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Ab sofort wird nicht mehr gelächelt!
Ja, der Sexismus ist allgegenwärtig, und je jünger die Frau, umso mehr muss sie sich darauf gefasst machen, geilen Blicken und sabbernder Anmache ausgesetzt zu sein. Auch heute noch, 33 Jahre nach der von Feministinnen initiierten ersten internationalen UN-Studie über Sexismus am Arbeitsplatz. Damals fühlte sich jede zweite Frau belästigt. Und es sind heute nicht weniger, glauben wir dem #aufschrei auf Twitter (und der gleichzeitigen Empörung in Politikerkreisen, sie werden wissen, warum). Aber: Etwas ist anders als damals.
Sogar Journalistinnen, die ja unter einem besonders starken Anpassungsdruck stehen, können es jetzt wagen, mit ihren einschlägigen Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen – wie gerade im Stern und Spiegel geschehen. Ja, mehr noch: Sie werden nicht nur ernst genommen und gedruckt - das beklagte sexistische Verhalten disqualifiziert endlich auch den Mann:
Seit die 29-jährige Stern-Autorin Laura Himmelreich Tacheles geschrieben hat, ist FDP-Chef Brüderle kein Politiker mit Zukunft mehr, sondern ein Mann von gestern.
Wie gründlich sich die Stimmung bei den jungen Frauen geändert hat, zeigt auch der Vergleich mit der Reaktion einer Journalistin der alten Garde. Die 74-jährige Wibke Bruhns kritisierte in Tagesspiegel und Süddeutscher Zeitung (beides nicht gerade Hochburgen der Emanzipation) die jungen Kolleginnen scharf für ihren „unseriösen“ Journalismus. Sie findet das Ganze „übertrieben“. Sie habe die Männer schließlich immer dank ihrer „Autorität“ auf Distanz halten können. Will sagen: Die jungen Kolleginnen sind selber schuld, vermutlich waren Rock und Verstand zu kurz.
Eine solche Reaktion ausgerechnet von Wibke Bruhns, das ist ganz besonders bemerkenswert, um nicht zu sagen komisch. Denn Bruhns ist in meinen Augen das bekannteste Sexismus-Opfer unter den Journalistinnen der 1970er Jahre: Damals glaubten in Politik wie Medien quasi alle dem Gerücht, sie habe ein Verhältnis mit Kanzler Willy Brandt. Hat ihr das geschadet? Oder gar genützt? Ich jedenfalls fand’s peinlich. Und erst ihren späten Memoiren habe ich jüngst entnommen, dass sie das Verhältnis entschieden dementiert.
Annett Meiritz, 30, vom Spiegel, hat nicht so lange gewartet. Sie analysierte jüngst in ihrem Blatt die Folgen des Gerüchts, sie habe ein Verhältnis mit einem Mann aus der Piraten-Partei. Und das Interessante dabei war, dass gerade die Piraten-Partei, die sich ja als „post-gender“ versteht, also längst der Geschlechterproblematik entwachsen, diesem Gerücht besonders enthemmt Raum gab.
Noch bemerkenswerter allerdings ist das Brüderle-Porträt im Stern. Titel: „Der Herrenwitz“. Hahaha. Kaum eine Frau, die nicht schon gequält gelacht hat über die Scherze à la Brüderle, über „Körbchengrößen“ etc. Doch das Besondere an diesem Text ist, dass Himmelreich ihre Erfahrungen ganz en passant und unter anderem berichtet, nämlich im Rahmen eines Porträts über Brüderle. Wir erfahren darin so einiges über den alten neuen Mann der FDP, den die Autorin offensichtlich seit Jahren politisch begleitet. Wir erfahren auch, dass er sich anscheinend an junge Journalistinnen ranschleicht und ihnen zotige Angebote macht.
Genau das ist neu im Rahmen eines Politikerporträts in einem politischen Magazin! Es ist neu, dass diese Art von sexistischem Verhalten nicht im besten Fall als peinlich abgetan, sondern als politisch gewertet wird. Dass es also einer der Faktoren ist, an denen wir messen müssen, ob dieser Mann geeignet ist für eine politische Spitzenposition. Das ist neu in Deutschland.
Aber der Zeitpunkt! Warum Himmelreich das denn nicht schon vor Jahren geschrieben habe, wenn das übergriffige Verhalten von Brüderle sie gestört habe, wird ihr vorgeworfen. Wohl ganz einfach aus drei Gründen: Erstens, weil das Verhalten von Brüderle so üblich ist, dass es in der Tat journalistisch unangemessen gewesen wäre, es in einem Extra-Artikel zu outen. Zweitens, weil es gleichzeitig ein Zug ist, der in einem Porträt im Jahre 2013 nicht länger verschwiegen werden sollte. Drittens, weil Brüderle gerade aktuell ist. Darum jetzt.
Beim Spiegel sprang die Online-Redakteurin Patricia Dreyer ihren Kolleginnen zur Seite und forderte ein großes „Stopp!“ Stoppt den Sexismus! Und sie beklagte: „Bei allen politisch-gesellschaftlichen Debatten, die in Deutschland über Frauen geführt wurden – ob Gleichberechtigung, Abtreibung, Herdprämie, Frauenquote - eine fehlte bisher: die große Debatte um alltäglichen Sexismus.“
Tja, so schnell kann das gehen mit dem Vergessen. Der „alltägliche Sexismus“ war ab Mitte der 1970er Jahre eines der zentralen Themen der Frauenbewegung und der „Sexismus am Arbeitsplatz“ in den 1980er Jahren in aller Munde. Nicht nur die UN machte Sexismus-Studien und entwickelte Gegenstrategien (eine neue Studie wäre fällig!). Auch die deutsche Politik und die Gewerkschaften erkannten das Problem.
Doch alle miteinander vergaßen es wieder in den ach so spaßigen und beliebigen 1990er Jahren. Da wurde den Frauen erzählt, sie müssten sich nur qualifizieren und so tüchtig sein wie die Männer, dann wäre das Problem gelöst. Doch die Anmache und damit Abwertung der Frauen ging weiter. Nur waren die neuen, stolzen jungen Frauen, die sich ja für gleichberechtigt hielten, darüber jetzt so beschämt, dass sie noch nicht einmal mehr wagten, öffentlich darüber zu reden. Denn Sexismus – das war doch ein Begriff aus dem Spaßbremsen-Arsenal der Alt-Feministinnen, oder?
Aber jetzt scheint die Schmerzgrenze überschritten. „Jede von uns kann ohne langes Nachdenken solche Geschichten erzählen, und wir erzählen sie“, schreibt Katja Bauer in der Stuttgarter Zeitung. Aber, fährt sie fort, „meistens nicht laut, nur untereinander. Zu unserem Alltag gehört das Runterschlucken und Weglächeln. Wer will schon einen Konflikt, womöglich mit einem Vorgesetzten? Welche Journalistin will sich zurückziehen, wenn die männliche Konkurrenz an der Bar mit dem Politiker einen hebt?“
Genug runtergeschluckt. Genug gelächelt. Jetzt wird es wieder ernst.
Alice Schwarzer, 25.1.2013
Alice Schwarzer war am 27.1. zu Gast bei Günther Jauch, Thema: "Herrenwitz mit Folgen – hat Deutschland ein Sexismus-Problem?"
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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – immer nur lächeln? (EMMA 12/1980)
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- 94 Kommentar(e)





Sehr schön
Gefällt mir sehr gut der Beitrag. So hatte ich über den Sexsismus auch noch nicht nachgedacht. Beste Grüße Herbert
Derailing 101 (Oder: Argumente, die jeder Feministin schon zum Hals raushängen)
- "Aber die armen Männer! Immer werden sie als Täter abgetan, dabei tun sie sich doch so schwer, eine Frau anzusprechen!" - "Frauen und Männer sind nunmal so. Das ist die Natur des Menschen." - "Definiert euch nicht als Opfer, dann werdet ihr auch nicht so behandelt." - "Selber schuld. Wenn Frauen sich nicht so provokant aufführen/anziehen würden, dann würde sie auch keiner belästigen." - "Sexismus ist doch nur ein Hirngespinst der Feministinnen, die das lediglich als Vorwand benutzen, um mehr Macht zu erlangen." - "Feminismus zielt nur ab auf Gleichmacherei. Männer und Frauen sind eben unterschiedlich und das ist auch gut so." - "Frauen sind auch nicht besser. Sexismus gehört sich nicht, aber es müssen nicht immer die Männer beschuldigt werden." - "Warum wird bei diesem Thema immer für alle Männer verallgemeinert? Ich bin nicht so und empfinde das als Beleidigung!" - "Mein Gott, wieso seid ihr alle so aufgebracht? Das Ganze ist doch nur Spaß. Wieso nehmt ihr Frauen euch so ernst?"
Von Frauen und Männern
Es ist zynisch wie die Journalistin Wibke Bruhns den gesellschaftlichen Sexismus damit begründet, dass Männer und Frauen gänzlich andere Wesen sind. Die über Stiere und Kühe redet, weil so wirklich Menschen sind, und damit die Naturgegebenheit des Sexismus ableiten will. Oder gar die Leugnung: Wo sind denn Frauen in Sachen Sexismus die Opfer? Die brauchen sich nicht so haben. Oder sich gleich erst gar nicht als Opfer definieren. Dann ist das Problem auch erst gar nicht vorhanden. Wie es Anne Wizorek und Online-Kommunikationsberaterin sagte, was ist das für eine restpektvolle Umgehensweise unter Menschen. Denn wir Menschen sind ja nicht einfach von den Bäumen gefallen. Sexismus ist nichts naturgegebenes, was der Mensch niemals umstoßen könnte. Doch die Journalistin Wibke Bruhns hält die ganze "Sexismus-Debatte" für übertrieben. Männer sind nun mal so, und Frauen müssen das ertragen, weil sie das von Natur aus können und das sogar wollen. Alles Quatsch. Frauen gefällt das gar nicht.
aufschrei
http://www.alltagssexismus.de/..... schrecklich! Es muss sich endlich was aendern. Auch ich habe hier gepostet, aber nach und nach fallen mir all die situationen in meinem leben ein, wo ich mich so gedemuetigt und hilflos gefuehlt habe. Immer und immer wieder sexistische sprueche und auch gewalt. Traurig!
@Melanie Teil II
Es ehrt Sie ja sehr, das Sie Frau Schwarzer nach eigener Aussage besser kennen als ich. Die Mehrheit der Zuschauer - ich mit eingeschlossen - kann aber auf auf diesen Erfahrungsschatz nicht zurückgreifen. Sie schreiben - "weil ich ein differenzierteres Bild von Alice Schwarzer habe als jemand, der sie nur aus einigen Fernsehauftritten kennt" - Bedeutet das, ich kann eine solche Talkshow nicht anschauen und gehöre somit nicht zum "inner Circle"? Was bezweck denn dann eine solche Talkshow und die Aussagen der teilnehmenden Personen, wenn ich daraus keine Konsequenz ziehen soll ( darf? ) Ich lasse mich da gerne von Ihnen inspirieren,
@Melanie
Sie wollen mir also ernsthaft erklären, mir fehlt zum Verständnis der deutschen Sprache der Backround und das Studium der EMMA? Zwischen einem "Vorwurf" und einer "Feststellung" gegenüber Gruppen gibt es demnach Ihrer Meinung nach keinen Unterschied und die Debatte - deren Inhalt ohne Frage zu Recht geführt wird - ist also absolut sachlich und problembezogen? Dann würde dieser Logik nach eine pauschale Anfeindung gegenüber "Ausländer" im Zusammenhang mit Straftaten auch in Ordnung gehen? Ich nehme solche Äußerungen ernst - sollte ich das Ihrer Meinung nach also besser nicht? Wenn ich Ihnen nun sage, das ich mich durch eine solche pauschalisierende Aussage persönlich verletzt und diffamiert fühle - nehmen Sie das dann auch auf der gleichen emotionalen Ebene wahr, als würde diese Aussage von einer Frau kommen? Sie machen es sich zu einfach damit mir zu unterstellen, mir fehle es an der richtigen "Einordnung" solcher Äußerungen. Soll ich nun Feministinnen ernst nehmen oder nicht?
ENDLICH
Ich finde es klasse, dass wir nun ENDLICH mal eine solche Debatte in Deutschland führen. Amüsiert nehme ich täglich die Kommentare meiner männlichen Kollegen zu diesem Thema zur Kenntnis. Mein persönlicher Favorit: "In Deutschland gibt es garkeinen Sexismus, weil die deutschen Frauen viel zu hässlich sind!" Na bitte, da haben wir doch eine absolut nachvollziehbare Erklärung :-) Sehr gut gefallen mir die Äußerungen von Silava Koch-Mehrin, die sagte, dass es ja nicht die Lösung sein kann, taff und selbstbewußt eine schmierige Anmache eines Mannes einfach hinzunehmen und nicht überzubewerten. Wenn mein Chef mir auf der Weihnachtsfeier beim Tanzen beide Hände auf den Hintern legt und auf meine Bitte,diese wieder wegzunehmen fragt: "wieso, gefällt Dir das nicht?", dann ist das für mich eine Grenzüberschreitung, eine Belästigung und Schlussendlich eine Form von Sexismus.
Und was ist mit den extrem männerfeindlichen Witzen?
In der FAZ am Sonntag wurden heute so einige extrem männerfeindliche Witze veröffentlicht. Quellenangabe: Emma, und das wiederholt und seit Jahren. z.B. "Was ist ein Mann in einem Fass Salzsäure? Antwort: Ein gelöstes Problem." Alle sogenannten Damenwitze waren auf diesem Niveau. Ist das nicht auch Sexismus und zwar auf dem schlimmsten und allerniedrigsten Niveau?
@metapha, Teil II
Nichtsdestotrotz könnte man Frau Schwarzer natürlich eine unzulässige Verkürzung und sprachliche Unschärfe vorwerfen, wenn sie von "Männern", und nicht von "einigen Männern" spricht. Allerdings ist es im öffentlichen Diskurs üblich, von Gruppen zu sprechen, auch wenn klar ist, dass nie alle Individuen dieser Gruppe gemeint sind. Zusammenfassende Aussagen über strukturelle Beobachtungen enthalten daher oft sprachliche Unschärfen. Liest man "Frauen stilisieren sich zu Opfern"(DIE ZEIT), "Grundschüler nehmen zu häufig Ritalin", oder"Franzosen befürworten die Homo-Ehe" kann der Autor beim Leser das Wissen voraus setzen, dass es natürlich auch starke Frauen,ungedopte Schüler und homophobe Franzosen gibt. Bei der aktuellen Debatte scheint diese Fähigkeit des Einordnens jedoch ausgeschaltet zu sein, das habe ich kritisiert. Es gibt nämlich einen gewissen "Schwarzer-Reflex", der immer dann Abwehrreaktionen auslöst, wenn der Name A.S. Fällt. Und das ist genauso pauschalisierend.
@metapha, Teil I
Danke für Ihre Erwiederung, durch sie verstehe ich besser, wo einer der Knackpunkte liegt. Ich lese die EMMA seit Jahren und stelle fest, dass hier unterschiedliche Meinungen zu unterschiedlichen gesellschaftlichen Themen vertreten sind. Bisher habe ich weder die EMMA noch extern veröffentliche Texte von Alice Schwarzer als Dokumente des Männerhasses und Generalverdachts wahr genommen. Anders gesagt: Ich setze als langjährige EMMA-und Schwarzer-Leserin voraus, dass bei Weitem nicht alle Männer gemeint sind, wenn in einer Talkshow ein Satz fällt, der mit den Worten "Männer sind/machen..." beginnt, weil ich ein differenzierteres Bild von Alice Schwarzer habe als jemand, der sie nur aus einigen Fernsehauftritten kennt (das heißt nicht, dass ich Ihnen das unterstelle).
@Melanie
Ihrer Beobachtung scheint so einiges entgangen zu sein. Frau Schwarzer, deren Motivation und Motor ihrer Arbeit die Gerechtigkeit zu sein scheint, tut genau dies seit langem. In der unsäglichen Talkshow bei Jauch zielten ihre Angriff immer auf "Männer" ab und nicht auf Personen. Diese Argumentation ist pauschalisierend und micht nur ich fühle mich dadurch diffamiert. (Talkshow zu sehen und zu hören in der ARD Mediathek) Genau dies hat mich dazu bewogen öffentlich, auch in diesem Blog meine Gedanken dazu preiszugeben. Noch einmal: Sexismus, Gewalt und Unterdrückung haben in unserer Gesellschaft nichts zu suche! Das gilt aber für beide "Seiten" also für alle. Hier wieder alte Gräben aufzumachen zeigt mir, das es einigen wohl nur um den "Kampf" und weniger um die Sache geht!
Meinen Beobachtungen
...der aktuellen Sexismus-Debatte sind folgende (wobei zu beachten ist, dass ich natürlich nicht in Anspruch nehmen kann, alles zu überblicken): - ich habe keine einzige Stimme einer Frau vernommen, die alle Männer in Generalverdacht stellt. Trotzdem wird dies von Einigen behauptet.- ich bin nirgendwo auf generellen Männerhass gestoßen. Trotzdem wird dies von einigen behauptet. - es wird diskussionsübergreifend betont, dass Männer und Frauen sehr wohl in individuellen Situationen zwischen netten (auch sexuell konnotierten!) Komplimenten und sexistischen Sprüchen unterscheiden können. Trotzdem wird von Einigen behauptet man könne "jetzt ja überhaupt nichts mehr sagen, ohne dass einem gleich Sexismus vorgeworfen wird". Aber Frauen, die aus ihrem Leben berichten, entgegen aller Realität Hysterie vorzuwerfen hat ja eine lange Tradition...
Madame
Ich halte solche Leute, wie Brüderle eher für albern, nicht der Rede wert. Viel belastender war für mich der ideologische Sexismus, dem wir in der westlichen Welt seit den 60ger Jahren ausgesetzt sind. Das geht von der Rinder.- und Schweinezüchtermentalität bis zu den "Ratgebern" den Ehepaares Pease. Ich habe übrigens auch schon ältere Frauen erlebt, die sich säuselnd u. grabschend in Kneipen jüngere Männer belästigten. Allerdinge waren das keine Chefs oder hochgestellte Personen sondern alleinlebende Prollis u. wurdenschnell vor die Türe gesetzt. In Spanien und Griechenland z. B. sind die Damen auch nicht gerade zurückhaltend.
Warum wird die Frau zum Täter gemacht?
@ Sebastian 1. Es stimmt nicht, dass Herr Brüderle sich Nachts nach 0.oo Uhr (wiederholt) "vergaß", sondern das geschah bereits kurz nach 22.00 Uhr. Die Journalistin war auch nicht mit Brüderle an der Bar, um mit ihm privat einen Wein zu trinken, sondern es gehörte zu ihrer Recherche zum Potrait "Brüderle" einfach dazu. Die Frau hat ihren Job gemacht! 2. Es ist nicht der erste dummdreiste verbale Übergriff, denn gestern konnte man in der Sendung bei Maybrit Illner erfahren, dass das Verhalten bei Herrn Brüderle nichts Neues ist. Bereits vor einiger Zeit wurde eine ARD-Korrespondentin ebenfalls auf diese Art und Weise angemacht. Frau Himmelreich hat außerdem mehrmals versucht Herrn Brüderle auf den "rechten" Weg" zu bringen (.." bitte professionell bleiben"...), leider ohne Erfolg. Brüderle hat sich die Suppe eingebrockt und muss sie nun auslöffeln. Selbst schuld!
Eine falsche Fährte
Am 29. Januar war die momentane Sexismus-Diskussion auch Thema bei Lanz. Just genau die beiden Herren, die sich dabei besonders frauenverständnisvoll gerierten – Lanz und Kussmagk – hielten die mit kraftvoller Stimme gehaltenen argumentstarken Vernichtungsrede von Karin Sass über das Dschungelcamp überhaupt nicht aus und attackierten Sass auf eine Art, die sie sich gegenüber keinem Mann herausgenommen hätten („"Denken Sie an Ihr Herz!" "Ich sitze hier und zittere am ganzen Leib"). Aber keiner schreit: Hilfe, Sexismus! Das steht in meinem Augen über dieser ganzen Diskussion: sie beschäftigt sich mit alten Hüten und lenkt von heutigen sexistischen Waffen ab, die durch ihre Hintergründigkeit viel gefährlicher wirken als ein schlüpfriger Spruch. Das Ganze ist ein Täuschungsmanöver der echten Chauvis, die heute ach so frauenlieb daherkommen. Wie lange wollen sich die Frauen eigentlich noch veräppeln lassen und auf die falsche Fährte locken?
Die ganze Debatte
mutet an als ob es die 70-iger Jahre nie gegeben hätte. Meine Güte wenn wir damals so empfindlich gewesen wären hätten wir hunderte von Männern anzeigen können. Und diese Altherrenwitz-Ebene gehört doch in die 50-iger Jahre. Hatten wir nicht eine sogenannte sexuelle Revolution? Wo sind wir denn heute. Das eigentliche Problem ist die Zunahme von Pornographie und Prostitution, denn über so lächerlichen Männern sollte Frau "drüberstehen"- Sexismus ist zum Totlachen. Schwieriger finde ich vergleichsweise die Gewalt die sich männliche Homosexuelle gegenseitig antun ohne dass die "Gesellschaft" diskutiert. Es sind ja vielmehr Tabus gebrochen als dass wir ernsthaft auf Oktoberfestniveau sprechen müssen.
@Maria Jeanne
Mit welchen Argumenten wird eigentlich von Seiten einer sogenannten Frauenbewegung argumentiert? Halten Sie es für "vernünftig", "die Männer" allgemein unter Generalanklage zu stellen? Fehlverhalten einzelner - egal wie und wo "sozialisiert", ist eine individuelle Sache und sollte in einer modernen und offenen Gesellschaft auch so bewertet werden - auch oder gerade deshalb absolut konsequent. Dies gilt für beide Seiten - Männer wie Frauen. Auch Männer sind individuen in einer Gesellschaft - dies wird von Frauen, welche das für sich selbst - mit Recht - als Selbstvertändnis werten bei dieser Diskussion allen Männern in Abrede gestellt. Frau Schwartzer behauptet von sich selbst " Der Motor meines ganzen Handelns ist die Gerechtigkeit. Alles andere wäre für mich ein verpasstes Leben" Eine "Frauenbewegung" welche ein vorgefertigtes "Männerbild" anderen indoktriniert zeigt nur sehr gut, wo sich befindet - nicht im Jahre 2013 und nicht bei den Frauen für die Sie zu stehen scheint.
Sexismus in der Familie
Der Sexismus fängt schon in der Familie an. Ich erinnere mich, dass ich schon als ganz junges Mädchen damit konfrontiert worden bin. Durch meinen Vater, Bruder, Onkel, etc. Diese (mich angeblich liebenden) Männer wähnen sich in der Position Frauen (in meiner Anwesenheit!!) allüberall zu bewerten, beurteilen, ja verurteilen ... und eben ihre ALT-Herrenwitze zu reissen ... hoffentlich verschwindet diese Spezies allmählich vom Erdboden und macht Platz für eine andere Generation Menschen, die einander respektieren.
Liebe Männer... habt keine Angst
Jeder vernünftig sozialisierte Mann unserer Gesellschaft weiß doch ganz genau, wo die Grenzen einer Frau liegen. Zu behaupten, "Mann" könne keine Frau mehr ansprechen, um mit ihr zu flirten, ist kein sachliches Argument. Wie in jedem zwischenmenschlichen Kontakt spielen non-verbale Kommunikationsformen eine große Rolle, die wir im Laufe unserer Biografie erlernen. Der Flirt ist ein Spiel, bei dem es auch darum geht, Grenzen zu erkunden und das Entscheidende ist: Diese Grenzen sind zu respektieren! Außerdem gibt es Situationen, in denen solch eine Annäherung einfach unangebracht ist. Wenn Männer nun behaupten, sie hätten diese Fähigkeiten nicht, würdigen sie sich auf das Niveau eines instinktgesteuerten Wesens herab. Ich finde es schön, wenn ein Mann in respektvoller Art Komplimente ausspricht und in einer passenden Situation um eine Frau wirbt. Wenn er dabei die Grenzen übersieht, kann er sich doch einfach freundlich entschuldigen.
Über wieviele Dinge reden wir hier eigentlich?
Ich verlier den Überblick. Zwischen Sexismus allgemein, Anmachesprüchen, Diskrimierung am Arbeitsplatz und womöglich häuslicher Gewalt ist doch schon zu unterscheiden... Aber es geht mal wieder alles in einen Topf, und heraus kommt Brei, der keinem schmeckt. Ich habe in der Diskussion noch niemanden gefunden, der Gewalt oder Diskrimierung verteidigen würde, insofern sind wir uns da wohl alle einig. Bei anderen Formen des Sexismus, und sei es dem Hinterhergucken oder Anflirten einer Frau (ich seh das mal aus männlicher Sicht) sieht das schon anders aus. Kommt es da nicht auch auf den Kontext an? Ein kategorisches Nein zu allem, was Frauen und Männer als solche sieht - da kann ich nicht zustimmen, denn das nimmt zu viel. Wenn ich die ultimative Schönheit - die der Frau - nicht mehr wahrnehmen darf, dann bleibt nur die Anti-Sex-Liga von Orwell, und das Biertrinken. Prost Gerstenengel.
Vielen Dank
Sehr geehrte Frau Schwarzer, vielen Dank für Ihr Engagement in Sachen "Emanzipation" über alle Jahre hinweg. Ich gehe nicht in allem Konform, bin aber sehr dankbar für Ihre Beharrlichkeit. Die aktuelle Debatte (welche ich als "erhitzt" empfinde) zeigt m.E. deutlich, dass es über das Thema "Sexismus" erheblichen Gesprächsbedarf gibt. Vor 18 Jahren hätte ich in Deutschland gerne "Gender Studies" studiert - damals vor allem in Amerika ein Thema. Heute gibt es Studienplätze dafür - in meinen Augen zu wenig. Wenn der Artikel von Frau Himmelreich für so eine öffentliche Diskussion sorgt, ist er alleine dadurch in meinen Augen "berechtigt". Im Übrigen sollte die Gesellschaft auch Männer ernst nehmen, die sich "diskriminiert" fühlen und unter diesem Punkt auch sie in den Blick nehmen - denn auch das finde ich nicht richtig. Viele Grüße, Roma Mukherjee
Was wäre wenn...
Liebe Fr. Schwarzer, ich respektiere Sie und Ihr Lebenswerk zutiefst, finde es unendlich interessant, wem Sie alles begegnet sind. Aber als junger Mann in dieser Gesellschaft, bei dieser Debatte jetzt wieder, frage ich mich: Sind Sie und die ganze Aufregung um "Sexismus" nicht, genau wie Hr. Brüderle, auch von gestern? Und sind wir jungen Männer, die noch versuchen ihren beruflichen Lebensweg zu beschreiten, nicht mittlerweile mehr benachteiligt als die emanzipierten, jungen Frauen? Außerdem sind Sie bei Günther Jauch leider 2 interessanten Fragen ausgewichen: Was wäre, wenn ein Typ von Mann, den Fr. Himmelreich attraktiv und interessant findet, wenn Sie denn so einen hat (plakativ angenommen ein Star wie Johnny Depp etc.), sie so angesprochen hätte? Und was wäre, wenn ich (30), als junger Journalist (der ich tatsächlich bin), einer älteren Politikerin eine solche Frage gestellt hätte und sie mir so oder so ähnlich geantwortet hätte? Hochachtungsvoll
Stern TV
Liebe Frau Schwarzer, ich bin 22 und gerade sprachlos ... nach dem Auftritt Ihrer Gesinnungsgenossin, Nicole von Horst ( Stern TV, heute), sehe ich nämlich keine Möglichkeit mehr, mich einem Mädel zu nähern ohne sie gleichzeitig zu belästigen. In dem Moment, in dem mir eine Frau gefällt, sie also für mich aus der Masse hervorsticht, belästige ich sie ja leider schon, da ich sie nach Ihrem Aussehen beurteile, wie Ihre Kollegin so überzeugt formulierte. Perfekt sei derjenige, der durch Empathie überzeugt, fügte Sie noch hinzu. Nun frag Ich mich aber, wie soll ich mich einfühlsam verhalten, wenn ich weder schauen und noch viel weniger ansprechen darf ? Ich sehe 2 Möglichkeiten zur Lösung : a) Ich warte drauf bis Ich angesprochen werde, natürlich mit dem Blick gesenkt, da ich ja jegliche Offensive meiden soll b) Ich stalke die Mädels so lange auf Facebook, bis sie mir eig nicht mehr fremd sind und ich sie mit Empathie überschütten kann ? ein Ratschlag wäre super ...
Was bitte, soll das alles?
Ehrlich gesagt: Ich bin es leid mich als männliches Gesellschaftsmitglied solchen pauschalisierenden Anfeindungen ausgesetzt zu sehen. Für mich stellt das den reinsten Sexismus per se dar! Ich bin aufgewachsen in den 70ern und halte die Gleichberechtigung der Frauen in politischer, juristischer wie gesellschaftlicher Hinsicht für absolut wichtig und legitim. Allerdings darf "frau" nicht pauschal den gesamten gegengeschlechtlichen Teil der Gesellschaft aufgrund plumper und dümmlicher Bemerkungen einzelner so eiskalt an die Wand stellen. Eine solche Ideologie hatten wir bis 1945 - das wollen wir alle nicht mehr so. Frauen, seid emanzipiert und wehrt Euch - aber bitte empfängerorientiert, zeitnah und intelligent. Dann steht Euch die gesamte Gesellschaft bei Seite - die Rechte dazu habt ihr schon länger. Es liegt an Euch, diese richtig zu nutzen und nicht einfach nur pauschal zu diffamieren!
Sexismusdebatte
20.11.2011 20:15 Tatort ARD: Die Kommissarin erzählt ihrem Kollegen stolz, sie habe einem Zeugen "einen geblasen" um an Informationen zu kommen. Für meine Beschwerde über die sexistische und frauendiskriminierende Darstellung fühlt sich niemand zuständig, die ARD teilt mir mit, die Sendung habe überdurchschnittlich viele Zuschauer angesprochen. Solange ein solches Frauenbild zur besten Sendezeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vermittelt werden kann, ohne einen Aufschrei zu erzeugen, braucht man sich über manche plumpe Bemerkung nicht zu wundern.
Amerikanisierung unserer Gesellschaft
Da wo Frau Schwarzer hin will, ist man in den USA längst angekommen. Da fahren Professoren nicht mehr mit Studentinnen im gleichen Aufzug, da herrscht in jedem Büro 100% political Correctness, mit Stasihaften Methoden überwacht, wer einen Witz macht verliert seinen Job. Karneval ? Oktoberfest? In den prüden USA völlig undenkbar. Talibaneske Moralwächter überprüfen E-Mails und private Gespräche wenn eine Frau, egal warum, zu der Auffassung gelangt man habe gegen die Norm verstossen. Ich habe dort lange gelebt, es ist grässlich und bringt den Frauen trotzdem nichts, denn es wird natürlich trotzdem sexistisch gehandelt und gedacht, aber eben hintenrum, so dass Frau es nicht mitbekommt...
Aufschrei
Alle Männer haben schon erfahren müssen, wie intelligent, politsch korrekt und sehr einfallsreich sich Frauen an Männer ranmachen, wenn sie es sich überhaupt trauen. oh Gott- was Mann da alles an primitiven, plumpen und sexistischen Stereotypen ertragen muss... und - weil mann das ja von einem mann erwartet- auch tapfer ertägt- oder siehe Titel: drüber weglächelt Wir Männer sollten das Jammern lernen, dann gäbe es auch Gesetzte, die uns vor soviel weiblicher Brillianz schützen würden...
"Alte Garde"
So, so die 74-jährige Wibke Bruhns "eine Journalistin der alten Garde". Wie sachlich. Wozu gehört denn dann die 70-jährige Alice Schwarzer?!
Vorschlag
Weil doch immer von neuen Regeln die Rede ist, ein Vorschlag: einfach den ersten Schritt in Sachen Ansprache und körperliche Annäherung an Frau übergeben. Dann findet endlich auch jenes reaktionäre Rollenverhalten des "gefunden und erobert" werden wollens ein Ende, welches die übergroße Mehrheit der Frauen an den Tag legt. http://www.zdf.de/37-Grad/Ich-will-einen-Mann-26101182.html Geht vermutlich nicht ohne Zwang soll heißen gesetzliche Regelung mit Strafandrohung – selbstredend wieder allein in Richtung Männer. Jene malen sich derweil ganz entspannt schon mal die Lippen rot und warten auf das Erstürmen der jetzt aber wirklich letzten "Männerbastion". ;)
dichotomes Heulen und Zähneklappern
Während die einen den Mann hegemonial an der Macht sehen und allerlei Safe Spaces für Frauen fordern (Opfer-Abo), sieht eine Hanna Rosin den Mann "am Boden" und die Lichtgestalt Frau siegreich über ihn weg schreiten. Zwischen diesen beiden Polen - Täter und Versager - bewegt sich ein zutiefst sexistisches Männerbild. Schwesterliche Einigkeit scheint in einem Punkt zu bestehen: dass der Platz des Mannes am Boden sei, damit Frau (dr)aufsteigen kann. Denn die umfassende Dämonisierung des Mannes ist DER Schlüssel zur dauerhaften Implementierung "positiver" Diskriminierungen sprich: gesetzlich legitimierten Sexismus. Deshalb wird das dichotome Heulen und Zähneklappern auch in noch mal 50 Jahren Frauenbewegung nicht verstummt sein.
Wir leben im jahr 2013
Es ist wirklich schlimm dass wir im Jahre 2013 noch tatsächlich Frauen , wie Männer haben - die es doch tatsächlich nicht schlimm finden - Frauen offen!!! zu diskriminieren. Und das manche Frauen so ein entwürdiges Verhalten noch als Kompliment ansehen ist auch widerlich. Sexismus ist heute nicht versteckt, er wird offen ausgelebt und das empfinde ich als schlimm. Und dass es manche Frauen nicht durchschauen ist traurig.
#Aufschrei in Schwarz-Weiß?
Ich finde, da machen es sich viele zu einfach. Das Problemfeld ist viel zu komplex, als dass man es wie immer auf "Männer vs. Frauen" reduziert. Es geht in meinen Augen darum, dass Menschen vernünftig miteinander umgehen. Hier mein vollständiger Beitrag: http://cymaphore.net/journal/68--Aufschrei-in-Schwarz-Weiss
Um meinen Post von 12.03 zu relativieren...
...das soll auf keinen Fall ein Freifahrtschein sein, für Leute die sich einfach wie Vollpfosten aufführen wollen. Im Gegenteil. Auch, oder vielleicht GRAD diese Leute müssen besser drauf achten, was sie da eigentlich von sich geben.
systemisches Problem
Was fördert Sexismus gegenüber Frauen eigentlich, schauen wir uns nur die gesamte Medienbranche an. Aktuell aufgefallen, die Aktion der Werbebranche "Außenwerbung erreicht jeden". Der Mann hat ein Shirt an und steht einfach in lässiger Pose da, eben cool. Frau hat nur noch ein Bikinioberteil an und steht in aufreizender Pose da, eben sexy. Das fördert für mich nicht gerade Respekt gegenüber Frauen bzw. das Frauenbild. Das sexistische Bild über Frauen im öffentlichen Raum finde ich überdenkenswert und notfalls mit Gesetzen zu reglementieren. Auch Fernsehen ist ein wesentliches Medium zur Förderung der Respektlosigkeit gegenüber Anderen geworden. Das betrifft nicht nur Frauen! Zuviel dargestellter gesellschaftlich akzeptierter Sexismus kann eben auch ein Zerrbild über das andere Geschlecht in den Köpfen schüren. Davon profitieren beide Geschlechter nicht, leider wir Frauen noch am wenisten! Ich habe Angst was da unsere Kinder wohl verinnerlichen, verzerrte Körperbilder und Konsumdenken!
es kommt auf die Betrachtung des Einzelfalles an
Frau Schwarzer! Gleichberechtigung bedeutet nicht nur weil Sie eine Frau sind die Rechte der Frauen stärker zu unterstützen als die Rechte der Männer! Zum jetzigen Thema Sexismus, gebe ich zu Bedenken das immer der Einzelfall betrachtet werden muss und so wird man erkennen das es sowohl Beispiele gibt wo sich Frau/Mann belässtigt fühlt über ein Anblicken/Kompliment über das Aussehen, aber es gibt auch andere Beispiele wo es genau erwünscht und als angenehm empfunden wird! Soll man nun jetzt versuchen vielleicht noch gesetzlich etwas zu erschaffen was verbietet seinem Gegenüber im Beruf kein Kompliment machen zu dürfen? Wenn einem Mann oder Frau Chef/in unangehnem vorkommt, dann kann man ja kündigen! Ausser er/sie verhält sich ungesetzlich, dann kann man zuvor versuchen zu klagen! Ansonsten auch dann sollte man zusehen mit so einer Person nicht weiter zusammen zuarbeiten! Interressant wird es sich vorzustellen wie geurteilt würde wenn Frau/Mann und deren Verhalten umgekehrt wäre
Alltag
Herrlich. In diesen Blog Kommentaren begegnet mir der volle Alltag. Die Diskussionen/Sprüche die wir jungen Frauen jeden Tag hören. Alltagssexismus ist vor allen Dingen eines...ALLTAG. Meine Freundinnen haben sich gewöhnt. Es passiert mindestens 1x die Woche. Wir haben uns dran gewöhnt uns mit SMS zu bombadieren um unseren Standort untereinander zu vermitteln. Wir finanzieren die Taxiunternehmen weil wir nach einer Party/nach einer bestimmten Uhrzeit nur noch mit dem taxi fahren. Natürlich setzen wir uns hinten hin. Zu oft kamen Kommentare wie “Darf ich mit hochkommen“, „will dein Freund sein“, „bist süß, hübsch sexy“, „sei nicht so prüde“ etc. Unsere Partner/Kumpel sagen “haha da hat euch die emanzipation hingetrieben/ stell dich nicht an/ mach Kampfsport/ bist halt hübsch/ geh doch einfach nachts durch den Park. “ Es geht nicht darum wie wir aussehen, selbst beim Supermarkt in der Schlange wird man angelabert. Flirtversuche sind okay. Aber nach jedem Nein hören wir “du fotze, was denkst du
Das Problem...
...liegt meiner Meinung nach auch nicht zuletzt an der Unterschiedlichen Einstellung. Männer sind, was Emotionen und damit auch Feingefühl betrifft, oftmals primitiver, plumper, als Frauen. Das soll heißen, Männer messen solchen Äußerungen häufig nicht so viel Gewicht bei, wie Frauen. Wenn Frauen einfach mal Versuchen würden, sich darauf einzulassen, dass Männer eine ganz andere Gewichtung in dem Kontext haben, kommt vielleicht das Verständnis, das Männer es auch nicht notwendigerweise böse, herabsetzend oder demütigend meinen. Männer nehmen es häufig einfach nicht wahr, das ihr Verhalten verletzend ist. Das ist zwar auch schlimm, aber doch etwas, wo man was gegen tun kann, ohne sich gegenseitig anzufeinden. Das ist ein Ansatz den man auch mal weiterverfolgen könnte, denke ich.
mündiger Mann
Die alte Rhetorik der Frau Schwarzer ( müde Damenwitze wie Männer sind auch Menschen --- ha, ha ha - naja, reicht...) langweilt und ist unzeitgemäß. Männer sind nun mal leider nicht so leicht lenkbar, wie es Frauen gerne hätten, Männer denken leider eigenständig und das ist unbequem, zumal sie oft Dinge nicht so frauenaffin bewerten, wie man das gesellschaftlich erwarten muss. Pech liebe Frauen, -- oder ist es eher ein Glück ??...
Herr
Wann immer es um Sexismus gegenüber Frauen geht , müssen alle sehr moralisch betroffen sein, wenn es um den (emanzipatorisch ja so tollen) Sexismus gegen Männe rgeht, kommt Schadenfreude auf. Solange diese Ungleichheit da ist, ist ein ehrlicher Dialog nicht möglich. Also liebe Damen, wir sind im Jahre 2013 - endlich umdenken und Gleichheit auch gewähren (ohne Ironie, Zynismus und herablassung), dann kann man das auch glaubhaft einfordern. und da sind die Jungs heutzutage den Mädchen weit voraus !!! ( Au weija - darf man das überhaupt laut sagen?)
Erstaunlich
Na jetzt bin ich aber baff, nach gefühlten Jahren bin ich wieder einer Meinung mit Alice Schwarzer - und teile ihren Enthusiasmus. Das Thema ist größer als FDP, Brüderle oder Piraten. Und es wird endlich auch von jungen Frauen und Männern aufgegriffen und selbstverständlich eingefordert. Prima!
Luxusprobleme
Schön das wir wieder etwas zum Aufregen haben. Wenn wir die Augen aufmachen und das Gehirn einschalten, ist festzustellen, dass unser Sein und alles was die Menschen erschaffen haben auf Sexismus beruht. Ohne Sex kein Antrieb. Das haben wir von unseren Vorfahren einfach mal übernommen und ist Grundlage der noch so vielfältig in uns schlummernden Triebe. Auf der einen Seite wolen Frauen die Tür aufgehalten bekommen, um sie dann den Männern vor der Nase zuzuschlagen. Jede Frau die es kann, hat ihre körperlichen Vorzüge zum Erlangen bestimmter Vorteile eingesetzt und das ist auch völlig Legitim. Es wird nur unangenehm, wenn diese Damen sich dann im Nachhinein darüber aufregen, dass dieses Verhalten von der männlichen Zielgruppe auch wahrgenommen wird. Der allgemeine Umgang sollte auf Witz, Charme und Stil beruhen. Es wäre schön, wenn es nicht Ziel einiger Frauen wäre, die Männer mit so dämlichen Diskussionen zu entmannen und sich selbst damit wiedermal zum armen Opfer zu machen.....
Schade ...
... dass es immer noch Geschlechtsgenossinnen gibt, die sagen, frau solle sich nicht so anstellen und mit dem Jammern aufhören. Damit geben Sie zum Ausdruck, dass mann nicht weiter über dieses Thema nachdenken muss und alles ein herbeigeredetes Problem hysterischer Frauen ist (Hysterie ist ja angeblich auch eine rein weibliche Eigenschaft ...). Was ich vermisse (übrigens auch im täglichen Miteinander), ist eine Verbundenheit unter Frauen (Männer halten doch auch zusammen). Es gibt aber noch so viel Rivalität - das scheint das schlechte Selbstwertgefühl der Frauen zu sein.
Schon wieder eine Kampagne gegen einen Politiker
Der FAZ-Artikel zu dieser Angelegenheit ist lesenswert - genau auf den Punkt gebracht. Wir Frauen sollten uns nicht nur gegen Sexismus gekonnt wehren, sondern auch immer den Verstand zu diversen hochgeschaukelten und zielgerichteten Themen in der Journaille einsetzen....
Richtung der Debatte
Es ist absolut zu begrüßen, daß es endlich wieder eine Sexismusdebatte gibt, denn sie ist nach wie vor vonnöten. Ich würde mir nur wünschen, Sie stände auf weniger tönernen Füßen und könnte dadurch langlebiger sein als bis zum nächsten Polit-"Skandal". Das schwitzige Altmännerverhalten von Brüderle geht natürlich gar nicht, aber jede weibliche Servierkraft, jede Stewardess, womöglich sogar jede Fleischereifachverkäuferin wird wesentlich drastischere verbale Entgleisungen erlebt haben. Es wäre doch zweckdienlicher die Debatte dahin zu verlagern, daß man klarstellt, daß Sexismus in Deutschland in ganz anderem Gewand daherkommt, nämlich wortlos. Das fängt beim Ü-Ei für Mädchen an und endet bei den Jungskungeleien in den Chefeetagen. Sexistisch ist übrigens auch die Frage - nun wieder wortreich - ob eine Bundeskanzlerin ein Abendkleid ausfüllen darf. Solange junge Mädels Topmodel-Ausmalbücher geschenkt bekommen und diese nicht in blaues Papier verpackt werden dürfen, ist noch nichts erreicht.
Die Gegebenheiten ?
In manch einem Forumsbeitrag dieses und anderer Magazine wird von Frauen und Männern auf die scheinbaren, unveränderlichen Gegebenheiten hingewiesen. Gegebenheiten wie Trieb, Natur des Mannes und der Frau etc. - Dazu fällt ein, was George Bernhard Shaw sagte "Ein vernünftiger Mensch wird sich an das System anpassen, ein unvernünftiger wird versuchen es zu ändern. Und daher verändern nur die Unvernünftigen die Welt." - Das ist mal eine andere Vorstellung von Vernunft.
Ab sofort wird nicht mehr gelächelt
Die sexuellen Übergriffe (verbale und tätliche) hab ich nicht gezählt - und ich bin wahrlich kein "Sexy-Hexi" und sende als lesbische Frau an Männer auch keine eindeutig-zweideutige Signale aus. Allerdings habe ich nicht einen Übergriff geduldet, weggelächelt, ignoriert. Bei jeder Entgleisung habe ich den Verursacher gestellt - überwogen hat dabei die Verblüffung bei den Männern, dass sie auf Gegenwehr gestoßen sind. Bei einigen wurde tatsächlich die Einsicht über ihr Fehlverhalten geweckt.............. Also Frauen, nicht nur diskutieren, sondern agieren. Überwiegend kann erlerntes Verhalten durch andere Lerninhalte verändert werden. Es ist mühsam - aber wir sind doch gut trainiert, schließlich erziehen wir seit ewigen Zeiten unsere Kinder. Erzieht Eure Töchter zu selbstbewußten Frauen, die sich vom "Wohlwollen" anderer Menschen nicht abhängig machen und erzieht Eure Söhne (und eure Lebenspartner!) zu Männern, die Frauen als ebenbürtig sehen und ihr eigenes Selbsbewußtsein nicht aus der Unterdrückung und Erniedrigung anderer Menschen ziehen. ernestine
sexuelle Belästigung nicht nur vonseiten der Männer
Verbale sexuelle Belästigung geschieht meiner Erfahrung nach vor Allem vonseiten von Mehrheiten. Ich (männlich) hörte oft genug von Frauen sexisitische Scheinfragen wie: "schwitzt du "es" dir durch die Rippen?" / "rinderst Du?" / "legst Du nachts Hand an dich an?" / "holst dir ab und zu einen runter?". Und das Alles am Arbeitsplatz(!). Frauenanteil betrug dort damals 72%. Wenn ich mich selber an solchem Sexismus beteiligt hätte, könnt' ich's ja verstehen. War saber nicht, und wir nicht sein. Die Mehrheit (id.F. Frauen) wollte die Minderheit (Männer) "nur ein bißchen provozieren".
Danke, Frau Schwarzer!
Sehr geehrte Frau Schwarzer, mit freudigem Interesse verfolgte ich die letzte Sendung von Herrn Jauch, wo auch Sie zugegen waren. Dortig geäusserten Position, dass der Diskurs nichts verändern werde, antowrte ich mit Butler und Foucault: Der Diskurs ist produktiv. Die Kontingenz vieler Dinge lässt sich meiner Meinung nach fast jedem Menschen erklären. Auch wenn Ihr Auftritt sehr gemäßigt war in der Sendung, was in keiner Weise negativ zu sehen ist in meinen Augen, schlug in vielen Foren Antipathie und Abwertung entgegen. DIes ist erwartbar für mich in einer heteronormativen Gesellschaft, da Ihre Person zu recht mit Feminismus in Verbindung gebracht wird, und das beißt sich halt. DIe üblichen Ablenkmannöver seitens vieler Männer mit dem Fokus auf Sexismus von Frauen ändern selbstredend nichts an der Geschlechterverteilung von sexistischen Täter_innen und der Dominanz meiner Geschlechtsgenossen dabei. Hoffentlich bleibt der Diskurs fruchtbar, auch durch Ihren Beitrag hierzu. MfG
Frauen: macht anstatt zu schwatzen !
Werden wir es eigentlich noch erleben, dass Frauen einfach emanzipiert sind, ohne nur ständig drüber zu reden, es sein zu wollen ? Warum bei Sexismus nicht entsprechend verbal zurückschießen und fertig ? Wenn man "normal" beleidigt wird, macht man/frau dies ja auch. Wenn einen Grenzüberschreitungen ärgern, muss man Grenzen setzen, statt zu erwarten sie von anderen, vom Staat, von der Gesellschaft etc. auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Wie ? das geht nicht ? Frau fürchtet die Konsequenzen ? Ja dann gute Nacht. Ein wenig selber tun muss man nun schon. konsequenter gegen Sexismus vorgegangen wird, desto schneller ist das Problem erledigt. Aber eben direkt an Ort und Stelle und nicht im stillen Kämmerlein in die Kissen heulen. Ansonsten bleibt der schale Beigeschmack der Doppelmoral: Wie die Frauen-Fussballnational-Mannschaft: Sich jahrelang drüber beschweren, dass man als Sportlerin anerkannt werden will und eben nicht als frau, aber sich anschließend beim Playboy nackt ausziehen.
alltäglicher Sexismus
Man sollte unbedingt eine Website einrichten, wo Frauen über erlebten Sexismus berichten können! Wow, da hätte ich Vieles zu erzählen! Das fing schon in der Schule an bei den Lehrern, vom verbalen Sexismus über ungefragtes Brüste grapschen, von massivem BEdrängen bis zum Vergewaltigungsversuch. Und ich habe auch eine Stelle verloren, weil mein Chef auf mich stand. usw. Mit den Jahren hörte das keineswegs auf, es wurde nur weniger. Die Männer müssen realisieren was sie tun. Das muss endlich aufhören.
Sexuelle Belästigung versus Flirt
Ich bin gegen sexuelle Belästigung, gleichermaßen wenn es den Mann und wenn die Frau trifft. Und ja, es ist schlimm, dass es viele Falschaussagen zuungunsten des Mannes gibt (s. Kommentar v. Sven Fuchs). Und ja, ich schaue einen Mann lieber zu wenig an, damit er sich nicht von mir belästigt fühlen könnte (Er: „Was bildet diese Schlampe sich ein; dass die mich so anschaut!?“). Aber begründet ein Fehlverhalten von Frau („sie hat ihn angemacht“ Kommentar von Sebastian) immer noch den sexistischen Angriff? Legitimiert die Härte des Berufsalltags (win or lose) die sexistische und sexuelle Diffamierung. Rechtfertigt der Wunsch von Frau nach Sexualität ihre Erniedrigung und Herabsetzung. Kann sich ein Mann vorstellen, irgendwo nicht hinzugehen, eine Abendgesellschaft aus Sicherheitsgründen früher zu verlassen als er möchte, bestimmte Kleidung nicht zu tragen, Dinge nicht zu sagen ..., aus dem alleinigen Grund, keine sexuellen Andeutung abzugeben und einer s.B. Vorschub zu leisten?
Prostitution in der Politk
Liebe Alice, ich könnte auch aufschreien, wie oft Männer in ihre Schranken gewiesen werden müssen, wenn sie ständig aus lauter Hilflosigkeit als letztes Mittel zum Sexismus greifen. Da könnten wir im aufgeklärten 3. Jahrtausend um einiges aufgeklärter miteinander umgehen. In diesem Bereich fordere ich nicht Gleichberechtigung als Feministin, sondern Zurückhaltung. Und zwar auf beiden Seiten. Aber gefühlt mehr auf der der Männer und alten Kavaliere. Eine selbstreflektierte Frau braucht keine Komplimente, sondern ein kompetentes, verbales Gegenüber! Natürlich könnte frau bereits beleidigt sein, wenn man ihr nach dem Niessen Gesundheit wünscht. Ist sie doch schliesslich nicht krank. ;) Danke Alice Scharzer :)
Alice' feine, kleine Rhetorikstunde
Liebe Alice, ich habe die Jauch-Sendung als Wiederholung in den frühen Morgenstunden gesehen, und obwohl müde, war ich danach so elektrisiert, dass ich mir meinen Unmut über die Herren Jauch und Karasek gleich von der Seele schreiben musste: "[…} Was aber tut Herr Jauch im Gespräch mit Deutschlands Feministin Nr. 1, einer Frau, die seit bald einem halben Jahrhundert Frauen zuhört, mit ihnen Gespräche führt, ihnen in ihrem Magazin und ihren Büchern eine Stimme verleiht? Möchte Günter Jauch irgend etwas von diesen Erfahrungen, diesen Stimmen hören? Nein. Er spielt stattdessen auf einen harmlosen Vorfall zwischen ihm und Alice Schwarzer an, welcher seinerzeit in seiner Sendung Wer wird Millionär? stattgefunden hatte. Er entblödet sich damit nicht […]" [weiterlesen auf http://journal.translarte.de/2013/01/drei-mal-aufschrei-tv-facebook-realitat/] Danke, Alice!
Machtfrage ?
Brüderle als "machtinhaber" darzustellen ist völlig abwegig. Die Macht liegt bei den Medien. Ein Journalist/Zeitung hat viel mehr Macht als ein Politiker. Alles andere ist Illusion.
Wibke Bruhns Bemerkung
"Männer und Frauen sind verschiedene Spezies. Wenn Sie Stiere dem Wesen nach den Kühen annähern wollen, dann machen Sie halt Ochsen aus ihnen." So ähnlich klang das furchtbare Menschenbild aus dem Munde von Wibke Bruhn. Und ich weise darauf hin, dass A. Schwarzer DEUTLICH gemacht hat, dass sie dieses Menschenbild NICHT teilt! Schwarzer differenziert und weist oft darauf hin, dass "übrigens auch viele Männer" Sexismus als negativ empfinden. Wer dem Feminismus eine einseitige Männerfeindlichkeit unterstellt, liegt falsch! Es sind Aussagen wie die von Frau Bruhn, die menschenfeindlich sind und dem Homo sapiens sapiens die Lernfähigkeit absprechen und ihn zum Triebtier degradieren! Ein Kritikpunkt von G. Jauch war aber berechtigt: Wenn Frau Himmelreich Herrn Brüderle wirklich gefragt hat, ob er denn in seinem Alter sich noch für geeignet halte, sich aufstellen zu lassen, dann ging das schon in Richtung Altersdiskriminierung. Sie war sehr unhöflich zu ihm und das sollte man benennen!
Die Debatte tut Frauen keinen Gefallen
Erstens: Menschliche Gesellschaften sind Systeme, in denen es annähernd fortwährend um Macht geht. Davon soll ja sogar die Emma-Redaktion nicht gefeit sein. Ob man diese Macht nun über "Sexismus", "Rassismus", "Geld", "Mobbing" oder was auch immer auszuüben versucht - es ist dysfunktional, (jungen) Frauen den Eindruck zu vermitteln, als gäbe es Freiheit und Selbstbestimmung ohne Anstrengung. Zweitens: Dies vorausgesetzt, führt die aktuelle Debatte (junge) Frauen sofort wieder in die Opferfalle. Anstatt diese Frauen aufzufordern, ihrerseits um Freiheit und Selbstbestimmung "wehrhaft zu kämpfen" (was schwer ist, was anstrengend ist, was oftmals weh tut), wird suggeriert, es bräuchte lediglich einen vorwurfsvollen Twitter-Aufschrei im anonymen Netz, um sich in dem "Kampf um Macht" zu behaupten. Wir Menschen sind in erster Linie intelligent, expansiv und aggressiv - unabhängig vom Geschlecht.
Im Grunde...
...können Männer Sexismusvorwürfe gegen sie nur vermeiden, indem sie möglichst wenig direkten Kontakt zu Frauen haben. Man/frau kann IMMER JEDES Verhalten so interpretieren, dass es gegen die Person spricht. Wenn ichs recht bedenke: Auch die Kontaktminimalisierung könnte so ausgelegt werden, dass Mann was gegen Frau hat. Die Situation an sich ist schwierig und vor allem kaum aufdröselbar.
ohne
Die gestrige Abendsendung von Herrn Jauch veranlaßt mich, auch etwas zur Diskussion beizutragen. Ich bin ganz erschüttert, wie wenig Selbstbewußtsein die drei Damen links von Herrn Jauch zu haben scheinen. Ich komme aus einer Familie, in der die Frauen schon im 19. Jahrhundert "emanzipiert" waren. Meine Urgroßmutter, Jahrgang 1864 trug um 1900 Herrenschnitt und setze ihren Mann mit der Bemerkung: "Die Republik H.D. braucht keine König, Du kannst gehen!" vor die Tür. Ihre drei Kinder hat sie ohne finanzielle Hilfe selbst unterhalten, sie war Schneiderin. Das nenn ich emanzipiert.
Bitte noch mehr Diskussion
Das Thema Sexismus wird öffentlich wieder großartig diskutiert. Und das ist gut so, denn wie Anne W. bei Jauch angemerkt hat, ist vielen Männern nicht klar wie viele Frauen täglich beleidigt und belästigt werden und wie verletzend solche Äusserungen oft sind. FRAU fühlt sich entwertet und abgewertet. Mann denkt: WAR doch nur ein kleiner Spass. Danke, aber Spässe dürfen meine Freunde machen, ich möchte bitte keine Kommentare von Kollegen, Vorgesetzten und Geschäftspartnern bzgl meiner Oberweite hören. Hätte Hr. Brüderle ein Kompliment zum Kleid gegeben, wäre dies mit Sicherheit kein Problem gewesen. Was lehrt uns der Tatbestand? Sei vorsichtig zu später Stunde mit Männern, besonders im Zusammenhang mit Alkohol. Übrigens schmerzt mich am meisten an dieser Sache die Frauen, die die ganze Diskussion wieder verharmlosen oder gar nichts zu dem Thema zu sagen haben. Dabei sollte jede Frau mit ihrem Vater, Bruder, Kollegen, Freund und Ehemann über den Sexismus in ihrem Leben sprechen.
Geht auch umgekehrt
Ich finde die Debatte wichtig. Nur finde ich es schade, dass die, welche vorgeben für Gleichberechtigung zu streiten, das Thema mal wieder sehr einseitig angehen. Nicht nur Frauen, sondern auch junge Männer werden oft sexuell belästigt. Gerade Frauen so ab 45 aufwärts kennen da oft keine Scham. Das ist keine Frage Mann/Frau, sondern schlicht eine der Kinderstube.
Im Ernst
1.) stellt sich die Frage, ob man Herrn Jauchs Talkrunde nicht eher boykottieren sollte. 2.) Ist die Frage, warum Frau Himmelreich nicht viel früher veröffentlicht hat, die falsche Frage und zeigt einmal mehr, dass man sie als Journalistin erst gar nicht ernst nimmt. Sie hatte den Job, Herrn Brüderle zu portraitieren, und das hat sie gemacht. 3.) Der Opportunismus von Frau Wibke Bruhns, den sie auch bei Herrn Jauch zur Schau getragen hat, ist genau dieser ekelhafte Schulterschluss mit den Mechanismen einer männlich dominierten Welt, der zur Aufrechterhaltung des Status Quo entschieden beiträgt. 4.) Die Leserin, die in diesem Blog sagt, es "sei besser geworden, seit sie verheiratet sei und Kinder habe" zeigt, dass Frauen hier (wie z.B. in Indien, dem einzigen Land der Welt, in dem es noch Vergewaltigungen gibt) eben auch durch Zugehörigkeit sexuell neutralisiert werden können (Mutter, Schwester, Tante, Gattin, Oma) Einfach Frau ist im Zweifelsfall immer Beute.
Frau
Ich stamme aus einem nordischen Land, wo die Frauen schon seit Jahrzehnten glaubten emanzipiert zu sein. Sie sind es auch in vielen Bereichen. In meiner Jugend waren die Frauen in Punkto anmachen doch "zivilizierter". Heute heißt es Emanzipation, wenn die Frauen Männer sexistisch belästigen. Früher waren verheirate Männer für die Frauen ein Tabu. Und heute? In vielen Hinsicht waren die alten Zeiten doch besser! Es gab auch weniger Selbtsmorde bei den Männern!
Der Herrenwitz
Sehr geehrte Frau Schwarzer, vielen Dank für die Moderation der gestrigen Jauch-Talkrunde. Allein der zeitweiligen Übernahme der Moderatorenrolle durch Sie ist es m. E. zu verdanken, dass die Diskussion nicht gänzlich auf Stammtischniveau mit den dorthin gehörenden Statements wie "auch Ihr seid sexistisch" oder "seid Ihr Anmache nicht selbst schuld, wenn Ihr Euch so anzieht" oder "die sind halt so und Ihr müßt drüberstehen" (Fr.Bruhns) herabsank. Als Vertreterin der von Ihnen treffend geschilderten 90' Generation der "ich bin gut ausgebildet und zu schlau, um auf die üblichen Bemerkungen am Arbeitsplatz einzugehen" hatte ich mich vor dieser Talkrunde eigentlich nicht für das Thema sonderlich interessiert. Erst die Art und Weise, wie diese Talkrunde verlief, hat mich sensibilisiert. Obgleich ich Ihre Analyse, dass der Rückgriff auf archaische männl. Unterdrückungsmechanismen mit der Verschärfung des Verteilungskampfes auf dem Arbeitsmarkt zunimmt, schon lange teile. Chapeau!
Jauch-Fiasko
Die Jauch Sendung war - wie immer - eine Katastrophe, belanglos und ging am Thema vorbei. Frau Schwarzer kam erstmals 15 Minuten nach Beginn der Sendung zu Wort und wurde quasi gleich wieder von Jauch abgewürgt und wiederholt in die Schranken gewiesen. Ein Paradebeispiel für die hier diskutierten Geschlechter-Macht-Verhältnisse. Wie schafft man es, nach Jahrzehnten immer noch die Ruhe zu behalten und es nicht leid zu werden, Frau Schwarzer? Koch-Mehrin, ansonsten auch eine schlimme Zeitgenossin, machte überraschend neben der rhetorisch brillanten Anne Wizorek eine gute Figur.
in Zukunft nur noch mit Burka
’UN-Studie über Sexismus am Arbeitsplatz’ Wahr ist, dass es am Häufigsten am Arbeitsplatz funkt. Bei Jauch wurde klar, dass die Frau mit ihren Reizen kokettieren, der Mann (gem. Schwarzer: auch ein Mensch) aber nur über das Wetter sprechen darf. Die verbissene Haltung der ’Emma’ gipfelte darin, dass Jauch des Kleinredens bezichtigt wurde, als er die ’reziproke’ Frage stellte, wie die Reaktion gewesen wäre, wenn ein 28-jähriger Journalist eine 67-jährige Politikerin auf die gleiche Weise angesprochen hätte? In eine heikle Situation kommt Frau nur, wenn sie nicht klar Grenzen aufzeigt. Es steht zudem jedem Menschen frei, sich zu distanzieren oder eine Veranstaltung zu verlassen. Die Opfer / Täter Rolle ist das beliebteste Thema der Emanzen. Die Frau setzt ihre Reize bewusst ein und ist dann erstaunt, wenn ein Mann dies bemerkt. So naiv können nur Emanzen sein. Von diesen Widersprüchen lebt Emma seit Jahrzehnten ganz gut. Um dies aufrechtzuerhalten, muss das Feuer weiter geschürt werden.
Wie ist das Dirndl zu bewerten?
Ich bin mir ubrigens relativ sicher, dass sich sich Frau Himmelreich Gedanken macht, welche Kleidung für ein bevorstehendes Interview passend ist. Die Möglichkeit, dass sie Brüderle bewusst hat “verwirren” wollen, halte ich keineswegs für ausgeschlossen. Es geht hier auch gar nicht um die Frage, welche Kleidung eine Frau tragen darf, ohne dumm angemacht zu werden. Es geht hier _um die Glaubwürdigkeit_ von Frau Himmelreich. Es geht darum, ob man ihrer Darstellung wirklich trauen kann. Deshalb der Hinweis auf ihre Kleidung und den kampgnenartig zur rechten Zeit lancierten Artikel. Übrigens empfinde ich persönlich ein Dirndl ebenso “aus der Zeit gefallen” wie die klassische Macho-Rolle. Wirkt auf mich wie Trachtenverein oder Volksmusikabend. Oder halt Saufen auf der Wiesn. Jedenfalls nicht gerade wie ein Merkmal besonderer Modernität. Es zeugt eher von einer konserativ-geschlechterstereotypen Einstellung. Bei Frau Himmelreich ist wohl alles irgendwie widersprüchlich.
Himmelreichs rhetorischen Tricks
Wenn man sich den Stern-Artikel kritisch ansieht, fällt auf, dass oft ein bestimmter Verlauf suggeriert wird, ohne ihn tatsächlich zu benennen. Beispiele: Die Sprecherin entschuldigt sich mit “Tut mir leid” – der Leser denkt natürlich, sie entschuldigt sich für Brüderles (vermeintliche) Ausfälle. Aber genau das steht nicht im Artikel. Himmelreich könnte auch mitten im Gespräch mit Brüderle gewesen sein, als die Sprecherin es abbrechen musste. Entscheidend wäre auch, in welchem Kontext und Weise der Handkuss erfolgte. So etwas muss keineswegs “übergriffig” rüberkommen, zumal man bei fast 70jährigen mit einem etwas konservativen Verhalten rechnen muss. (Ich erinnere an den Vorwurf “aus der Zeit gefallen”.) Sie redet von seinem Blick in ihren Auschnitt, ohne genau zu sagen, ob er ihn nun lange "stiert" oder eben nur einen Blick wirft, wie wohl jeder Mensch es tun würde. Hat er wirklich aufdringlich auf ihren Busen geglotzt? Man weiß es nicht, denn Himmelreich sagt es nicht.
Schade
Es ist schade, dass ein über ein Jahr altes Ereignis jetzt so eine üble Debatte auslöst. Frau ist wieder einmal Opfer. Warum hat sie nicht gleich etwas gesagt, wenn es so schlimm für sie war, warum erst jetzt. Das gestörte Verhältnis von Frau und Mann wird durch einen solch übertriebenen öffentlichen Aufschrei garantiert nicht besser. Schon jetzt sind viele Männer so traumatisiert, dass sie sich überhaupt nicht mehr an eine Frau heran wagen, weil dies ja von ihr falsch ausgelegt werden könnte. Schon jetzt haben Männer Angst, wenn sie nur mal von einer Frau angelächelt werden, dass sie angemacht und vernascht werden könnten. Das zeigen doch auch die Kommentare einiger Männer hier weiter unten, dass es auch eine für sie lästig empfundene sexuelle Anmache und Übergriffigkeit gibt. Männer haben jedoch kaum die Möglichkeit sich zu beschweren, weil sie dann ja auch noch als Memmen bezeichnet werden. Nur Frau darf jammern über was sie will und wann es ihr in den Kram passt.
nee,
diesmal bin ich anderer meinung. Die Geschichte ist aufgeblasen, wahlkampfgeschuldet. Man möchte der FDP noch eins reinwürgen. Warum e i n Jahr nach dem Vorkommnis? Dafür ist mir der echte Feminismus zu schade.
ARD verbreitet Sexismus mit Werbung Politik
Kurz vor der 20.00 Uhr Tageschau seit 1-2 Jahren.. http://www.youtube.com/watch?v=5o3JSoEFuxE
Herr
Wie immer ist Sexismus nur gegen Frauen gerichtet. Als Mann hat man das eben wegzustecken ( Jammert nicht , Jungs), außerdem freut sich der allzeit bereite mann über sexuelle Anzüglichkeiten und findet das natürlich toll!!! soweit zur Abschaffung von Klischees und wie ernst es gemeint ist, wenn es mal nicht die geknechteten , bemitleidenswerten Frauen betrifft. Dass Gleichberechtigung nur noch Frauenberechtigung bedeutet ist ermüdend. Ebenso die immer alte (Schwarzer) taktik, männerfeindlichkleit läcgherlich zu machen - gääähn !!!Ernstgenommen werden kann man so sicher zu Recht nicht. Im Stile der Emma Redaktion: Heult weiter liebe soo starke Frauen ( andere gibt es ja scheinbar gar nicht mnehr) Bin mal gespannt, was davon in dieser männerdominierten Medienlandschaft zensurfrei veröffentlicht wird...
Menschenrechte
@ Frau Ilmberger Zitat: "Ich muss mich den Gegebenheiten anpassen, nicht die Gegebenheiten sich an mich." Und wenn die "Gegebenheiten" so sind, dass sie mich nur aufgrund meines Geschlechts von der Schule, den Universitäten, den Wahlen, der frei gewählten Erwerbstätigkeit, den Nachtstunden in der Öffentlichkeit, der freien Kleidungswahl, der Verfügung über meinen eigenen Körper, usw. fernhalten, habe ich mich dann diesen "Gegebenheiten" auch anzupassen? Oder wäre es nicht sinnvoller, einmal die "Gegebenheiten" kritisch zu beleuchten - beispielsweise auf der Grundlage der Menschenrechte oder des Grundgesetzes??
Genau!
@ Manuel Kotz Zitat: "Und so wie ich denken sehr viele Männer. Unrecht wie dieses muss aufgezeigt, verurteilt und beseitigt werden." Genau! Und deshalb bitte ich Sie (und alle die so denken wie Sie) endlich aufzustehen und ÖFFENTLICH und vernehmbar GEGEN IHRE EIGENEN GESCHLECHTSGENOSSEN dieses Unrecht aufzuzeigen, zu verurteilen und zu beseitigen! Bislang wurde dies hauptsächlich (im öffentlichen Raum) den Frauen überlassen, die sich dann "Emanzen" schimpfen lassen mussten. Und auch da ist selten einer von Ihnen (die Sie ja offenkundig unserer Ansicht sind) aufgestanden und hat sich gegen seine Geschlechtsgenossen positioniert. Ihr (öffentliches) Schweigen - bzw. das öffentliche Schweigen der "gutwilligen" Männer - ist ebenfalls mitverantwortlich, dass sich die SexistInnen so lange so im Recht gefühlt haben und immer noch fühlen.
warum hat der stern ein jahr gewartet?
wird wohl nicht mit dem damaligen coverblatt (titelgeschichte) des stern zu tun gehabt haben? tut mir leid, dass wir diesmal nicht einer meinung sind. lg
Frau
Das ganze Szenario erinnert irgendwie an Strauß-Kahn und wird ebenso zur Wahlkampfpropaganda genutzt. Es geht hier nicht um Feminismus oder die neue starke Frau, die sich traut den Mund auf zu machen. Gestern war Steinbrück dran, heute ist es Brüderle. Und alle fallen darauf rein. Bleibt abzuwarten wer der Nächste ist. Und vielleicht sollte Frau sich auch mal fragen wo Sexismus anfängt. Einem ollen "Altherrenwitz" kann man ja wohl selbstbewusst Paroli bieten. Sehen wir die Diskussion doch einfach als willkommenes Ablenkungsmanöver, damit wir nicht mehr über Kirchenrecht und Opferversorgung nachdenken müssen.
Übertreibungen
Frau Thriene scheint zu den Frauen zu gehören, die sich ununterbrochen ängstigen, nicht genug respektiert und emanzipiertzu sein. Glauben Sie denn wirklich, dass die Sorte Männer, die sich über blöde Anmachsprüche definieren müssen, das einfach so unterlassen? Leben Sie auf dem Mond. Eine Frau ging mit zwei Männern spätnachts in deren Wohnung. Die Herren hielten dies für das Einverständnis zu einer "zünftigen Nacht" und als die Frau sich wehrte, haben sie fester zugegriffen. Natürlich ist das Vergewaltigung, aber es ist auch mehr als blöd, den "Leu zu wecken". Ich muss mich den Gegebenheiten anpassen, nicht die Gegebenheiten sich an mich. Übertriebenes Emanzipationsstreben ist einfach nur nervig. Im Falle der Dame Himmelreich halte ich die äußerst verspätete Reaktion auf dummes Altherrengewäsch für reines Kalkül. Die kranke Art halt, mit der heute der Journalismus oftmals betrieben. Man sollte meinen, man sei bei der Bildzeitung.
Lachhaft
Lachhafte Scheindebatte. Mehr kann man/frau dazu nicht sagen.
Sexismus verbieten?
Wäre genau so sinnvoll wie Rassismus oder Antisemitismus zu verbieten. Ich arbeite, neben meinem Studium, als Kellner in einem Hotel und bin eigentlich der einzige Mann in unserem Team. Ständig kann ich mir Witzelein über die Größe meines Gemächts anhören. Alles was nur im abstraktesten wirkt wie ein Penis wird mir vor die Nase gehlten und gefragt ob den es so ca. hinkommen würde. Aufforderungen ich solle die oder jene mal anständig durchnehmen werden geäusert. Frau Schwarzer was soll ich tun? Auf jede Bitte solche Gespräche nicht am Arbeitsplatz führen zu müssen wird mir sofort erklärt dass ja alles nur Spaß sei und ich soll kein Spielverderber sein. Die Arbeit ist ja anstrengend und monoton genug. Ich verstehe die Frauen die jetzt über dieses Thema debattieren. Nur eines verstehe ich nicht. Ihren Hass auf uns Männer.
unschuldsmiene
'getroffene hunde beißen' und in dieser debatte beißen ganz schön viele zu.. frau fragt sich, wie viele der freunde, nachbarn und kollegen gerne mal übergriffig werden und dann die unschuldsmiene aufsetzen..
Bemerkenswert
Bemerkenswert wie Frauen es schaffen offensichtliche Fakten auszublenden und die Realität so zu verbiegen das sie ins hysterische Weltbild passt. Eine junge Journalistin bequatscht einen älteren Politiker der - privat und abseits jeglichen Politikbetriebes - an einer Bar ein Bier oder Wein oder was auch immer trinkt. Das ist weder Zeit noch Ort für ein professionelles Interview, es gebieten Anstand und gesunder Menschenverstand das auch Politikern ein Privatleben zusteht. Es sei denn natürlich frau will eine Reaktion provozieren die sich dann entsprechend ausschlachten lässt. Das ganze ist eine oberpeinliche Pseudodebatte, jeder Mensch weiss das Frauen ebenso sexistisch sind wie Männer wenn es um die Bewertung des anderen Geschlechtes geht. Nur Männern bleibt nichts weiter übrig als das wegzulächeln während Frauen, angeführt von einer Schar Feministen ohne Themen, eine hysterische Debatte vom Zaun brechen.
was heißt von gestern
Bei aller berechtigter Aufregung, aber dieses Argument "...von gestern" mag ich echt nicht mehr hören. Nicht alles was gestern war, ist schlecht, und nicht alles was modern ist, ist gut. 1933 hätte man froh sein können, wenn die Politik von gestern gewesen wäre. Ansonsten ist die Diskussion aber nicht schlecht. Ich denke, sie sensibilisiert mich und viele weitere Männer.
Jetzt gehts los
Da verfolge ich in den letzten Tagen dieses Thema. Und stellte mir selber die Frage, wann kommt Frau Schwarzer auf den Plan?! Früher wäre A. Schwarzer schneller zur schneller gewesen. Aber, ich denke mal, jetzt geht es los. Wenn Alice Schwarzer sich zu Wort meldet, wird es immer spannend! Los gehts ... ich freue mich ... Danke Frau Schwarzer.
Auch Männer leiden unter Rollenklischees
"Kaum allerdings wird über das andere Extrem in der Gesellschaft gesprochen – die Arbeitslosen und Obdachlosen, die Selbstmörder, die gescheiterten Existenzen und Alkoholiker. In all diesen Gruppen ist weltweit in allen Gesellschaften die Männerquote ähnlich hoch wie am anderen Extrem der Gesellschaft. “Die Mehrzahl der Obdachlosen in den Industriestaaten sind männlich, unter den alleinstehenden Obdachlosen machen Männer etwa 80% aus”, schreibt Wikipedia. Das bestätigt die Eindrücke, die ich zum Beispiel aus einem Sozialpraktikum in einem Obdachlosencafe gewonnen habe. Auch bei den Suiziden liegt die Quote der Männer in allen Ländern über denen der Frauen. Männer sind also in den Extremen der Gesellschaft häufiger zu finden – oben wie unten. Über das Oben wird überall gesprochen, über das Geschlechterverhältnis unten fast nie. Männer stürzen ab, Frauen werden aufgefangen – im Schnitt." Mehr: http://onlinejournalismusblog.com/2013/01/25/aufschrei-ich-breche-mit-einem-tabu/
Emanzipation als Schmalspurgasse
Offenbar ist Franziska Ilmberger nicht ganz klar, trotz ihres reifen Alters, was Emanzipation bedeutet: Emanzipation ist ein anderer Ausdruck für Freiheit und der beinhaltet nicht, "sich um den eigenen Kram zu kümmern und dann schönemanzipiert zu sein". So lange nicht alle Frauen ein Anrecht auf Freiheit in diesem Land haben, auch Freiheit von Belästigung, ist die Straße der Emanzipation nicht zu Ende gegangen. Die Äußerung von Franziska Ilmberger zeigt eine Haltung genau der älteren Generation: Nichts äußern und nicht auffallen und nur keinen Wirbel machen. Ich habe eine andere Vorstellung von Freiheit: Präsenz zu zeigen und klarzustellen, was geschieht und wie es geschieht. Und wenn es um Menschen des öffenlichen Lebens geht, dann insbesondere, wenn sie scheinbar für eine ganz besondere Moral stehen und anderen sagen wollen, wo es lang zu gehen hat, wie Herr Brüderle, FDP. Stellen wir uns einmal vor, Frau Merkel hätte in einem Fahrstuhl einen Sunnyboy angemacht - was dann los wäre!!
Auf den Schlips getreten
Das ist schon interessant, welch ein Aufschrei von den Männern zu diesem Thema plötzlich erschallt. Als hätte man ihnen auf den Schlips getreten. Ob da nicht der eine oder andere in seiner Vergangenheit kramt, ob er nicht doch mal eine Anzüglichkeit gegenüber einer Frau geäußert hat? Natürlich nicht, das sind ja nur die anderen, meistens die alten ... Mir persönlich fallen auf Anhieb sexistische Anspielungen ein, vom Chef und von Kollegen. Es wurde erst besser als ich verheiratet war und Kinder hatte. Das macht Frauen anscheinend zu einer Art Neutrum. Armselig. Aber durchschaubar.
jgYwu
Liebe Frau Schwarzer, natürlich war die Emanzipation der Frau mehr als überfällig. Danke auch den Suffragetten, die viel auf sich nehmen mussten. Sehr viel mehr, als Sie und Ihre BH-Verbrennerinnen. Ich bin auch eine Frau nahe den Siebzig. Ich habe stets selbst für meine Emanzipation gesorgt, indem ich mich rechtzeitig auf meine Hinterfüsse gestellt habe. aber dieses alberne Affentheater über den uninteressanten Herrn brüderle und das nach über einem Jahr ist das Lächerlichste, was jemals vom Zaun gebrochen wurde. Noch lächerlicher, als Ihr Problem mit den nackten Popos, die von Frauen höchst freiwillig nach wie vor gezeigt werden und mehr. Sollten Sie noch nichts über den Grundsatz "Verhältnismäßigkeit der Mittel" gehört haben, so dürfen Sie sich ruhig darüber informieren. Reporter und Journalisten sind nicht besonders zimperlich, wenn es um die Intimsphäre anderer Leute geht.
Nicht von mir
Da ich hier und auch im Emma Forum gelegentlich schreibe, möchte ich mich klar von dem beitrag unter dem namen "Sven Fuchs" vom 25.01.13 um 17:19 distanzieren. Da ich auch Maskulistenkritisch in meinem Blog geschrieben habe, betrachte ich die wahl des Namens (auch wenn dieser nicht unbedingt selten ist) als Angriff auf mich.
Ein Miteinander!
Es ist zutiefst verurteilenswert dass heutzutage Frauen noch immer am Arbeitsplatz belästigt und diskriminiert werden. Daran gibt es nichts zu bemänteln oder zu beschwichtigen. Wichtig bleibt es jedoch zu vermitteln und nicht alle Männer über einen Kamm zu scheren. Mir würde es im Traum nicht einfallen eine Frau so respektlos zu behandeln und zu belästigen. Und so wie ich denken sehr viele Männer. Unrecht wie dieses muss aufgezeigt, verurteilt und beseitigt werden. Doch wir tun nicht gut daran einander weiter zu entfremden, indem wir das andere Geschlecht a priori verurteilen. Der einzige gangbare Weg ist aufeinander zuzugehen und Vorurteile auszuräumen und Fehlverhalten zu korrigieren. Es trägt nichts zur Lösung bei mittels pauschaler Polemik weitere Eskalation hervorzurufen. Ein respektvolles Miteinander ist keine Frage des Geschlechts, sondern des Charakters. Und Hass ist keine Medizin, sondern die Krankheit. „Der alte Grundsatz »Auge um Auge« macht schließlich alle blind.“ M.L.King
Sexismus als Politikum
Ich stimme in sofern völlig zu, dass Sexismus in welcher Form auch immer geahndet wird. Das ist richtig und nötig. Gleichzeitig sehe ich aber auch die Gefahr, dass Sexismus als Politikum bzw. als Waffe eingesetzt wird, nach dem Motto PolitikerIn XYZ gefällt mir nicht, also wird er/sie des Sexismus oder schlimmeres bezichtigt und kann sich im Grunde genommen verabschieden. Jede Rehabilitationsmöglichkeit ist vertan, unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Anschuldigung. Der Ruf ist im Eimer. Und es soll jetzt niemand behaupten, sowas mache doch keiner. Das ist in der Vergangenheit oft genug vorgekommen (ich nenne hier bewusst keine Beispiele, um diesbezüglichen Diskusionen vorzubeugen). Sobald Sexismus als politisches Mittel zum Zweck eingesetzt wird, läuft meiner Meinung nach irgendwas schief.
Herr
Ich bin ausgewiesener Maßen kein Freund des Herrn Brüderle. Deshalb: hat er sich daneben benommen, wie auch immer, dann gehört das angeprangert. Keine Frage. Politiker hin, Persönlichkeit des öffentlichen Lebens her. Aber es stört mich ungemein, dass dieser Vorfall zum Anlass genommen wird, eine längst vergessen geglaubte Demarkationslinie wieder aufleben zu lassen, die die Welt in das unzulässig rudimentäre Bild "Mann Täter" und "Frau Opfer" teilt. Geht es bei diesem Vorfall nicht vielmehr um die Frage, wie Politik allgemein mit Journalismus umgeht? Wie Politiker, Machtmenschen also, allgemein mit ihrem Umfeld umgehen? Und das hat nicht aussschließlich mit Sexismus zu tun ... Herzliche Grüße, Thomas Christian
Schwarzers Feindbild
Dieser Satz spricht Bände:"das beklagte sexistische Verhalten disqualifiziert endlich auch den Mann"! Frau Schwarzer, hier machen Sie es jedem leicht zu erkennen, dass es Ihnen nicht um Gleichberechtigung oder gar Gerechtigkeit - wie in Ihrem Motto enthalten - geht, sondern nur darum, den Mann in jeder Beziehung weit unter der Frau anzusiedeln, oder wie soll man die Formulierung "endlich" sonst interpretieren?
Bigotterie
Sie als Anführerin der Frauenrechtsbewegung können eines ganz klar nicht tun. Und zwar gegen Sexismus kämpfen. Denn das impliziert ja den Schutz BEIDER Geschlechter. Sich sexuell belästigt zu fühlen, und sexuell belästigt werden sind zweierlei Dinge. Vielleicht sollte ich aber einfach mal anfangen als Mann Klage zu erheben, bei jedem verdammten mal wo ich sexistisch behandelt werde, aber mir denke "scheiß drauf" Weil man sich als Mann über sowas ja nicht beschweren darf. Vielleicht sollten wir den hermaphroditen den Kampf um Geschlechtergleichheit überlassen, da finden wir vielleicht ein paar unparteische. 100% Wahrscheinlichkeiten existieren nicht, es gibt sogar falsche Geständnisse. Und leider spricht zuviel dafür dass da viel Hochgeschaukelt wird. Kämpfen sie lieber für die Dame aus Köln die nach einer Vergewaltigung in 2 KH nicht behandelt würde, ihr Kampf war mal sinnvoller, nun treiben sie den Sexismus bloß noch weiter an.
Opfer Abo
Sie verdehen sie Sache wieder. Frau Himmelreich hat Herrn Brüderle nachts um 1 an der Hotelbar angemacht um ein Interview zu bekommen. Ist das seriöser Journalismus? Nicht umgekehrt. Sie war allerdings nicht höflich sondern hat gleich bei der ersten Frage Herrn Brüderle beledigt. Das dann Herrn Brüderle ein paar dumme Sprüche zurückgegeben hat wollen sie doch nicht ersthaft als Sexismus auslegen? Fakt: Das Fehlverhalten kam zuerst von der Frau, aber aus dem Täter wird ein Opfer gemacht. Frau Kachelmann hatt schon recht mit dem Wort Opfer Abo. Die Journalistin beleidigt zuerst und als der Herr dann auch ausfallend wird ist alleine der Mann schuld? Zum Anderen: Der Stern und seien Reporter erzählt viel wenn der Tag lang ist... siehe Hitler Tagebücher.
Ab sofort wird nicht mehr gelächelt
Danke. Perfekt analysiert. Wir haben übrigens an Ihrem Geburtstag (leider zufällig) den Verein Barlay´s Angels Deutschland Die Gerstenengel gegründet, um endlich der Bierbranche klarzumachen, daß Frauen nicht nur Zuckerwasser trinken. Die Frauen, grad die bis 50, finden´s genial. In unserer Branche geht es so zu:http://www.lieblingsbier.de/2012/07/21/neues-aus-dem-bierland-uberschusse-oder-wie-erschliese-ich-eine-neue-zielgruppe/