Schwarzer ebensowenig. Was ich aber weiß, ist, dass es heutzutage in Mode zu sein scheint, einen prominenten Mann zu stürzen, indem eine Frau einen Vergewaltigungsvorwurf erfindet. Türck (erwiesenermaßen unschuldig); Kachelmann (freigesprochen), Assange, Strauss-Kahn... In jedem dieser Fälle wurde eine Karriere zerstört bzw. ein "Staatsfeind Nr. 1" beseitigt. Das sollte uns zu denken geben. Denken scheint einigen allerdings schwerzufallen, wenn die Feminismusbrille so schwer auf der Nase lastet...
Nein, der Freispruch ist keine Katastrophe
Sie meinten, dass es eine Katastrophe wäre, wenn das Gericht die Wahrheit über den Vorfall nicht herausfinden würde und Kachelmann mangels Bewiesen freisprechen müsste. So ist es gekommen, doch das heisst überhaupt noch nicht, dass die Schuld einer Vergewaltigung in anderen Fällen nicht bewiesen werden könnte. Es ist eine Tatsache, dass man meist nur mit einer 50% Sicherheit sagen kann, ob jemand lügt oder nicht. Wenn keine objektiven Beweise vorliegen, dann lässt sich die Wahrheit nicht ermitteln. Doch in anderen Fällen können ja Beweise zum Vorschein kommen, die die Schuld oder Unschuld klar beweisen. Deshalb gibt es für ein Opfer einer Gewalttat keinen Grund auf eine Anzeige zu verzichten. Die wahre Katastrophe sind Ihre falschen Erwartungen an die Justiz gewesen.
Falsches Urteil
Die Kammer in Mannheim demonstrierte eindrucksvoll ihre Voreingenommenheit gegen den Angeklagten. Dieser Freispruch ist ein Skandal! Die Unschuld von Kachelmann ist ohne Zweifel erwiesen, die Lügen der Anzeigeerstatterin dagegen liegen offen auf der Hand und wurden einfach vom Gericht unterschlagen. Unglaublich, daß ein Gericht so agieren kann.
da ist sie - die KATHATROPHE
Sie wird wohl auf Schadensersatz verklagt wreden...
Vergewaltigung kein Kavaliersdelikt
Danke @ Einanderer Noch etwas aus der Mottenkiste aus dem Jahre 1987 zu "Vergewaltigung ist kein Kavaliersdelikt": "Der Münsteraner Jura-Professor Hans-Joachim Schneider meint : die meisten Mädchen und Frauen wollen von Männern erobert werden. Sie möchten bewusst oder unbewusst zum Geschlechtsverkehr gezwungen werden, um einen scheinheiligen moralischen Anspruch zu wahren. Sie geniessen es, der Soziologe D. Duhm, wenn der Trieb gewaltsam befriedigt wird." Dergleichen zählt/e zu den diskriminierendsten Aussagen, die schon früher über Frauen gemacht wurden. Nicht Triebhaftigkeit oder Sex-Stau machen den `EheMann` zum Täter sondern Demonstration von Macht, Sexualforscher E. Schorsch: Der Penis wird als Waffe benutzt. "Jede sexuelle Begegnung, so hiess es in den 70er Jahren in einem Sex-Ratgeber für Männer, muß zu einer regelrechten Schlacht werden zwischen Ihrer Sicherheit und der Unsicherheit ihres Partners. Ein bißchen Gewalt dürfen Sie schon anwenden. Zwingen Sie ihr Ihren Willen auf und lassen Sie es genießen , eine Frau zu sein, im guten alten Sinn. Nichts ist erbärmlicher , kläglicher und zu verachten als ein Mann, der seine männliche dominierende Stellung einer Partnerin opfert, kein normaler Mann kann das billigen." Das ist der Tenor, den der Gesetzgeber im Paragraphen 177 vorgibt. Mit Strafe sanktioniert wird bislang nur jene Mannestat, bei der eine Frau mit Gewalt oder durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib und Leben zum außerehelichen Beischlaf genötigt wird. Passiert dasselbe im Ehebett, gilt die erzwungene Liebe als legal. Der Trauschein damals wirkt als Freibrief für Vergewaltigung in der Ehe." Das alles war noch 1987 akut und erst 1997 neu bewertet. (Auszüge aus "Ich bin der Herr, dein Gott - Notzucht im Ehebett, das erlaubte Massendelikt, 1987 - Spiegel) Frau, leibeigene, so halt doch stille, verfluchtes ..Weib. Mir, hörst Du, mir gehört dein Leib." (Richard Dehmel) Dass dieses Denkvermögen noch in vielen Köpfen weiter besteht, zeigen nicht nur die Zahlen aus der Kriminalstatistik. Und Kachelmann hat bewiesen, dass er auch ein mehrfacher Betrüger ist..
Ja, und nu ...
Ich verfolge den Kachelmannprozess nur am Rande. Und auf diese Seite bin ich eben zufällig (doch, sowas gibtis) gestoßen. Hab auch die anderen Kommentare nicht gelesen. Trotzdem drängt sich mir eine unwesentliche Frage auf, ganz simpel: Wenn Kachelmann freigesprochen wird, und das wird er werden, was bedeutet das? Kann man hiesige Gerichte und ihre Richter getrost vergessen? Sind die Lücken in der StPO wirklich derart groß? Oder ist Kachelmann tatsächlich unschuldig? Hat die Nebenklägerin sich nicht nur aus Nervosität in Ungereimtheiten verdaddert? Hätte sie die Chose tatsächlich aus Rachegelüsten inszeniert, dann wäre diese Frau mieser als Kachelmann plus Anwalt, oder? Darf man sich solche Fragen stellen ohne durch den Rost zu fallen, Frau Schwarzer? Bin ich nur doof oder auch noch ...
Ich bin auch eine Feministin!
Diese kritiklose Art, sich immer und unter allen Umständen auf die Seite der Frau zu schlagen, so unrecht sie auch haben mag, hilft letztendlich den Frauen und der Sache der Gleichberechtigung überhaupt nicht, im Gegenteil! Ich persönlich habe es gründlich satt, dass wir, die Frauen, per se immer als die Guten, die Wehrlosen, mithin die Opfer dargestellt werden!
Emotion und Rückzug
Bei aller verständlichen emotionalen Betroffenheit ihrerseits wird in Ihrem Beitrag sehr deutlich, dass Sie sich zunehmend auf Grabenkämpfe und Nebenkriegsschauplätze der Verhandlung fokussieren. Ein typisches Verhalten bei argumentativen Rückzugsgefechten. Gerade jetzt, Frau Schwarzer, wo bei Ihnen augenscheinlich das Gefühl wächst, sich vergaloppiert zu haben, wäre ein klares und ehrliches Statement zum Kern der Verhandlung sicher befreiend. Ich habe das Gefühl, Herr Kachelmann ist nicht unschuldig, vielleicht ist er sogar schuldig. Ich bin jedoch froh, dass das das Urteil weder von mir noch von Ihnen gesprochen wird. Wir wären deutlich zu emotional, voreingenommen und inkompetent.
Im Zweifel für den Angeklagten
Liebe Joselyn, ich habe verstanden, dass Sie keine sexuell aggressiven, respektlosen Männer mögen und dass Sie Herrn Kachelmann für einen solchen halten. Die Frage ist nur, was hat dies mit dem laufenden Gerichtsverfahren zu tun? Herr Kachelmann hat wie jeder andere einen fairen Prozess verdient, auch wenn Frau Schwarzer und die Burda Presse das anders sehen mögen. Und wenn am Ende keine belastbaren Beweise sondern nur noch die Aussagen eines Freundes der Zwangserotik und eines wenig glaubwürdigen Opfers übrig bleiben, dann bleibt nur noch eines: Im Zweifel für den Angeklagten.
Der Prozess
Ich wohne in Frankenthal/Pfalz und arbeite in Mannheim, habe also auch viel in den örtlichen Medien mitbekommen. Jeder andere würde schön eine Weile sitzen ! Aber Herr Kachelmann holt sich einen Staranwalt, verzögert den Prozess und stellt die Frauen als unglaubwürdig dar. Jede der Frauen hat ausgesagt, dass er aggressiv war als sie eine Beziehung hatten Dr. Jeckl und Mr. Hyde). Ich halte den Mann für einen Soziopathen, der Frauen einfach als "Gegenstand" betrachtet, mit dem er machen kann was er will. Und dann traut sich noch eine und zeigt ihn an ! Das Verhalten der Frau finde ich sehr sehr mutig, wie viele andere schweigen. Sie muss auf jeden Fall unterstützt werden. Als Moderator hat der natürlich gelernt, sich unter Kontrolle zu halten, seine Gefühle zu verbergen und zu schauspielern. Jetzt stellt er sich als armes Opfer einer Hetzkampagne hin. In Wirklichkeit hat der keine Achtung und keinen Respekt vor Frauen. Natürlich gibt es auch doofe Frauen, die auf so einen reinfallen. Geld hat er, kann ihnen tolle Sachen kaufen, elegant ausgehen, schick Urlaub machen ... Ist es das wert, dass man daür seine Persönlichkeit aufgibt und alles mit sich machen lässt ? Wie solche Leute wirklich sind, sieht man erst hinterher, meistens, wenn alles zu spät ist. Aber eine solch brutale Vergewaltigung hat keine verdient, das ist hochgradig menschenverachtend. Meines Erachtens nach hat Herr Kachelmann genau das getan, was ihm vorgeworfen wird.
Vergewaltigung bewiesenermaßen die Waffe des Mannes -
@ Jan Leris - zu Ihrem Bibel-Hinweis erinnere ich daran, dass die Bibel große Ähnlichkeit mit einem ägypt. Märchenbuch hat und die biblische Josefs-Geschichte von der fehlgeschlagenen Verführung mehr die erotische Fantasie der männl. Leser und Ausleger beschäftigt/e. Exakt wie die erfundenen sex. Eskapaden bedeutender Frauen i.d. Geschichte, wie Marie-Antoinette, Anne Boleyn, Elisabeth I., Messalina etc. Realistisch und nachweisbar dagegen ist die Tatsache, dass die Geschichte des `Patriarchats` nebst Zitaten und `Bibel-Hülsen` voll gespickt ist mit Gewalt, Vergewaltigungen, Raubzüge. Die Waffe der Frau lt. Bibelstelle also keine vorgetäuschte Vergewaltigung - dagegen erlebten millionenfach Frauen/Mädchen Grausamkeiten aufgrund von Frauenhass. Alle monotheistischen Religionen zeichnen sich durch Frauenhass und Abwertung des weiblichen aus.
Bibel, das übelste Machwerk männlicher Geschichtsklitterung
Große Klasse Amy, Ihr Kommentar, genau meine Meinung, der Bibelhinweis des unsäglichen @Jan Leris, da drehte sich mir mein Magen um. Im übrigen sind die Kommentare, der offenbar männlichen Kommentatoren, für mich als Mann, mehr als unerträglich. Was ist eigentlich passiert? Eine Frau hat Anzeige erstattet, wegen Vergewaltigung. Was sind nun insoweit "objektive Beweise" (die von den männlichen Kommentatoren eingefordert werden) einer Vergewaltigung? Wäre es "objektiver" gewesen, hätte es sich, anstatt um ein Messer, um eine durchgeladene Pistole gehandelt? Wäre nicht der "objektivste" Beweis der Tod der Vergewaltigten? Also Vergewaltigung nur in Zusammenhang mit Todesfolge, als anerkanntes Delikt? Denn Bedrohung mit einem Messer oder einer Pistole hat zur Folge, wenn man dieser Drohung nicht Folge leistet, das diese Waffe, zur erfolgreichen Durchführung einer Straftat, logischerweise eingesetzt wird, also tötet, in der Regel oder im Affekt, gerade bei der diesbezüglichen momentanen Geilheit der Täter... Bereits dieser Tatbestand, die Todesdrohung, für mich insoweit unstrittig, müßte zu einer Verurteilung dieses Wetterclowns führen. (Denn, der tötet nicht, der wollte nur spielen...gilt für mich in solchen, jederzeit außer Kontrolle fallenden, Fällen nicht wirklich...)
Wieso "unerträglich"?
@einanderer: Nein, eine durchgeladene Pistole wäre genausowenig "objektiv" gewesen wie ein totes Opfer. Das Problem ist, dass die "Todesdrohung" eben nicht unstrittig ist - egal, von welcher Seite man es betrachtet. Ein Messer eignet sich schon als objektiver Beweis; wenn es denn zweifelsfrei mit dem Angeklagten in Verbindung gebracht werden kann. Kann es hier aber nicht. Ein totes Opfer oder eine durchgeladene Pistole an sich würden dagegen nichts aussagen; außer, dass erstens irgendwer irgendwann irgendwo eine Pistole hat liegen lassen und dass zweitens irgendwann irgendwie die Frau gestorben ist. In den Kommentaren hier sieht man generell wunderbar viel mangelndes Verständnis für die Grundprinzipien des Strafprozesses. Aus dem Verhalten Kachelmanns gegenüber Frauen generell kann man nicht zwingend darauf schließen, was hier passiert ist; Und dass Kachelmann sich grundsätzlich moralisch sehr fragwürdig in der Vergangenheit verhalten hat, ist für diesen Prozess mehr oder weniger irrelevant. Wichtig ist nur eine Frage: Gibt es genügend Beweise dafür, dass Kachelmann in diesem konkreten Fall eine Straftat begangen hat? Nicht: Könnte er sie theoretisch aufgrund seines Charakters begangen haben? Und da haben wir auf der einen Seite die Aussage des mutmaßlichen Opfers; auf der anderen Seite die Aussage des mutmaßlichen Täters; und dazwischen eine Menge fehlende Belege für die Tat. "Ich bin überzeugt, dass er es getan hat", "Kachelmann ist ein Arschloch, bestimmt war er es", "Die Frau lügt bestimmt nicht" oder "Wir dürfen andere Frauen nicht durch einen Freispruch entmutigen" sind KEINE zulässigen Argumente in einem Strafprozess.
Signal
Aus meiner Sicht ist dieser Prozess jedenfalls eine ganz traurige Sache! Genau die Journalisten, die stets auf die sog. Unschuldsvermutung (von Kachelmann) pochen, zeichnen mehr oder weniger subtil ein Zerrbild des Opfers: Das durchtriebene Weib, zu allem fähig, auf Rache aus, dort aber der charmante Wettermoderator, leicht beziehungsgestört, ein Promi, der öffentlich hingerichtet werden soll. Apropos seine Beziehungen und Sex! Auch hier meint man zu vernehmen: Beziehungsgestört wahrscheinlich aufgrund schlechter Erfahrungen mit Frauen (wer mag ihm das verdenken), sexuell etwas anders, aber auch dort sind Frauen selbst schuld, was lassen sie das auch mit sich machen. Und überhaupt: Wie dumm kann den Frau sein! Das eine solche Berichterstattung Frau Schwarzer auf den Plan ruft, da da einiges zurecht zu rücken ist, wundert mich nicht!
Lawinen der Lügen im Fall Kachelmann
Die Lawinen der Lügen im Fall Kachelmann PETER HAHNE schrieb in BILD am SONNTAG: Nur die beiden, die dabei waren, kennen die Wahrheit, doch jeder andere hat auch eine Meinung. Wenn die Mannheimer Richter im Kachelmann-Prozess nächsten Dienstag das Urteil sprechen, wird ihre Entscheidung auf die Vor-Urteile des Volkes und der Medien prallen. Die einen werden sich bestätigt fühlen, die anderen zwischen Enttäuschung und Empörung schwanken. Eines ist allerdings jetzt schon klar, egal, wie die Richter urteilen: Verloren hat die Wahrheit, weil dieser Prozess gezeigt hat, mit welch zerstörerischer Kraft die Weltmacht Lüge wirkt. Sollte Kachelmann freigesprochen werden, hätte es das „Opfer“ durch brutalst mögliche Lüge geschafft, den Ruf des Moderators für immer zu ruinieren. Ein Abgrund der Lüge mit ihrer totalen Sprengkraft zeigt sich im Alltag des Jörg Kachelmann, für den die Bezeichnung Doppelleben eine maßlose Untertreibung wäre. Wer es hinbekommt, mehrere Beziehungen über Jahre hinweg parallel so aufzubauen, dass keine der beteiligten Frauen etwas merkt, kann als Titelheld von C. S. Lewis’ Roman „Dienstanweisungen an einen Unterteufel“ herhalten. Der Philosoph nennt darin den Teufel den Altmeister der Lüge, und dessen Gesellenstück haben wir in den letzten Monaten präsentiert bekommen. Das hat schon den Charakter von gefährlicher Genialität, wenn es jemandem gelingt, über Jahre hinweg zahlreiche Lügengebäude nebeneinander zu bewohnen, ohne dass auch nur eines davon einstürzt. Es ist fast ein Paradebeispiel, wie Lüge wirkt, wenn man sie mit Präzision und Perfektion, mit Intelligenz und Intensität betreibt. Martin Luther beschreibt die Lüge als einen „Schneeball, der immer größer wird, je länger man ihn wälzt“. Lügen-Lawinen reißen in den Abgrund, weil man immer weitermachen muss. Man mag es als Schwindeln oder Flunkern, als Täuschen oder Tricksen verharmlosen, selbst eine Notlüge ist eine klare Lüge. König Salomo betont im biblischen Buch der Sprüche den Vorrang der Wahrheit: „Der Gerechte ist der Lüge Feind.“ Da Lüge immer Opfer produziert, widerspricht sie prinzipiell dem Menschsein. Wie wahnsinnig Lüge machen kann, sieht man daran, dass der Lügner zuletzt selbst nicht mehr unterscheiden kann, was wirklich wahr ist und was nicht. Lüge treibt in die Enge und zerstört; Wahrheit führt in die Weite und lässt aufatmen. Wahrheit kann schmerzen, vor allem die Wahrheit über sich selbst. Doch Wahrheit bedeutet auch das Ende jeden Selbstbetrugs. Für den Kachelmann-Prozess und seine Beteiligten kommt diese Erkenntnis leider zu spät.
Einziger Trost: noch einmal käme er nicht davon?
@Thorsten Stollenwerk Ich vermute, genau so wird es kommen. Auch wenn er es gewesen ist. Ich meine auch, dass das mm. Opfer schon jetzt viel mehr geschädigt ist als K., sollte es so kommen. Irgendwo habe ich gelesen, das K. schon vor Jahren mit ähnlichen Vorwürfen durch die Presse gegangen sein soll. Weiss da jemand mehr?
Der Kachelmann-Prozess gleicht immer mehr...
... der Geiselnahme von Gladbeck. Was die Medien hier versaubeutelt haben ist unbeschreiblich. Nun ist es an den Richtern: Dem Opfer glauben und Morddrohungen bekommen und an den Pranger gestellt werden oder den einfachen Weg gehen und sagen, dass man allerletzte Zweifel nicht überwinden konnte? Für eine Verurteilung müssen 4 dafür sein, nur einer kann dagegen sein. Daher wahrscheinlich: Freispruch, auch wenn er es war! Einziger Trost: Noch einmal käme er nicht davon.
Tut er nicht
Es würde wahrlich leichter fallen, dem mutmaßlichen (!) Opfer zu glauben, wenn es in der Vergangenheit nicht gelogen hätte. Und dabei geht es nicht einmal um konkrete Erinnerungen an die Tat, sondern so banale Sachen wie die Frage, wann sie von einer weiteren Beziehung Kachelmanns erfahren hat, ob sie bereits Kontakte zu anderen Geliebten hatte und wann sie bestimmte Kopien per Post erhalten hat. Das mutmaßliche Opfer hat die eigene Glaubwürdigkeit durch solche Lügen massiv beschädigt und muss daher gegebenenfalls mit einem Freispruch Kachelmanns leben. Objektive Beweise für den Vorwurf gibt es - soweit mir bekannt ist - nicht. Der Richter könnte eine Verurteilung also anscheinend einzig auf die Aussage einer fragwürdigen Zeugin stützen. Die Medien haben nicht immer objektiv berichtet - und da ist Frau Schwarzer wahrlich keine Ausnahme, auch ihre Berichterstattung war in höchstem Maße subjektiv; Aber letztendlich sind die Medien nicht schuld daran, wenn Kachelmann freigesprochen wird. Wie ich oben schon geschrieben habe: "In dubio pro reo" ist eines der grundlegensten Prinzipien in einem Rechtsstaat. Dazu gehört auch, dass lieber ein Schuldiger freikommt, weil man ihm die Schuld nicht nachweisen kann, als dass man versehentlich jemanden verurteilt, der sich nichts vorzuwerfen hat. Und Fakt ist nunmal: Wir wissen alle nicht, was genau in der Nacht gelaufen ist. Möglicherweise hat Kachelmann die Tat begangen; möglicherweise lügt die Frau. Das Signal, was durch diesen Prozess an betroffene Frauen gesendet wird ist meiner Meinung nach nicht, dass eine Anzeige sinnlos ist; sondern durch diesen Prozess wird deutlich, dass Opfer ihre Glaubwürdigkeit nicht leichtfertig durch Falschaussagen aufs Spiel setzen sollten. Das schadet in jedem Fall, wenn es auffliegt, weil die (Opfer-)Zeugenaussage in dem Fall durch die Lüge korrumpiert ist.
schwache moderatorin / schieflage opfer/täter
"es macht sich niemand gedanken über die betroffenheit des opfers" ich fand alice schwarzers auftritt in der herrenrunde prima , sehr kämpferisch und überzeugend. die hexenjagd, die die ex-freundin von kachelmann erleben musste, interessiert die meisten nicht. und so stellt sich die situation vielen frauen , die mit sexualisierter gewalt konfrontiert werden - sie werden nicht wirklich ernst genommen. normalerweise müsste aufgrund des verlogenen umgangs mit seinen vielen ex-freundinnen vor kachelmann gewarnt werden. so wie junge frauen/mädchen vor internetbekanntschaften gewarnt werden. dieser mann hat seine popularität und seinen bekanntheitsgrad ausgenutzt und allen den seriösen charmeur vorgegaukelt. in meinen augen ein gerissener betrüger. absolute zustimmung zu alice schwarzer, auch was die schieflage mutmassl. täter/opfer betrifft. warum ist denn der weg der vielen opfer von sexualisierter gewalt häufig ein "höllentrip" - das bestätigen die frauen-notrufe. warum wird vergewaltigten frauen geraten, gut abzuwägen, ob sie das verbrechen überhaupt zur anzeige bringen sollen. @ david searby - ich habe nicht den eindruck, dass kachelmann von der öffentlichkeit hingerichtet wird. mein eindruck ist, dass er eine menge popularität geniesst. dass er nicht bei allen auf sympathie hoffen kann, muss er sich aufgrund seines verlogenen privatlebens schon mal gefallen lassen. er ist nun einmal ein mann der öffentlichkeit, der genussvoll das bad der menge gesucht hat - die andere seite eines kachelmann ist auch interessant zu wissen - wenn mal die maske fällt. eigentlich bin ich es leid, mir tv-sendungen anzusehen, in denen es keine ausgewogenheit gibt. überwiegend werden männer in gesprächsrunden eingeladen, frauen sind meistens auch hier in der unterzahl - so dass diese herren in gewohnter weise ihre dominante gesprächskultur pflegen können.
Das Opfer wird zur Angeklagten...
... das ist schade. Eine Unschuldsvermtung wird zur Rechtfertigung für die Diffamierung des Opfers gemacht. Unglaublich! Unschuldsvermutung = im Zweifel lügt sie?
Waffen einer Frau
Der Vorwurf einer Vergewaltigung ist laut Bibel die älteste Waffe einer rachsüchtigen Frau. Heute gibt es auch noch Vorwürfe von Gewalt, sexueller Belästigung und sexueller Missbrauch von Kindern gegen Männer und Väter in dem Arsenal einer rachsüchtigen Frau oder Mutter. Der Fall Kachelmann zeigt welche unglaubliche Macht Frauen, mit der Unterstützung der Justiz, gegen Männer ausüben können. Anhand eines Vergewaltigungsvorwurfes hat der Justiz Kachelmann zuerst wie ein Schwerverbrecher behandelt. Das Gericht muss sich nun mit den Themen Liebe, Hass, Rache und einer möglichen Vergeltungssucht einer zurückgewiesenen Frau auseinandersetzen. Es muss sich auch die heikle Frage stellen: wo hört eine langjährige (angeblich sadomasochistische) sexuelle Beziehung auf und wo fängt eine Vergewaltigung an? Nur eins steht fest: es steht Aussage gegen Aussage. Das einzige sichere Ergebnis ist das die "Justizindustrie" sich eine "Goldene Nase" verdient.
Kavaliersdelikte?
Ich möchte hier ein Posting aus einem anderen Blog zitieren, dem ich nur zustimmen kann: "Alice Schwarzer ist bestimmt nicht zimperlich in ihrer Analyse. Inhaltlich, jedoch, hat sie völlig recht. Wir wissen alle nicht was in dieser besagten Nacht passiert ist. Es liegt am Gericht dies zu ermitteln. Alice Schwarzers Mantra war immer: Vergewaltigung ist immer noch irgendwie ein Kavaliersdelikt. Anklägerinnen werden suspekt behandelt, anstatt ernst genommen zu werden. So ist das."
Illner und die alten Männer
Standing Ovations, liebe Alice, für Deinen Einsatz bei Illner. Es muss entnervend gewesen sein, inmitten einer überforderten Moderatorin und dieser unerträglichen Altherrenriege. Aber du hast die Fahne der Menschlichkeit und Intelligenz hochgehalten, auch wenn der eine oder andere „Schachspieler“ (wenn sie nur könnten, meine Herren!!!!) mit ihren vordergründigen Verdrehungen und Scheinlogiken sich mühte, sie Dir aus der Hand zu nehmen. Chapeau!
Alles auf den Punkt gebracht?
@Gynantonicx, ich meine das auch das angeblich so sachliche Plädoyer der Frau Combe, enthielt derart viele, auch ungeheuerliche Unterstellungen, dass man sich hier, auch nur wundern kann. Am schlimmsten fand ich Aussagen wie: wer (sinngemäß zitiert) in der Lage ist, ein derartiges Verfahren auf sich zu nehmen, der ist auch in der Lage sich derart selbst zu verletzen." Was soll man dazu sagen??
Sex, Liebe, Geld & Hass
Im Fall Kachelmann, muss man sich Fragen wie es möglich war, dass er mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig genießen durfte? Es ist eine Tatsache, dass halbwegs prominente und reiche Männer von "Goldgräberinnen" gezielt gejagt werden. Diese Frauen wissen wie ein prominenter Mann zu verführen ist der schnellsten und einfachsten Möglichkeit selbst an Ruhm und Reichtum zu gelangen. Eine Zeitschrift wie die "Bunte" stellt sicher, dass Freundinnen oder Frauen von prominenten Männern berühmt werden. Bekanntlich hat eine ehemalige Freundin von Kachelmann ihre Geschichte für €50,000 an die "Bunte" verkauft und wurde "berühmt"! In England redet man von den "Wannabe WAGS Syndrome" (Auf Oxford Englisch: "Want to be wives and girlfriends syndrome"; auf Deutsch: "möchte gern Frauen und Freundinnen Syndrom".) Ein alter Spruch aus England lautet: "Der Himmel kennt keine Wut wie Liebe die zu Hass gewandelt ist, noch der Hölle der Brutalität einer verachteten Frau". Dieser Spruch könnte der Staatsanwaltschaft wie auch der Medien in Deutschland, öfter eine Lehre sein. Wenn es um den Vorwurf einer Vergewaltigung geht, wird ein Mann auf bloßen Verdacht und ohne Beweise öffentlich blamiert, verhöhnt und "hingerichtet". Sein mutmaßliches Opfer darf aber volle persönliche Anonymität durch die Justiz genießen. Warum um Himmelswillen darf ein mutmaßlicher Täter nicht die gleiche Anonymität des mutmaßlichen Opfers genießen? Ich glaube es ist endlich Zeit, dass der Justiz den Medien verbietet über mutmaßliche Täter in Vergewaltigungsprozessen zu berichten bevor ein Urteil gefallen ist.
DIE ANGEBLICHE GELDGIER DER ZEUGIN ISABELL
In der Presse sowie in verschiedenen Blogs wurde immer wieder behauptet, daß eine Zeugin (Diplomkauffrau), zumeist als Isabell bezeichnet, aus Sensationslust ein Interview in "der Bunten" gegeben hatte sowie aus Geldgier, eine Zahlung hierfür entgegen genommen hat. Diese vollkommen einseitige und von Vorurteilen geleitete Darstellung teile ich nicht. Schon allein die Tatsache, daß die ehemalige Geliebte des m.m.Täters zumeist als Zeugin Isabell beschrieben, vor Gericht aussagen musste, hat diese unverschuldet in ein persönliche Situation gebracht, die kostspielig und auch gefährlich für sie selbst ist. Als diese von dem Tatvorfwurf in Kenntniss gesetzt wurde, muß dies eine Signalwirkung auf sie gehabt haben. Schliesslich hatte sie auch das ein oder andere massive Problem als ehemalige Geliebte des m.m.Täters. Auch sie hatte sich schonmals von diesem getrennt und musste davon aussgehen, daß dieser auch gegen sie möglicherweise gewaltätig werden könnte, wenn sie sich erneut von ihm trennt. Diese Trennung stand mit hoher Wahrscheinlichkeit spätestens zum dem Zeitpunkt an, als die Zeugin Isabell durch den Tatvorwurf von der Existens weiterer Geliebten erfahren hat, und vermutlich jedoch bis dahin davon ausgegangen war, daß sie die Einzige für ihn sei. Von der mutmaßlichen Gewaltausübung ganz zu schweigen. Sie musste davon aussgehen, das auch sie, ebenso wie die Nebenklägerin, von der öffentlichen Masse zur Zielscheibe von Aggressionen und Angriffen von Seitens der Anhänger des m.m.Täter werden würde. Das auch ihr "Hetzjagt artige" Kampagnen aus verschiedenen Internet Social Networks drohten. Hiervor konnte sie sich selbst wiederum nur durch eine möglichst grosse Öffendlichkeit schützen sowie durch die eventuelle Inanspruchnahme eines Anwalts. Welcher ihre Interessen, ihre körperliche sowie seelische Unversehrtheit durchsetzen kann. Und welcher im übrigen auch eine Menge Geld kostet. Diesen Aspekt zu erwähnen halte ich für angebracht und notwendig, denn was bringt ein in der Verfassung verankertes Recht einem Opfer oder einer Zeugin, wenn diese nicht über die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel verfügt, ihr Recht mit Hilfe eines Anwalts durchzusetzen. Beispielsweise ihr Recht, nicht durch Hetzkampagnen in Internetforen demontiert oder eventuell gar bedroht zu werden. Denn gerade im besonderen Fall wenn ein Opfer nicht durch ihr eigenes Verhalten, sondern eben als vom Gericht bestellte Zeugin, (denn sie war ja nicht für das Verhalten des m.m.Täters verantwortlich) auch noch einen Rechtsanwalt FINANZIEREN muß, um allein ihre eigene Unversehrtheit zu schützen halte ich es für unverantwortlich sowie Menschen verachtend dieser Frau vorzuwerfen, sie habe aus Geldgier oder Sensationslußt gehandelt, als sie das Angebot "der Bunten annahm". Die Bunte wiederum sah ein öffendliches Interesse an dieser Berichterstattung. Honorierungen finden manchmal statt. Die Beträge richten sich nach dem Marktwert, dienen aber dennoch auch dem Informatenschutz. Denn ein Informant muß gegebenenfalls einen Anwalt einschalten um den Hass der darüber aufgekommen wäre, weil sie entgegen den m.m. Täter aussagt einzugrenzen. Auch kommt hinzu, daß der m.m.Täter möglicherweise sogar einen Zweitschlüssel für ihre Wohnung hatte, und sich die Frau möglicherweise vor gewaltsamen Übergriffen ängstigte, sobald sie sich endgültig vom m.m.Täter trennen wollte. Ebenso ist anzunehmen, daß es der m.m.Täter war, welcher sich nach 2 Jährigem Beziehungsende erneut bei der Zeugin Isabell meldete. Nur durch die Inkenntnisssetzung der Öffendlichkeit konnte sie, eine weitere Kontaktauffnahme sowie mögliche Gewaltandrohung oder gar schlimmeres von Seitens des m.m.Täters wirkungsvoll und dauerhaft unterbinden. Auch die Hetzjagt aus den Internetforen hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dann stattgefunden wenn sie nicht in "der Bunten geredete" hätte. Der Anlaß für diese Hetzjagten war schlichtweg die Tatsache, daß sie als Zeugin eher gegen den m.m.Täter aussagte . Es ist anzunehmen das dies von der Internetgemeinde auf jeden Falle aufgegriffen würde. Nur durch eine eigene Gegendarstellung konnte sie Menschen in der Öffendlichkeit auf die ihr drohenden Gefahren sensibilisieren als auch selbst Unterstützung gewinnen. Hätte sie sich nicht auch öffendlich geäussert, wäre an ihr das IMAGE an ihr haften geblieben, welche andere versucht haben durch üble Nachreden usw. anzuheften. Auch konnte sie hierdurch "Fremde" sensibilisieren, sollte sich Fremde Menschen Nachts in ihre Wohnung eindringen oder vergleichbares versuchen. Sie hat davon ausgehen müssen, daß ihr eine vergleichbare Hetze droht, wie der Nebenklägerin und sie möglicherweise dann auch Polizeischutz benötigen würde, wenn sie "eine stille Zeugin gegen den m.m.Täter" geblieben wäre. Und daß sie als "stille Person welche selbst nicht Stellung bezieht" schneller hätte Opfer durch die Internetforen werden können. Denn die Mitglieder solchen Social Networks tauschen Informationen (Name Wohnort Fotos usw.) flächendeckend aus. Im Ergebniss hätte dies geheissen, daß sie mit hoher wahrscheinlichkeit "ein bekanntes Gesicht" in der Parallelwelt der Internet comunities geworden wäre, ohne selbst Mitglied einer solchen zu sein. Bei der "normalen" Bevölkerung jedoch unbekannt geblieben wäre. Dadurch wäre die Wahrscheinlichkeit, das sie auch im "realen" Leben möglicherweise von jemandem aus dem Social Network angegriffen worden wäre ernorm gestiegen. Da diese vollkommen unerkannt und unbeobachtet planen und "aus dem Dunkeln" agieren können. Im Grunde können sich dort sämtliche Menschen "zusammen rotten" um eventuell einen Racheakt gegen sie zu planen, als Vergeltung dafür, daß sie gegen eine öffentliche Person aussagt. Noch dazu unbemerkt von allen, welche nicht in jenen Netzwerken beigetreten sind. Denn ihre "Nachbaren" (exemplarisch für weitere Mitmenschen die ihr möglicherweise helfen würden) surfen nicht unbedingt im Internet. Lesen jedoch möglicherweise "die Bunte".
Kommentar zum Plädoyer der Verteidigung
Die Verteidigung unterstellt dem m.m.Opfer, es habe den m.m.Täter durch Sex an das m.m.Opfer binden wollen. (Und das nach einer 11 Jahre andauernden Beziehung!) RICHTIG IST VIELMEHR: Sex ist der Ausdruck von Liebe und Verbundenheit, zumindest in dem westlich geprägten Kulturkreis. DIE UNTERSTELLUNG VON RACHE MOTIVEN gegenüber dem m.m.Opfer von Seitens der Verteidigerin. Gerade weil das m.m.Opfer schon einen längerern Zeitraum den Verdacht hegte, daß mit ihrer Beziehung etwas nicht stimmt, ist es eher unwahrscheinlich, daß sie sich "blind und voller Hass" (Zitat) mit einer Anzeigenerstattung hatte rächen wollen. Denn die Anzeigenerstattung stellt in erster Linie für das m.m.Opfer ein enorme Belastung dar. Gerade weil sie soviel Zeit für ein (unterstelltes Motiv der Rache) Racheakt hatte, wäre es bei der Bildung und der Intelligenz des m.m.Opfers anzunehmen gewesen, das sich diese auf einem Wege rächen könnte, welcher Straffrei ist. VIELMEHR ZEICHNET die Analyse der Verteidigerin ein Spiegelbild ihres Mandanten. Ihr Mandant hat über mehr als ein Jahrzent, mehrere Frauen gleichzeitig angelogen. Und noch dazu auch jene, von welchen man ausgehen sollte, das ihm diese am nächsten standen. Hinzukommt auch noch, daß der m.m.Täter ein (vielfaches) Doppelleben geführt hat, was man in der Krimminologie unter anderem auch als "Doppelte Buchführung" bezeichnet. Diese Abspaltung in hier: "der gute Vater seiner Kinder", "da der SM_Partner", dort der "verständnissvolle Mann", in der Öffendlichkeit "der Werbeträger gegen Gewalt", der Schweizer Fotografin gegenüber "der rückssichtslose brutale Mann"; Läßt eher auf eine Persönlichkeit schliessen, welche möglicherweise krimminell handelt.
DNA Spuren
WAS DAS STRICKKLEID BETRIFFT: Ebenso ist es denkbar, sowie wahrscheinlich, daß der m.m. Täter das m.m.Opfer mit dem Messer an derem Hals gezwungen hat, sich selbst das Strickkleid sowie die Unterwäsche auszuziehen, um das m.m.Opfer weiterhin mit beiden Händen in Schach halten zu können. In diesem Fall wäre der Messergriff nur in seiner linken Hand geblieben, die nicht durch weitere Körperflüssigkeiten als seine Hautschweiß DNA verunreinigt werden konnte.Und die Messerklinge, sowie der Messerrücken mit den DNA Spuren des m.m.Opfers kontaminiert wurde. Die leichte verunreinigung am Griff durch die DNA des m.m.Opfers kann auch daher stammen, das das Messer ein Haushaltsgegenstand von dieser ist.
GLEICHBERECHTIGUNG
Sehr GEEHRTE Frau Schwarzer, Vielen Dank, daß Sie sich für Gerechtigkeit einsetzen und darum bemühen Opfern ein Stimme zu geben.
Selbstverständlich muss Kachelmann entschädigt werden
... Wenn er freigesprochen wird. Und selbstverständlich, liebe Frau Schwarzer, sind auch die Kosten für von der Verteidigung bestellten Gutachtern zu bezahlen. Eine wirkliche Wiedergutmachung wird Herr K. für das durchlebte und bezahlte eh nie erhalten können. Das Mindeste ist also die Übernahme einiger Kosten. Und was ich leider, auch wenn ich Sie sehr schätze, kritisieren muss ist Ihre unsinnige Aussage, dass "nur ein "glasklarer Freispruch" gelten darf. Sie als intelligente Frau wissen doch ganz genau, dass dies unmöglich ist. Sie wollen also Herrn K. keine Chance lassen, seinen Ruf wiederherzustellen. Er DARF nicht unschuldig sein, koste es was es wolle. Diese Haltung, liebe Frau Schwarzer trübt leider Ihr Bild in der Öffentlichkeit. Niemand käme auf die Idee, von der Frau zu erwarten, dass sie selbst zu 100 Prozent beweist dass die Vergelwatigung stattfindet. Auch das ist nicht möglich. Wenn es, wie z.B. bei Andreas Türk zu einem Freispruch kommen sollte, wären Sie gut beraten das dann auch zu akzeptieren. Wir müssen alle darauf achtgeben, nicht zu einem blutrünstigen Mopp zu degenerieren wie man z.Zt. in Amerika den Eindruck erhalten kann, wo scheinbar nach einem Tatvorwurf die Schuld solange vorausgesetzt wird, bis der Beklagte das Gegenteil 100%ig bewiesen hat. Mich selbst hat erschreckt, dass ich z.B. bei Andreas Türk bis vor einigen Tagen gar nicht mitbekommen hatte, dass er wegen erwiesener Unschuld fregesprochen wurde. Offensichtlich werden solche Meldungen von unseren Medien nicht so stark aufbereitet wie dramatische Anschuldigungen und intime Gruften.
nur durchgeflitzt....
..bin ich durch die Kommentare und bin hängen geblieben an so manchen Mann-Kommentar, der hier, teils heftig, den Mann in Herrn Kachelmann verteidigt. Fragt sich warum? Einfach aus Überzeugung, Gruppenzwang weil ja auch Mann oder schlummernde Angst, er könnte der Nächste auf der Anklagebank sein? Tja... Warum so gehässig? Kleine Retourkutsche oder auch Denkansatz an die vielen lieben Männer unter uns, die bei einer Verurteilung uns Frauen das übelste (Lügen, Erpessung & Co) gleich hier in den Kommentaren mit-unterstellen.
Wo ist Alice?
Vor wenigen Tagen erging ein wirkliches Skandalurteil, um das sich keiner kümmert, weil Opfer und Täter einer Religion und einer Kultur angehören, wo sowas normal ist: http://www.noz.de/lokales/54431487/mutter-draengt-sohn-zum-missbrauch-einer-elfjaehrigen-landgericht-osnabrueck-verurteilt-26-jaehrigen-und-eltern Welches Signal geht von so einem Urteil aus? Wo sind die Frauenrechtlerinnen und Kinderschutzorganisationen? Was haben sich Staatsanwälte und Richter in diesem Fall gedacht? Haben sie überhaupt gedacht? Die Kinder mit diesem kulturellem Hintergrund tun mir unsagbar leid. Sie sind doppelte Opfer, wenn so ein Urteil ergeht!!!!
Combè
@Jan Es war Frau Combè, die im Plädoyer alles auf den Punkt gebracht hat. Herr Schwenn hat dann sein Schlussstatement abgegeben.
Gespalten!
Ich kann mich nach gründlicher Überlegung nur der Meinung von "karpatenhund_25.05.2011_15:31" anschließen. Und dennoch: Ich habe bis zum letzten Plädoyer abgewartet: Ich gehe davon aus, daß die Frau vergewaltigt wurde. Aber mit ihren Lügen hat sie alle bisdahin und zukünftige Opfer bestraft. Und da leider Aussage gegen Aussage steht, bleibt dem Gericht (das wie wir auch nicht dabei war) nur im Zweifel für den Angeklagten ! (Ich bin selber Opfer.) Aber Frauen die vor Gericht gerade Vergewaltigungen zur Machtbeherrschung erfinden (und sei der Prozentsatz noch so klein) schaden den Opfern mehr vor Gericht, als die Täter den Opfern schaden zufügen. In diesem Fall gebe ich der Vorrednerin recht und auch Alice Schwarzer es bleibt ein Schaden für Beide. Aber der Schaden für alle anderen Opfer ist ungleich größer! Meine persönliche Beurteilung des Angeklagten an dieser Stelle? ...in jedem Funken steckt ein fünckchen Wahrheit! Im Fall Strauss-Kahn habe ich mir bereits eine Meinung gebildet. Der Mann hat den vollkommenen Realitätsverlust, nicht jede Frau in seiner Nähe steht ihm automatisch zur Verfügung, nur weil er Chef ist. Bei Kachelmann ist das so eine Beziehungskiste - kein fremder Vergewaltiger. Da bin ich sehr zwiespältig, NIEMAND war dabei und die Frau hat gelogen. Es tut mir in in der Seele weh, das Opfer dadurch nicht ernst genommen werden. Aber Frauen die in diesen Fällen Lügen gehören DOPPELT BESTRAFT, weil sie den Opfern für die Zukunft die Glaubwürdigkeit nimmt. Und das ist schlimm! PS. Diesen 3zeiligen Eintrag hier finde ich indiskutabel!!!!! Da ich den Text im ganzen nicht lesen kann, bitte ich vorab für Rechtschreibung und Grammatik um Nachsicht.
Zum Glück gibt es Schwenn...
Hr. Schwenn hat in seinem Plädoyer endlich mal alles auf den Punkt gebracht. Hoffentlich wird dem medial inszenierten Schmierentheater jetzt mal ein Ende gesetzt und Hr. Kachelmann von allen Vorwürfen freigesprochen. Sind wir gespannt auf Dienstag !!
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Sie schreiben: „Ein Freispruch des Angeklagten hätte eine verheerende Wirkung für alle Frauen“. Wenn das Gericht dazu kommt, dass es zuviele Ungereimtheiten gibt, muss es in einem Rechtsstaat doch einen Freispruch geben ? Alles andere wäre in meinen Augen ein Skandal. Wir können nicht einfach irgendjemanden wegschließen, der vielleicht unschuldig ist, nur damit ein Zeichen für alle Frauen gesetzt wird. Damit wären wir auch noch bei einem weiteren Punkt, der mir bei dieser Diskussion auffällt: Stereotypen - es geht ja die ganze Zeit um die bösen Männer, die die Frauen vergewaltigen. Dass Problem, dass viele oft nicht den Mut haben, eine Vergewaltigung anzuzeigen, ist aber kein reines Frauenproblem: es gibt auch Frauen, die Ihren Männern gegenüber gewalttätig werden, sogar in dem Maße, dass man auch von einer Vergewaltigung reden könnte, und diese Männer haben es (weil das eben selten ist, aber dennoch vorkommt) noch schwieriger, vor Gericht glaubwürdig zu wirken. Zumal Gewalt von Frauen an Männern gern auch mal mit "Emanzipation" verwechselt wird. *** Sie zitieren falsch. Alice Schwarzer schreibt nicht: „Ein Freispruch des Angeklagten hätte eine verheerende Wirkung für alle Frauen“. Sondern Alice Schwarzer schreibt: "Sollte das Gericht die Wahrheit nicht herausfindenund käme es auf einen Freispruch 'Im Zweifel für den Angeklagten' raus, dann wäre das eine Katastrophe. Und zwar nicht nur für die Ex-Freundin und Jörg Kachelmann, sondern für Millionen Frauen. Sie, die endlich angefangen haben zu reden, würden wieder verstummen." Siehe auch http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/aliceschwarzer-artikel-essays/der-fall-kachelmann/warum-millionen-frauen-betroffen-sind-nr-5/
kachelmann ging es nur um sex, nicht um liebe
lt. verteidigung ging es kachelmann bei der vielzahl seiner weibl. bekanntschaften nur um sex, nicht um liebe. und dafür braucht dieser mann eine vielzahl von frauen? um sex geht es vergewaltigern auch, wenn sie vergewaltigen. sado-maso-spiele, die kachelmann angeblich sexuell antörnten, beziehen sich auch in grenznähe zu gewalthandlungen. ein mann, dem es nur um sex geht, wird auch spass an grenzhandlungen haben, druck ausüben wollen. sexuelle belästigung bis hin zu gewalt, ist zwar rechtlich kein kavaliersdelikt - aber in den köpfen vieler menschen scheint diese vorstellung noch zu fruchten. das zeigt mir der fall strauss-kahn und der artikel i.d. emma "sie lassen sich gehen, frauen zahlen die zeche" zum appel der franz. frauenorganisation. wo die äusserungen potenter prominenter die schwere einer vergewaltigung verharmlosen. die übereilt geschlossene ehe des herrn kachelmann während des prozesses signalisierte mir d. krampfhaften versuch seiner angebl. seriosität. sehr durchsichtig die planung. es ist doch wohl jedem klar, wie "erniedrigend" für die opfer der gang in die öffentlichkeit ist. kinder, die sex. gewalt erleben, wird das nicht zugemutet. ich kann mir nicht vorstellen, dass vergewaltigungsopfer diesen gang so locker angehen, wenn sie sich nicht im recht fühlen. ich hoffe, dass ich noch viel von alice schwarzer lesen und hören werde - aber hoffentlich nie wieder etwas von einem kachelmann.
Interessante Verteidigertricks
Unabhaengig von Schuld oder Unschuld des Herrn Kachelmann ist es interessant, wie die Verteidiger in ihren Plaedoyiers getrickst haben und wie unkritisch die Journalisten das uebernehmen. 2 Beispiele: Am Tampon ist Dna aber am Messer keine des Opfers. Kann ja gar nicht sein nach dem Alltagswissen der Menschen. Fest angefasst = viel Dna, wenig angefasst = kaum Dna. Ist doch glasklar denkt der Mensch! Dass das wissenschaftlich nicht haltbar ist und man aus dem Fehlen von Dna-Spuren keinerlei Schluesse ziehen kann wissen die Verteidiger aus vielen Prozessen, aber so eine Regel der Nebschen laesst sich wunderbar fuer Kachelmann verwenden, ob wissenschaftlich haltbar ist egal. Und dann sagt man noch dass ein Gutachter gesagt hat, dass man so Spuren nicht ohne weiteres abwischen kann, was stimmt, aber das es eigentlich darum geht ob da Spuren dran sein muessten wird verschleiert. Weiterer Irrtum der Menschen: Das Gedaechtnis speichert Erlebtes nicht wie eine Videokamera, was aber vielen Menschen nicht ausreichend bekannt ist. Erinnern ist ein rekonstruktiver Prozess und fehleranfaellig, insbesondere wenn man als Mensch ein guter Zeuge sein will. Dann ergaenzt das Gehirn unbewusst und nach Erfahrungswissen. Bei gewieften Verteidigern daher beliebt: Zeugen moeglichst ueber Tage zu jeder Einzelheit fragen und danach dann Gutachter fragen, ob das ueberhaupt sein kann. Dass die Basis des Gutachtens die Erinnerungen sind und diese fast schon zwingend fehlerbehaftet wird da verschwiegen. Der Gutachter sagt: Kann nicht sein und der dumme Mensch sagt: Der Zeuge muss also luegen! Stimmt aber nicht. Verteidiger duerfen so mit falschem kollektiven Erfahrungswissen spielen, aber kann man von Gerichtsreportnern nicht erwarten, dass sie das hinterfragen? Aber das machen sie kaum. Man kann nur hoffen, dass sich das Gericht von jeder Erwartungshaltung frei macht und das alles hinterfragt. Wird Kachelmann schuldig gesprochen geht die Hexenjagd auf Seidling und Kollegen wohl los! Ob sie das wirklich unbeeindruckz laesst?
Nicht einschüchternl lassen?
@ThomasGotso, also bei Ihrem Kommentar bleibt mir aber auch die Spucke weg...Also: Hört nicht auf Frau Schwarzer! Geht sofort zur Polizei! Sie schreien tatsächlich: "Mit einer kriminalistischen Untersuchung kann man Gewaltspuren zweifelsfrei nachweisen! Und das bezieht sich auf Gewalt jeder Art." ... Könnten Sie das bitte noch mal ganz genau erklären, nur für so Dumme wie mich!
Unschuldsvermutung
Hallo Frau Schwarzer, ich verstehe Ihre Perspektive auf das Opfer. Ich habe den Prozess interessiert verfolgt. Auch die Sache, die der Verteidiger gegen sie veranstaltet hat, nicht richtig. Durch die der Öffentlichkeit zugänglichen Informationen ist es mir aber nicht möglich dem mutmaßlichen Täter Kachelmann oder dem mutmaßlichen Opfer M zu glauben. Als logiker ist es mir nicht möglich ein Begründetes Urteil zu fällen. Also ein Urteil, dass ich auf bewiesenes Wissen fundieren kann. Insofern finde ich ein externes Urteil, egal von wem, nicht legitim. Ich kann weder Kachelmann noch M glauben. Man kann durchaus für das Opfer sprechen, ohne dabei die Unschuldsvermutung zu verletzen. Die Wahrscheinlichkeit bleibt aber bei 50 zu 50. Glauben ist kein Wissen!
Erinnern wir uns an Andreas Türck
Das ganze erinnert mich sehr an den o.g. ähnlichen Fall. Die Karriere des Mannes wurde zerstört, obgleich er unschuldig war. Frau Schwarzer, Ihre Aussage impliziert hier die Schuld von Herrn Kachelmann. Wieso eigentlich ist es so unvorstellbar, dass das "Opfer" tatsächlich eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte auf den Tisch gelegt hat? Eine tatsächliche Katastrophe wäre nicht das von Ihnen geschilderte Szenario, sondern eine Verurteilung die auf Mutmaßungen und nicht auf Fakten beruht. btw. hat Hamlet mit seiner Aussage nicht ganz unrecht. Die Fälle in denen Frauen diese Machtposition ausnutzen gibt es und sind nicht von der Hand zu weisen.
Nicht einschüchtern lassen
@Der Böse Man möchte meinen, dass nach so einem Kommentar die Stimmen, welche Schwarzer hier uneingeschränkt anfeuern einen der Vergewaltigung wohl unschuldigen Mann, wegen der Gestaltung seines Privatlebens zu vernichten, verstummen würden. Aber Halbwissen und distanzlose Emotionalität scheinen sich hier gegen den Verstand durchzusetzten. Ich glaube hier wird viel projiziert und Kachelmann muss als Stellvertreter für beschädigte Seelen herhalten. Das schlimmste ist doch, dass jetzt Opfer denken, man könne eine wie von der Radiomoderatorin beschriebene Vergewaltigung nicht nachweisen. Dabei ist dies ziemlich leicht möglich. Es sei denn, wie in diesem Fall, dass nichts in der Richtung passiert ist. Also: Hört nicht auf Frau Schwarzer! Geht sofort zur Polizei! Mit einer kriminalistischen Untersuchung kann man Gewaltspuren zweifelsfrei nachweisen! Und das bezieht sich auf Gewalt jeder Art.
...oh nein, bitte nicht...
Kachelmann als Stellvertreter für beschädigte Seelen ? Alles nur das nicht. Bei aller Skepsis zum Wahrheitsgehalt der Aussagen von beiden Betroffenen, die als einzige wissen, was wirklich geschah, so muss ich doch einfordern, die Realität von tatsächlichen Vergewaltigungen nicht zu verdrängen. Frauen wurde und wird Gewalt angetan und ihre Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, sind immer noch schwierig, eingeschränkt, von Peinlichkeiten begleitet und viele fürchten auch die Rache der Vergewaltiger oder der Gesellschaft. Zu bekannt sind doch die Sätze unserer Geschlechtsgenossinen: "Was läuft sie auch so aufreizend 'rum...". Vergewaltigung ist immer noch ein Delikt, bei dem sich die Frauen eine Schuld geben, die sie nicht haben und oft tut die Gesellschaft ihr übriges. Wie die meisten anderen hier möchte auch ich nicht glauben müssen, dass eine Frau eine Vergewaligung aus Rache erfindet. So sehr ich verstehe, wie übel ihr mitgespielt wurde, sollte sie tatsächlich diesen Weg für ihre Rache gewählt haben, hat sie allen wirklichen Opfrn keinen Gefallen getan. Das ist die eigentliche Botschaft.
sehr wesrntlich
wird es bei der Urteilsfindung auf den Eindruck ankommen, den die Opferzeugin auf das Gericht gemacht hat, und zwar in den nichtöffentlichen Passagen. keiner von uns war dabei. Und so kann also keiner von uns, auch die pro und conta- Journalisten ein begründetes Urteil fällen. Ich denke, auch die Gutachter, die sich alle nicht richtig festlegen wollten, sind keine wirkliche Hilfe. Beide Seiten können das herausziehen, was für sie passend ist. Ich hoffe darauf, daß das Gericht eine Reihe weiser Eingebungen hat bei der jetzt stattfindenden Beratung hinter verschlossenen Türen. Diese Andrea Combé kann ich auch nicht verstehen. Was soll das breite Grinsen für die Journalisten? Es erinnert mich an die Panzerknacker. Soll es uns und die Richter, die wohl auch mal in die BILD schauen, für sie einnehmen? Soll es Siegesgewißheit signalisieren? Wie überaus durchsichtig!!
Was wäre wenn?
Was wäre wenn, sich diese eine Frau tatsächlich einfach nur wegen verletzter Eitelkeit rächen wollte? Fakt ist: Es gibt keinen einzigen Beweis. Sogar auf dem "Tat"-Messer sind weder DNA- noch Wischspuren - nichts ... ... ... Die Glaubwürdigkeit dieser einen Frau ist mehr als zweifelhaft. Sie hat bereits nachweislich gelogen - Manchmal ist ein Tisch eben nur ein Tisch und nicht mehr.
Schuldfrage
guten Tag, Frau Schwarzer, Ist die Schuld von Kachelmann jetzt Ihrer Meinung nach zweifelsfrei erwiesen oder nicht? Das wurde mir aus Ihren Ausführungen nicht ganz klar. Gruss, B. Huber
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Sollte Kachelmann ohne Beweise, nur auf Grund der Aussage der Ex-Geliebten, verurteilt werden, wird in zig deutschen Ehen bald folgender Spruch zu hören sein: "Entweder ich kriege mein eigenes Auto/einen Zweiturlaub/ das Kleid/ neue größere Wohnung usw oder ich zeige dich wg Vergewaltigung an!" Sollte Gleichberechtigung nicht anders aussehen?
@ Hamlet:
Soso,Sie meinen also,"zig" Frauen wären derart gewissenlos und niederträchtig,ihren Ehemann für UrlaubAutoKleidEtc. ins Gefängnis zu schicken?Na,wenn das Ihr Frauenbild ist,so tun Sie sich und vor allem den Frauen doch bitte den Gefallen und halten Sie sich von uns bösartigen,verlogenen Kreaturen fern,Sie Menschenkenner vor dem Herrn!
Schweigen!
Unterstellen wir mal, Herr Kachelmann hat ein Gewissen.Unterstellen wir ferner seine Rechtsanwälte sahen es als taktisch klug an, das ihr Mandant IMMER schweigt. Daraus kann man auch folgende zwei Ergebnisse ziehen: 1. Die alte Redewendung: "wer schweigt stimmt zu" ist als stilles permanentes Schuldeingeständnis des Angeklagten zu sehen. 2. Die Anwälten trauen ihrem Mandanten nicht, dass er sich nicht verplappert und haben ihm deshalb einen Maulkorb verpasst. Beides spricht für den Wahrheitsgehalt der Anklage und kann nur zu einem Urteilsspruch führen: schuldig.
Aussageverweigerung
Tja, Silke, sehen wir uns Ihre Argumentation doch einmal genau an: Es läuft darauf hinaus, dass sie die Wahrnehmung des Rechts auf Aussageverweigerung als ausreichende Grundlage für eine Verurteilung werten. Damit schaffen Sie dieses Recht faktisch ab.
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Bei _diesem_ Staatsanwalt ist Schweigen das einzig Richtige, was ein Angeklagter tun kann! So manch ein Unschuldiger hat sich vor Gericht schon so verplappert, daß seine Reden zerpflückt wurden und er zum Schluß selbst nicht mehr wusste, was er da eigentlich gesagt hatte. Und genau darum hat man das Recht auf einen Pflichtverteidiger und das Recht zu schweigen.
Schweigen
Silke, Sie haben völlig Recht! Darüber hinaus würde jede Person, die "wirklich unschuldig" ist, nicht von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen, da sie sich gar nicht in Widersprüche verstricken kann - sie müsste einfach nur die Wahrheit erzählen, nichts anderes...
Was ist mit Andrea Combé
Liebe hochverehrte Alice Schwarzer, dass Schwenn, dem man alles andere als Testosteronmangel attestieren kann, sich für die Belange seines Mandanten und gegen Staatsanwaltschaft, Gericht und am schlimmsten: gegen das Opfer in die Bresche werfen würde, ist natürlich traurig, aber nicht verwunderlich. Es war nicht anders zu erwarten. Und dass er dabei Sie, liebe Frau Schwarzer, in Ihrer Eigenschaft als Kommentatorin des Gerichtsverfahrens, als Zeugin für die Öffentlichkeit und Aktivistin für die Sache der Frauen hierbei zu beschädigen suchen würde - das war so sicher, wie Kachelmann das Urteil "schuldig" aus meinem Mund hören könnte. Rote Socken sprechen ihre eigene Sprache, ebenso Titulierungen Ihrer Person wie z.B. der Ausdruck "Malice". Letztere sind Hilflosigkeiten einer zutiefst verunsicherten Verteidigerseele, die um des Selbsterhaltes Willen angreift, weil sonst eine sichere Niederlage ins Haus stünde. Angriffe, die in Form des üblichen Kleine-Jungen-Gehabe vorgetragen wurden. Damit kann ich leben. Und ich glaube, Sie können es auch, liebe Frau Schwarzer. Denn will man sich wirklich mit derartigen Petitessen aufhalten? Es gibt Wichtigeres zu erkämpfen. Allein, ich weiß mir keinen Rat, wie mit der Combé umzugehen ist. Ehrlich gesagt, halte ich sie sogar für gefährlicher als den Krawalliero Schwenn. Ich frage mich, was die antreibt. Ist es nur die Pflichtverteidigerschaft oder mehr? Ist es am Ende weiblicher Selbsthass? Mich würde Ihre Einschätzung hierzu sehr interessieren. Herzlichst Ihre Karin Berenice Ecker
Heiß
Ich bin froh, dass es keine Scheiterhaufen mehr gibt. Heute wird auf andere Art verteufelt. Die Opfer sind immer noch die gleichen: Mutige, die es wagen zu widersprechen. Danke Alice für deinen Mut
Die Lüge des Kachelmann-Verteidigers.
Die Prozessordnung in Deutschland überrascht mich. Die Verteidiger können im und ausserhalb des Gerichtssaales das Opfer als Lügnerin bezeichnen. Das ist dicke Post. Ich hatte überhaupt während den Verhandlungen das Gefühl das Opfer sei die Angeklagte, nicht der Vergewaltiger. Die Mutmassung gilt für beide. Dass sich Herr Kachelmann weigern konnte eine psychologische Untersuchung nicht mitzumachen, verstehe ich nicht. Es hätte seinen Charakter aufgedeckt. Er hat sich immer mit Händen und Füssen geweigert nicht zuviel von sich preis zu geben. Ich kann mir gut vorstellen, dass Herr Kachelmann gewalttätig wurde als das Opfer die "Hausaufgaben " nicht mitmachen wollte. Eine Bedrohung mit einem Messer ist eine Gealtanendung auch wenn kein Blut auf dem Messer ist. Seine Gespielinnen waren warscheinlich immer allzeit bereit und froh, wenn er nur vorbei kam, nur diesmal war es nicht so. Dass die Verteidiger alles daran setzen ihn frei zu bekommen ist ja klar. Der Vip-Bonus ist auch für sie eine gute Visitenkarte. Ich hoffe, dass die Richter die Situation richtig erkennen.
Schrecken ohne Ende
Ich finde Herrn Schwenn absolut unerträglich. Zu Beginn des Prozesses war ich bezüglich des Vergewaltigungsvorwurfes noch völlig neutral in meiner Meinung, doch mit seinen anmaßenden Gesten, seiner unendlichen Arroganz und seinem unverschämten Auftreten hat Herr Schwenn erreicht, dass ich den Angeklagten gleichermaßen unsympathisch finde und ein Ende dieses Prozesses einfach nur herbei wünsche. Nur um nichts mehr von ihm (Herrn Schwenn) zu hören. Nun ist Antipathie natürlich kein Grund für eine Verurteilung, dennoch wäre ich froh, wenn ich weder Herrn K. noch seinen Zwergprediger jemals wieder sehe. So oder so...
Verstehe ich das richtig?
Meine Frage ist, sollte Frau Schwarzers Meinung nach also Kachelmann, wenn es Zweifel an seiner Schuld gibt, eingesperrt werden, bzw. eine Bewährungsstrafe verhängt bekommen, damit Frauen sich weiter trauen Vergewaltiger anzuzeigen?
Sie sind doch auch nicht der Wahrheitsliebe verhaftet
Frau Schwarzer, von einer Berichterstatterin, und als solche sind Sie in den Prozess eingestiegen, würde ich mir von Ihnen eine Auseinandersetzung mit dem Prozessrecht (ist nicht so schwierig, 4 Stunden sollten für eine Frau Ihrer Intelliganz genügen!) und eine zumindest in Ansätzen objektive Berichterstattung wünschen. Die Kosten des Verfahrens sind mitnichten die Kosten der Verteidigung; diese hat der Angeklagte selbst zu tragen, auch wenn er gewinnt. So viel zu dem Wahrheitsgehalt Ihrer Kommentierung. Richtig ist, dass dieser Krawallo Schwenn eine Schande für meine Berufsgruppe ist, aber wesentlicher an dem gestrigen Prozesstag war doch das Plädoyer der Verteidigerin. Anstatt sich an Herrn Schwenn abzuarbeiten, sollten Sie vielleicht auch einmal auf die wirklich gut vorgetragenen Argumente - ja praktich Analyse - der Verteidigerin eingehen. Eine solche hätte ich von der Staatsanwaltschaft erwartet, die eben nicht nur Anklagebehörde ist. Den krawallugen Protest des Herrn Schwenn gegen die unterirdische Beweisbewertung der Staatsanwaltschaft kann ich gut nachvollziehen, wenn mir auch der Wortlaut zuwider ist.
Quatsch!
Nicht Frau Schwarzer sollte 4 Stunden, sondern Sie mal 2 Minuten in die Lektuere von 467 StPO investieren. Bei Freispruch werden die Auslagen des Angeklagten der Staatskasse auferlegt!
Gespannt sein?
Angesichts der insgesamt überaus dürftigen Beweislage inkl. der erwiesenen Falschaussagen der Nebenklägerin kann nur der Rechtsgrundsatz "In dubio pro reo" Anwendung finden - alles andere wäre nicht nur eine Überraschung, sondern ein Justizskandal.
...nicht überbewerten...
Das Gebrüll eines alten Löwen würde ich nicht überbewerten. Schliesslich wurde er genau deshalb engagiert; und den Staatsanwalt kennt jetzt auch jeder. Neben diesen Eitelkeiten möchte ich in keinem Fall Richterin sein müssen. Zu welchem Urteil könnte ich kommen ? Kann eine Vergewaltigung nachgewiesen werden ? Nicht zweifelsfrei. Kann ich ausschliessen, dass es ein Rachakt der Nebenklägerin war ? Auch nicht. Und dazu kann ich auch noch beide Seiten verstehen. Ihre Rache - auch wenn ich niemals eine Vergewwaltigung vortäuschen würde, kann ich trotzdem nachvollziehen. Sein Versuch, sich da 'rauszuwinden, nun, unser Rechtssystm lässt das zu. In dubio pro reo. Wie Alice selbst schreibt, man/frau darf gespannt sein.
Danke schön!
Helmut Schmidt, Alice Schwarzer, beide die Vollendung der klaren Sicht. Danke schön, Alice!!
Das Ergebnis darf mit Spannung erwartet werden
So schlecht kann das Plädoyer der Verteidigung nicht gewesen sein, wenn sich der Blogbeitrag hier lediglich auf für den Prozess belanglose Nebensächlichkeiten stützt, um einen manipulativen Stil der Verteidigung aufzuzeigen. Man darf gespannt sein, wie das Urteil lautet. Nach den wenig überzeugenden Ausführungen der Staatsanwaltschaft - die wenig mehr als bloße Spekulationen waren - müsste es eigentlich auf einen Freispruch herauslaufen. Soweit man gehört hat, ist die Aussage des mutmaßlichen Opfers mit fragwürdiger Glaubwürdigkeit das einzig belastende, was in dem Prozess geblieben ist.
Merkwürdig - Ihr Name "Karpatenhund" ist wirklich merkwürdig!!
Ja, Sie haben Recht, Karpatenhund, Herr Kachelmann ist einer Anklage (bezüglich der Schweizer Dame) nur haarscharf entgangen - und zwar wirklich nur "haarscharf"! Der Schweizer Anwalt Landmann wird Ihnen dies gerne bestätigen! Für das Gericht in Mannheim ist dies natürlich wichtig, da so ein gewaltsamer Übergriff einiges über den Charakter bzw. die Persönlichkeit eines Angeklagten verrät, für den das Wort "Gewalt" kein Fremdwort ist...Und insbesondere bei Vergewaltigungs-Verfahren ist diese Erkenntnis von Bedeutung!
"Haarscharf entgangen"?
@T: Eine Anklage ist keine Verurteilung. Und eine Anklage ist auch kein Beweis für die Tat, sondern besagt nur, dass die Staatsanwaltschaft einen gewissen Tatverdacht hat. Dass jemand einer Anklage „nur haarscharf entgeht“ ist also eine interessante Aussage; besagt es doch, dass entweder keine Anzeige gemacht wurde oder dass die Staatsanwaltschaft den Fall nicht vor Gericht bringen wollte oder konnte. Warum wohl? Entweder bestanden starke Zweifel daran, dass der Vorwurf haltbar sein würde; oder es bestanden andere Gründe, die eine Verurteilung höchstwahrscheinlich verhindert hätten. Und was die Relevanz angeht: Mit so etwas kann man – wie ich bereit geschrieben habe – höchstens eine Aussage über den Charakter treffen; toll, aber hier irrelevant, weil dem Gericht grade Beweise für die konkrete Tat fehlen. Wie schon mehrfach geschrieben: Dass Kachelmann nach zweifelhaften Moralvorstellungen lebt, ist spätestens nach diesem Prozess klar; Das reicht aber nicht für eine Verurteilung. Auch das Gericht musste das anerkennen und hat daher konsequenterweise Kachelmann freigesprochen.
"im zweifel für den angeklagten"
ist nie eine "katastrophe" sondern eine der grössten errungenschaften eines funkionierenden rechtsstaates. wer das nicht versteht und eine solche entscheidung aus zweifelhaften ordnungspolitischen erwägungen gar fürchtet, der zeigt, dass er die grundlegende funktion enes rechtsstaates nicht verstanden hat.
mehr opferschutz
eine überaus menschenrechtliche errungenschaft ist es, dass die strafrechtliche verfolgung von sexualisierter gewalt möglich ist. die empathie für ein vergewaltigungsopfer scheint bei den meisten männern nicht möglich. denn ich gehe davon aus aufgrund von erfahrungen in gesprächen mit vielen frauen, dass männer keine skrupel besitzen, druck auf frauen auszuüben (und sei es die ehe/frau), wenn ihnen die "lust" überkommt. " hab dich nicht so ", den satz wird so manche ehe/frau schon gehört haben. sexualisierte gewalt in der ehe steht auf der tagesordnung. da braucht sich keine frau zu wundern, wenn vergewaltigungen zur anzeige kommen wie im fall DSK - wie gross die kameraden-solidarität unter männern funktioniert. es gilt ebenso für die opfer "unschuldsvermutung" , denn für vergewaltigte frauen ist der weg durch die "instanzen" die hölle. kein wunder, dass die meisten frauen resignieren, anzeigen aufgrund sexual. gewalt gar nicht erst gestellt werden und die täter frei walten können. auch die "bilder", die uns über die pornografische szene/internet serviert werden, vermitteln männern, frauen hätten spass an gewalt und vergewaltigung. das prägt den blick und lässt so manchen mann realitätsfremd sein..
Blind vor Hass
Ich bin enttäuscht. Enttäuscht von der deutschen Rechtstaatlichkeit, enttäuscht von einigen Medienblättern und auch enttäuscht von unüberlegten Hassberichten wie dieser. Längst geht es Frau Schwarzer nicht um die Rechte von Frauen. Nein - in erster Linie geht es ihr darum Geld zu verdienen. Und nachdem immer weniger Menschen zuhören kommt eine Gelegenheit wie diese gerade richtig um sich wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Seit einem Jahr kann ich lediglich Streiterein wie im Kindergarten feststellen. Das Wesentliche geht hierbei verloren: Die Gerechtigkeit. Schade.
Aus Mangel an Beweisen
Liebe Frau Schwarzer, ein Strafverfahren endet entweder mit einer Verurteilung oder mit einem Freispruch. Die Unterscheidung "wegen erwiesener Unschuld" und "wegen Mangel an Beweisen" (was nichts anderes bedeutet als "im Zweifel für den Angeklagten)wurde vor ca. 40 Jahren abgeschafft, und das mit gutem Grund: Ein Verdacht, der nicht bewiesen werden kann, darf selbstverständlich nicht aufrecht erhalten bleiben. Sollte K. freigesprochen werden, so lautet die Urteilsformel also: "Der Angeklagte wird freigesprochen" - ohne irgendwas von "Mangel" oder "Zweifel"; basta. Ihr Satz: "Sollte das Gericht die Wahrheit nicht herausfinden und käme es auf einen Freispruch ‚Im Zweifel für den Angeklagten’ raus, dann wäre das eine Katastrophe" macht also wenig Sinn; es sei denn, man liest ihn ohne den Zusatz "im Zweifel für den Angeklagten". Dann hat Schwenn aber recht. Für K. ist alles eine Katastrophe außer einem Freispruch wegen erwiesener Unschuld, den es ja nicht gibt. Und für die "Millionen Frauen"? Die müssen sich gegebenenfalls mit einem einfachen Freispruch abfinden müssen, und der ist dann für sie logischerweise eine Katastrophe. Abgesehen von der beschriebenen Rechtslage: Wäre es überhaupt vorstellbar, dass K. seine Unschuld BEWEISEN kann? Doch allenfalls dann, wenn wenn die Frau erklären würde, dass sie gelogen hat. Bleibt also als logische Konsequenz Ihrer Aussage: Alles andere als eine Verurteilung wäre für Millionen Frauen eine Katastrophe. Richtig?
Schwenn-Show
Was der Schwenn da für eine Show abzieht, ist geradezu lächerlich und trägt bei weitem nichts zur Wahrheitsfindung bei. Die Kosten für seine Gutachter sollte er von seinem eigenen Honorar zahlen müssen, dann würde er endlich mal die Klappe halten.
würstchen
Schwenn ist ein kleines Würstchen. Er merkt es nur nicht, bzw. will es vor sich und besonders anderen verstecken. Meine These ist: Er hat Angst vor starken Frauen, vor solchen, die sich gegen Vergewaltiger wehren und solchen, die ihm trotz seines aufgeblasenen Pfauengehabes immer nich Widerworte geben. Möge das Gericht sich nicht von dem Geblubber beeinflussen lassen und ein eigenständiges Urteil fällen. Alice: tapfer immer dagegen gehalten: solche Leute braucht das Land!
dieser anwalt ver/hilft lügnern - das färbt ab...
die gesellschaft entwickelt sich immer mehr zu einem system, insbesondere das rechtssystem, wo die die körperliche gewalt quasi in die strukturelle gewalt übergeht und die gerichtsprozesse zu einer art zweiten vergewaltigung werden, wie es in der fachsprache heisst, zit. b. degen, juristin zu "sexualisierte gewalt an den hochschulen" anwälte wie o.g. können vergewaltiger auch zukünftig das leben erleichtern. dieser mann war mir von anfang an suspekt aufgrund seines auftretens, nach dem motto: angriff ist die beste verteidigung. wen greift er nicht an und nun lügt er auch noch, alles unter dem deckmäntelchen der "wahrheitsfindung". gut, dass er sich selbst entlarvt hat. es heisst: die berichterstattung über den fall k. könnte psychologinnen zufolge vergewaltigte frauen von der anzeige abhalten. aus schamgefühl und angst zeigten bereits jetzt viele frauen eine vergewaltigung nicht an, sagte die leiterin des notrufs "frauenhorizonte" laura wall in freiburg. die berichterstattung und öffentl. zweifel an der glaubwürdigkeit von k. ex-freundin, die ihn angezeigt hatte, könnte frauen nun noch mehr daran hindern, zur polizei zu gehen, vermutet wall. das schreckt frauen ab. sie haben ohnehin angst, dass ihnen keiner glaubt, so die psychologin. auch katja grieger vom bundesverband der frauenberatungsstellen und frauen-notrufe vermutet das. ein grosses problem für vergewaltigungsopfer ist nach angaben griegers, direkt nach der tat zu reagieren. viele frauen stehen unter schock. generell scheuen viele opfer unsensible befragungsmethoden und unterstellungen. (auszüge badische zeitung 2.8.2010) und immer wieder lese ich zu allen artikeln, die sich mit dem obigen fall beschäftigen, die abwehrhaltung von männern in ihren kommentaren. ich habe den eindruck, dass die meisten männer auch heute noch vergewaltigungen, sexualisierte gewalt an frauen nicht ernst nehmen wollen! sie stehen kontinuierlich in einer abwehrhaltung zum opfer und sympathisieren von vornherein mit dem(mutmasslichen) täter. hinzu kommt, dass gewalt sehr eng definiert wird. wenn das opfer sich nicht genug gewehrt hat, wird den frauen schon mal "einvernehmlichkeit" vorgeworfen. anscheinend müssen lt. rechtsprechung sehr `blutige` spuren vorliegen. es heisst, dass es hier eine gesetzeslücke gibt zuungunsten des opferschutzes. die polizei rät den frauen dagegen, bei vergewaltigungen lieber "still zu halten", um den gewalttäter nicht zusätzlich zu reizen. wie dieser prozess auch ausgeht, für die zukünftigen opfer - wenn sie nicht während des verbrechens halbtot geschlagen werden, steht neben der vergewaltigung auch zukünftig nichts erfreuliches bevor. wenn ich so sehe, wen der obige sog. promi-anwalt alles mit krimineller energie vertreten hat, wundert mich nichts mehr : nur heisst es (wenn das stimmt), freisprüche hat er hier nicht erreicht. danke an alice schwarzer für ihr starkes feministisches engagement und die geduld.
Interessante Ansicht
@mazza: Mal ganz abgesehen davon, dass der Kommentar mit der Grammatik nur schwer lesbar ist: Wie sollte denn die Alternative aussehen? Wir weisen dem mutmaßlichen Täter die Tat nicht mehr zweifelsfrei nach, sondern verurteilen ihn, um Opfer zu ermutigen, ebenfalls Anzeige zu erstatten? Oder die Medien berichten nicht mehr über nachgewiesene Lügen des mutmaßlichen Opfers und verzerren damit grob die Berichterstattung (nicht, dass diese in weiten Teilen noch subjektiver werden könnte; aber die Fakten hätte ich schon ganz gerne bei einer Berichterstattung)? Wir leben hier in einem Rechtsstaat. Was tatsächlich passiert ist, können genau zwei Leute sicher wissen: Kachelmann und die Frau. Das wird sich niemals ändern, da man sich durch eine Beweisaufnahme höchstens der Sachlage annähern kann. Und wenn die Beweisaufnahme nicht eindeutig in eine Richtung weist, die die Schuld des Angeklagten belegt, ist der Angeklagte eben freizusprechen. Das ist ein vernünftiges Grundprinzip eines rechtsstaatlichen Verfahrens. Die Abwehrhaltung in den Kommentaren hat eben nicht zwingend etwas mit einer Verteidigung von Vergewaltigung oder sexualisierter Gewalt zu tun; eine Abwehrhaltung ist deswegen angebracht, weil die Beweislage in diesem Prozess äußerst dürftig ist. Zudem muss man zwischen der Abwehrhaltung auf rechtlicher Seite und der moralischen Frage trennen: Ja, ich sympathisiere rechtlich gesehen nach dem, was ich über den Prozess weiß, mit Kachelmann. Keine überzeugenden Beweise gleich Freispruch. Das heißt nicht, dass ich moralisch betrachtet das Verhalten Kachelmanns gut finden würde; wer so mit anderen Menschen umgeht, lebt meiner Meinung nach nach falschen moralischen Grundsätzen. Nur ist das für den Prozess irrelevant, eine fragwürdige Moral alleine ist kein Verurteilungsgrund.
Schwenn
Anwalt Schwenn war wirklich von Anfang an sehr suspekt - mit seinen verbalen Angriffen gegen alles und jeden! Dass er den Sado-Maso-Frosch als Unschuldslamm verkaufen will, der von einer rachesüchtigen, verlogenen Frau angezeigt worden ist, ist blanker Hohn!! Wie kann jemand, der knapp 3 Wochen vorher, einen ähnlichen gewaltsamen, sexuellen Übergriff gestartet hat(Stichwort:Schweizerin!), überhaupt als "unschuldig" von seinen Anwälten vermarktet werden -von anderen gewaltsamen Übergriffen die Kachelmann begangen hat (u. a. Dame aus Hiddensee!), einmal ganz abgesehen! Sämtliche Frauen als Lügnerinnen zu bezeichnen und diesen wirtschaftliches Interesse vorzuwerfen, zeigt nur, in welcher auswegslosen Situation Schwenn sich befindet, um auf diesem Niveau agieren zu müssen...
Merkwürdig
@T.: Mir ist komplett entgangen, dass Kachelmann wegen des Übergriffs auf eine Schweizerin verurteilt wurde. Bisher sind das unbewiesene Anschuldigungen. Außerdem ist es komplett neu für mich, dass man mit Anschuldigen, die sich auf eine andere Tat beziehen, eine neue Tat beweisen kann; selbst wenn die Anschuldigungen der Schweizer Zeugin der Wahrheit entsprechen sollten: Welche Aussagekraft hat das nochmal genau für das aktuelle Verfahren? Doch höchstens, dass er zu so einer Tat fähig wäre. Das befreit die Staatsanwaltschaft nicht davor, Beweise für die konkrete Tat vorlegen zu müssen. Bei einer Aussage-gegen-Aussage-Konstellation ohne überzeugende Beweise liegt ein Freispruch sehr nahe.
Frage
Liebe Frau Schwarzer, ihre persönliche Antipathien mal beiseite gelassen - da Sie einen Schuldspruch zu präferieren scheinen, würde mich interessieren, auf Basis welcher Beweise diese Verurteilung erfolgen sollte, und ob dies als Prinzip innerhalb eines Rechtsstaates dienen könnte. Wenn allein die Aussage des vermeintlichen Opfers für einen Schuldspruch reichen soll - wie können Rechtsstaatsprinzipien gewahrt bleiben? MfG, Gast
Gibt es ein größeres Kompliment
als der Hass der Gegner? Schwennemännchen muss Dich arg fürchten, Alice! Bestimmt kriegt er dauernd Migräne, da wagt eine Frau Widerworte. Pfui Deibl, flotte Emma! Da kann man doch nur die Augen verdrehen, beim Rechtsverdreher vom Kopfverdreher, Meister auch als Wortumdreher.
Hm, Frage...
Kommt daher der Ausdruck "Rechtsverdreher?" ;-) Zumindest war ja der damalige "Rauswurf" aus dem Gerichtssaal bezeichnend dafür, wie sehr Schwenn eine Frau Schwarzer fürchtet, oder? Übrigens: Die roten Socken sind potthässlich! ;-)
Lässt Feminismus einen Sinn für Gerechtigkeit zu ?
ich persönlich sehe mittlerweile die Tatsache, daß Schwenn bei sovielen Feministinnen einen pavlovschen Reflex auslöst als eindeutiges Indiz dafür, daß in diesem Falle absolut nichts zu holen ist. Ein Vergewaltiger sollte genauso bestraft für seine Tat werden, wie ein unschuldiger freigelassen. Wie kommt es, daß ihr alle bereit seid, im Namen der Emanzipation einen Einzusperren, dessen Schuld nicht zu beweisen ist ? Ist Antipathie nun der Maßstab für das Rechtssystem ? Frauen, die soetwas nötig haben und ein so schwieriges Thema so dermaßen leicht abtun sind nicht nur alles andere als emanzipiert, Sie tun alles dafür, daß in Zukunft Frauen anders behandelt werden als Männer. Ich empfinde Sie, Frau Schwarzer, als polemisch, nichtssagend, ungerecht und von Hass geprägt ... absolut (gottseidank) kein Vorbild für meine Töchter. Sie werden ja sogar noch auf Ihrer Vorverurteilung beharren, wenn er tatsächlich freigesprochen wird. Machen Sie aus dem Patriarchat Saudi Arabiens ein Matriarchat, dann wären Sie dort glücklich. Ich habe lieber ein Haufen Verbrecher in der Gesellschaft als ein Haufen Unschuldiger im Gefängnis. Denn Ersteres lässt sich eh nicht vermeiden.
Weiter so
Liebe Frau Schwarzer, danke für ihre Berichterstattung und weiter so. Ich bewundere Sie, wie Sie trotz aller Anfeindungen sich treu bleiben. Ich weiß nicht, ob das Urteil gerecht ist und habe nur auf verschiedensten Onlineseiten meine Meinung geäußert, dass ich mir durchaus vorstellen könnte, dass die Vergewaltigung stattgefunden hat, da auch einiges dafür spricht. Nur für meine Meinung musste ich mich wüst beschimpfen und beleidigen lassen. Ich habe mir im Leben nichts zu Schulden kommen lassen. Aber ist es nicht traurig, dass man sich sowas bieten lassen muss?
@Xavinia
"Rechtsverdreher" war ein gegen jüdische Anwälte gerichteter NS-Propagandabegriff. Man sollte die Bezeichnung daher wohl besser gar nicht verwenden.
Bei den Fakten bleiben
Hallo liebe Leser, ich bitte Sie niemanden zu vorverurteilen und sich an die Faktenlage zu halten. Frau Schwarzer hat keine Berichterstattung des Prozesses gemacht siehe z.B. http://www.youtube.com/watch?v=hKVaLnjlWgE Es gibt keinen Beweis der für eine Schuld von Herrn Kachelmann spricht. Es spricht eher viel für eine intentionale Falschaussage der Nebenklägerin. Nehmen wir die vermeintliche Tatwaffe, nach Angaben der Nebenklägerin wurde ihr dieses 15 min an den Hals gehalten und keine DNA-Spuren von ihr an dem Messer gefunden. Die Rechtsmediziner sagten, dass DNA-Spuren hätten gefunden werden müssen. Zusätzlich waren alle Rechtsmediziner der Auffassung, dass die Nebenklägerin sich die Wunde möglicherweise selber zugefügt habe und die Wunde am Hals nicht von der vermeintlichen Tatwaffe stammt. Die aussagepsychologischen Gutachten von zwei renommierten Aussagepsychologen, Köhnken und Greuel, welche den weitesten und höchsten Stand der Wissenschaft in dem Bereich repräsentieren, siehe Publikationen, kommen zu einem ähnlichen oder fast gleichem Ergebnis, nämlich dass die Möglichkeit besteht, dass die Aussage eine intentionale Falschaussage ist, da die Aussage nicht erlebnisorientiert ist und wenig Qualität aufweist. Es fehlt an logischer Konsistenz, die Nebenklägerin behauptet, dass ihr durchgehend bei der Vergewaltigung das Messer an den Hals gehalten wurde. Dieses ist nicht möglich. Die Nebenklägerin hat große Erinnerungslücken. Die Wissenschaft über die Erinnerung sagt aus, dass gerade das Kerngeschehen nicht vergessen wird, denken SIe einmal selber an besondere Geschehnisse ihres Lebens und versuchen Sie sich zu erinnern, Sie werden sich sehr gut an den Kern erinnern. Sollte eine Posttraumatische Belastungsstörung vorliegen ,spricht dieses eher für eine Erinnerung an das Kerngeschehen als dagegen. Die Aussage der Nebenklägerin ist sehr schematisch (Schematisch heißt, so wie man den Verhandlungsverlauf einer Vergewaltigung aus Filmen, Geschichte etc. kennt). Machen Sie mal den Selbstversuch einer erfundenen Geschichte, Sie werden merken, dass Sie die Fantasie aus gespeicherten Bildern ihres Gedächtnisses entwickeln. Die Nebenklägerin widerspricht sich selber, einerseits sagt Sie aus, dass das Messer immer an ihrem Hals war, andererseits weiß Sie in vielen Momenten nicht, wo sich das Messer befunden hat. Das spricht gegen den sogenannten Waffenfokus (Wurden Opfer zudem mit einem Messer, einer Pistole oder mit anderen Waffen bedroht, ist damit zu rechnen, dass es aufgrund des sog. „Waffenfokus“ nahezu unmöglich ist, eine Personenbeschreibung des Täters zu erlangen. Dieses Phänomen lässt sich dadurch erklären, dass Menschen, die mit einer Waffe bedroht werden, durch emotionale Faktoren wie Todesangst einen „Tunnelblick“ entwickeln und ihre Aufmerksamkeit aus- schließlich auf die Waffe richten, von der die unmittelbare Bedrohung ausgeht (vgl. Greuel et al., 1998). Die blauen Flecken an ihren Oberschenkeln könne laut der Rechtsmediziner nicht von Herrn Kachelmann stammen, da er zu groß dafür sein. Es wurden Bilder von ähnlichen früheren blauen Flecken an ihren Oberschenkeln auf ihrem Computer gefunden, auf die Frage, woher diese stammen, antwortet sie erst, dass ihr Neffe daran Schuld war und bei einer wiederholten Befragung wusste sie nicht mehr, woher sie stammen. Auf die Frage, warum sie diese Fotos gemacht habe, antwortete die Nebenklägerin, das sie Interesse an den Verlauf von blauen Flecken hat. Es gibt mögliche Motive für eine Anklage seitens der Nebenklägerin, sie hatte Interesse an einer tieferen Beziehung mit den Angeklagten, dieser hatte aber nur Interesse an einer sexuellen Beziehung. Das spricht für ein Rachemotiv. Ein anderes aber nur meiner Meinung nach sehr dünnes und fast auszuschliessendes Motiv, ist das Motiv Geld, die Nebenklägerin hat fast nix verdient, zwischen 600 und 1000 Euro. Vll erhoffte sie sich durch Exklusivinterviews, einem Buch oder ähnliches ihr kleines Gehalt aufzustocken. Den Brief einer vermeintlichen Geliebten , hat sie selber geschrieben und dieses auch selber zugegeben, warum sie diesen aber nicht zu Hause ausgedruckt hat, ist fraglich. Der Spiegel hat nicht einseitig berichtet, sondern faktisch berichtet. Das Verlagshaus Burda (Focus, Bunte) hat nicht faktisch berichtet, sondern Ex-Geliebte für Aussagen bezahlt, die aber nichts mit dem Prozess zu tun hatten. Frau Schwarzer war nach Angaben von Prozessbeteiligten, so gut wie nie im Gericht und ihre Berichte haben inhaltlich zum Prozess keinen Aussagewert. Unterscheiden Sie bitte in diesem Fall Moral und Recht. Ist es moralisch so ein Sexleben zu führen etc, diese Frafge ist nicht die Grundlage oder Basis für ein Gericht zu entscheiden, sondern wurde gegen ein Gesetz verstossen. Im Zweifel für den Angeklagten
test
Herr Schwenn, hat ihre Formlierung aus Absatz 5 nur sinngemäß auf das nötigste korrekt in Kurzform gebracht (in Absatz 3 zu lesen(. Somit besteht kein Widerspruch in der Aussage von Herrn Schwenn, zu ihrer Aussage - ergo kann es sich nicht um das "Gegenteil" handeln, wie sie es aber zu Beginn in Absatz 5 formulieren. Ich halte bei dieser inhaltlichen Gegenüberstellung sinngemäße Bedeutung des Wortlautes für sehr simpel und kann nicht nachvollziehen, warum sie, die absolut korrekte Reduzierung von Herrn Schwenn nicht verstehen!? Wollen wir uns mal ihrem Satz widmen: "Sollte das Gericht die Wahrheit nicht herausfinden"; Welche Wahrheit Frau Schwarzer? - Die "Wahrheit" der vermeintlichen Schuld des Herrn Kachelmann. "und käme es auf einen Freispruch, 'im Zweifel' für den Angeklagten raus" - hier würde ich mal unterstellen liegt die Betonung auf dem 'Zweifel', womit sie neben der vermeintlichen Wahrheit ausdrücken wollen, dass Herr Kachelmann nur aufgrund von Zweifeln freigesprochen wird. Ergo, sie versuchen juristische Formulierungen zu verwenden, missbrauchen diese jedoch ungewollt, aufgrund ihrer scheinbar nicht vorhandenen juristischen Qualifikation. Vorliegend interpretieren sie die juristische Formulierung "im Zweifel für den Angeklagten" (Lat.: "in dubio pro reo") falsch und versuchen den sogenannten 'Zweifel' für ihre Diffamierung Schwenn's zu verwenden. Nächster Abschnitt: "dann wäre das eine Katastrophe" - fragt sich jeder Leser: Katastrophe? - für wen denn bitte? Diese Frage beantworten Sie, gott sei Dank, im nächsten Satz selbst, und zwar mit der "Katastrophe" für die Millionen von Frauen". Weiter wird feministisch von Ihnen fortgeführt: "Sie, die endlich angefangen haben zu reden, würden für immer verstummen." Die Gruppierung der Frauen (alles vermeintliche Vergewaltigungsopfer), würden sich trauen frei zu sprechen, so lange Kachelmann doch nur schuldig gesprochen werden würde! Wenn das nicht der Fall sein sollte, würden alle Frauen (also alle vermeintlichen Vergewaltigungsopfer) wieder verstummen und sich nicht mehr trauen ihre Meinung kundzutun. Glauben Sie das wirklich selbst Frau Schwarzer, was sie in diesem Artikel auf ihrer Internetseite schriftlich von sich gegeben haben? Nach der kurzen Analyse folgt dann nochmal der Satz von Herrn Schwenn, der inhaltlich das 'Gegenteil' darstellen soll: "Ein Freispruch des Angeklagten hätte eine verheerende Wirkung für alle Frauen." Und nochmal die Frage Frau Schwarzer: "In welcher Form behauptet Herr Schwenn jetzt das Gegenteil von dem, was sie eben in drei chaotischen Sätzen formuliert haben und Herr Schwenn es geordnet kurz und knapp, prägnant formuliert, in einen einfachen Satz packt? Als Chefredakteurin einer Zeitschrift würde ich von Ihnen mehr Geschick im Umgang von schriftlichen Inhalten erwarten! Diese sinngemäße Schlussfolgerung sollte für jeden verständlich sein! Für mich persönlich stellt dieser Artikel nur ihre Glaubwürdigkeit und persöhnliche Qualifikation in höchstem Maße infrage, unabhängig davon, wie der Kachelmann-Prozess ausgegangen ist! MfG ;)