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Das Erfolgsprinzip Frau

Die Zeit der Alphamänner in der Politik scheint in unseren Breitengraden besiegelt zu sein. Der überragende Sieg von Hannelore Kraft ist vor allem ein Sieg des Prinzips Frau, bzw. des Prinzips Mensch. Es ist weniger die Politik der Kandidatin, sondern ihr Stil, der die Menschen ihr Kreuz bei der SPD machen ließ. Bescheidenheit, Solidarität, Sachorientiertheit. Also der Effekt, der die Menschen nach dem XL-Alphatrauma mit Schröder/Fischer zu Merkel trieb.Die Knappheit von Merkels Sieg im Jahr 2005 war ja nicht den WählerInnen aus anderen Lagern zu schulden, sondern Männern aus ihrem eigenen Lager: Es waren laut Wahlanalyse die alten Konservativen, die die eigene Kandidatin nicht gewählt haben. Jetzt also Hannelore Kraft. Sollte Merkel es 2013 noch einmal schaffen, wäre es von nun an wahrscheinlich, dass der 1. Kanzlerin Deutschlands im Jahr 2017 auf den Fuß die 2. Kanzlerin folgt, diesmal eine sozialdemokratische.
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Eintrag erstellt am: 
14 May. 2012
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Aus EMMA

Wieder einmal haben die Frauen sich selbst vergessen

Der arabische Frühling wird zur Eiszeit. Für Frauen.

Wie oft soll sich das eigentlich noch wiederholen? Wie oft noch wird eine Revolution von Frauen in vorderster Front mitgetragen – und lassen die siegreichen Revolutionäre die Frauenrechte links liegen, schlimmer noch: entrechten die Frauen erst richtig! Das war 1963 in Algerien so und 1979 im Iran – und es wiederholt sich jetzt auf tragische Weise in Nordafrika. Was nicht wirklich eine Überraschung ist. In EMMA jedenfalls war es bereits in der Ende Juni 2011 erschienenen Ausgabe zu lesen.  In allen drei Ländern des so genannten „arabischen Frühlings“ – in Ägypten, Tunesien und Libyen – waren Despoten an der Macht, die selber direkt oder indirekt aus Revolutionen hervorgegangen sind, nämlich aus der Befreiung von den Kolonialherren. Und alle drei hatten ein Ohr für die Frauenrechte, aus welchen Motiven auch immer. Diese Herrscher sind nun weggefegt. Und es werden vermutlich weitere fallen. Doch was kommt danach?

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Aus anderen Medien

Aufregende Tage in Burma

Als ich im Januar von meiner Reise nach Burma zurückkehrte, da schallte mir von allen Seiten nur eine Frage entgegen: „Hast du Aung San Suu Kyi getroffen?!“ Nein, habe ich nicht. Aber ich bin ihr ständig begegnet: als jugendliche Schönheit mit Blumen im Haar, in der Garküche in Bahmo, der Hafenstadt am Irrawaddy; neben ihrem Vater, dem Revolutionshelden Aung San, auf Wahlplakaten am Wahlstand ihrer Partei in Mandalay; weise lächelnd im Bilderrahmen in einer Bambushütte im Fischerdorf von Ngapali. Am Abend des 5. Januar tritt sie mir sogar entgegen: im Fernsehgerät im ehemaligen Staats- und Kolonialhotel Tande in Bagan, am trägen Ufer des Irrawaddy. Im BBC erklärt die einst mit einem Engländer verheiratete „Lady“: „Ich vertraue Präsident Thein Sein - aber noch nicht der Regierung.“ Damit spricht die Frau, die das Symbol des burmesischen Widerstandes ist, wohl das Gefühl des Volkes aus.

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Die Autobiografie

 

Vom ersten Tag Alice bis zum ersten Tag EMMA. In großer Offenheit erzählt Alice Schwarzer ihren "Lebenslauf". Über ihre Kindheit & Jugend; über Arbeit, Liebe & Politik. Rezensionen

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Zur Person

Alice im Alter von acht Jahren, mit 27 als Pardon-Reporterin – und bei der Buchpremiere in Berlin im September 2011.

 

Das Hörbuch zum Buch

 

Lebenslauf. Gesprochen von Alice Schwarzer. 6 CDs mit 474 Minuten. Preis 24.95 €. Hörprobe: "Aufbruch nach Paris"

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