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Der FrauenMediaTurm & die NRW-Regierung
Als meine Feministinnen-Generation Anfang der 1970er Jahre antrat, hielten wir uns für die Ersten. Die Stunde Null hatte geschlagen – und nun kamen endlich wir: die jungen, radikalen, kämpferischen Frauen! Es dauerte ein paar Jahre, bis wir begriffen: Wir hatten das Rad neu erfunden. Wir hatten wieder bei Null angefangen, obwohl wir Feministinnen doch eine Geschichte haben. Eine stolze Geschichte, aus der wir hätten lernen können, ja müssen. Denn ohne Geschichte hat der Mensch keine Zukunft. Ich habe daraus die Lektion gezogen, Anfang der 1980er Jahre ein Frauenarchiv zu initiieren: den FrauenMediaTurm (FMT). Der FMT in Köln ist heute weit über deutsche Grenzen hinaus politisch wie wissenschaftlich ein Pionierprojekt (www.frauenmediaturm.de). Doch jetzt droht diesem Hort der Geschichte der Frauen das Aus. Ausgerechnet die rotgrüne „Frauenregierung“ kürzt die Förderung der gemeinnützigen Stiftung radikal. Und zögert nicht, dies auch noch mit falschen Behauptungen und Unterstellungen zu begründen.jetzt lesen
Was steckt wirklich dahinter?
Der Fall Kachelmann war in zweierlei Hinsicht ein Meilenstein in der deutschen Rechtsprechung. Zum einen in Bezug auf den Umgang von Medien und Justiz mit einem Angeklagten und seinem mutmaßlichen Opfer bei sexueller Gewalt. Zum zweiten in Bezug auf die Beeinflussung, ja Manipulation von Medien und Justiz durch die so genannte Litigation PR. Diese Meinungsmacher bei Prozessen sind hochhonorierte Kräfte, die mit allen, nicht selten wirklich allen Mitteln versuchen, direkt die öffentliche Meinung – und damit indirekt auch das Gericht – zu beeinflussen, zu Gunsten des Angeklagten. Von dieser in den USA seit Jahren und in Deutschland neuerdings praktizierten Methode der öffentlichen Kommunikation über Gerichtsverfahren scheinen Medien wie Justiz hierzulande offensichtlich überrascht und überfordert. Die Meister der Litigation-PR manipulieren die Medien. Ja, manche JournalistInnen scheinen gar selber Teil der Litigation-Kampagnen zu sein. Und sie beeinflussen damit indirekt auch die Gerichte.jetzt lesen
Besinnung auf der goldenen Shwedagon
Wenn ihr diese Zeilen lest, bin ich schon in Burma. Und wie immer seit dem Jahr 2000 wird mich in Rangun mein erster Weg auf die Shwedagon Pagode führen, das größte Heiligtum des Buddhismus. Nein, ich bin keine Buddhistin. Aber ich bin empfänglich für Schönheit und Stimmungen. Und beides gibt es auf der goldenen Shwedagon im Übermaß. Nach einem turbulenten Jahr wird die Fremde mir gut tun. Ein wenig Abstand. Und immer wieder staunen, auch auf meiner sechsten Reise nach Burma. Staunen über dieses Dornröschen-Land, das gerade aus seinem Schlaf hinter Dornen erwacht. In dem einst vom britischen Kolonialherren blutig unterdrückten Land (nachzulesen in Orwells phantastischem Roman „Tage in Burma“) haben nach der Unabhängigkeit 1948 bis vor kurzem starre Generäle geherrscht, die das Land in der Isolation gehalten haben.jetzt lesen
Ich bin dann mal wieder da
Sorry, in den letzten Wochen habe ich mich selten gemeldet. Es gab ganz einfach zu viel zu tun. Die aktuelle EMMA, die in diesen Tagen erscheint, musste fertig geschrieben werden. Gleichzeitig war ich auf Lesereise mit meinem „Lebenslauf“. Aus dem eigenen Leben vorlesen, das ist schon eine eigenartige Sache. Denn da stehen nicht nur Form und Inhalt, da steht mein Leben auf dem Prüfstand. Ich bin es gewohnt, sehr kontroverse Reaktionen auszulösen. Doch diesmal ist es anders in den Medien.jetzt lesen
Ein Denkmal für Nafissatou Diallo?
Jüngst war ich in Paris. Am Kiosk fiel mir als erstes das Cover des Wochenmagazins Le Point auf. Titelzeile: „Recherche über einen Mann, der beinahe Präsident geworden wäre – DSK, ein tragisches Schmierentheater. Fortsetzung und Ende.“ Daneben ein unrasierter, erschöpft wirkender alter Mann. Im Heft dann acht Seiten über Dominique Strauss-Kahn, 62, den Mann, der beschuldigt worden war, im Mai diesen Jahres ein schwarzes Zimmermädchen in New York vergewaltigt zu haben. Und eine Seite über Anne Sinclair, die heroische Ehefrau, die so tapfer dauerlächelnd zu ihm gehalten hatte. Doch was jetzt in Le Point steht, lässt die Vergewaltigungs-Affäre verblassen.jetzt lesen



