Alice Schwarzer bei "hart aber fair"

Eine Sendung, zwei Sichtweisen

Alice Schwarzer ist sehr einfühlsam mit Herrn Hallervorden, versucht ihm klar zu machen, dass wir seit 20 Jahren im wiedervereinigten Deutschland leben und nicht alle Ostlinken heute unanständige Menschen sind. Die Herren, allen voran Hans-Ulrich Jörges vom Stern, sind dagegen Schwarzer gegenüber längst nicht so tolerant: Als sie anmerkt, die Zahlen sagten, dass von den Wählern, die der CDU den Rücken zugekehrt hätten, vier Prozent Männer seien und 0,4 Prozent Frauen, und sich fragt, ob nicht Merkel die CDU vor Schlimmerem bewahrt hätte, wird sie einfach abgetan. Gender-Mainstreaming ist zumindest Jörges ein völliges Fremdwort. FR online, Natalie Soondrum

Auch Alice Schwarzer fand kaum ein kritisches Wort. Merkel sei "patent, sachorientiert". Wüsste man es nicht besser, man müsste nach dieser Talk-Show vermuten, die CDU habe glorios triumphiert, die FDP fordere die Verwandlung der Bundesrepublik Deutschland in eine Aktiengesellschaft, und die SPD werde bald mit der "Linken" verschmelzen. … Kurzum: Jeder sagte, was zu sagen er sich vorgenommen hatte. Der Stichwortzettel besiegte das Gespräch. Alice Schwarzer echauffierte sich über das Ehegatten-Splitting, Dieter Hallervorden ganz allgemein über die Wahlplakate, diese "idiotische Maschinerie", und Arnulf Baring vermisste bei den Mitstreitern ein ums andere Mal die "wahren Probleme". SZ online, Alexander Kissler

 

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